Der Krieg in Gaza

@Wichtige Erfolge bei Israels Luftangriffen!

Wie Israel kürzlich vermeldete wurde bei den heutigen Luftangriffen der hochrangige Hamas-Kommandeur Nofals eliminiert.

Zudem konnten 14 Familienmitglieder des Hamas-Chefs Hanija eliminiert werden.
 
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Findet ihr es nicht irgenwie beschämend wie ihr Euch gegenseitig die Nachrichten an den Kopf werft, die offensichtlich zu Eurer Haltung passen?

Also ich schon.

Es ist ein Krieg, da ist die Wahrheit schon gestorben.

Lieben Gruss
Mayia
 
Findet ihr es nicht irgenwie beschämend wie ihr Euch gegenseitig die Nachrichten an den Kopf werft, die offensichtlich zu Eurer Haltung passen?

Also ich schon.

Es ist ein Krieg, da ist die Wahrheit schon gestorben.

Lieben Gruss
Mayia
Im Moment sterben Menschen, was die Wahrheit ist, wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit erst in der Zukunft herausstellen. Oder auch nicht. Dies hat nichts mit meiner Haltung zu tun, sondern meiner Betroffenheit über diese Vorgänge.
 
Last edited:
@postpartem


Die Nachricht ist nicht verifiziert.
Es ist nicht klar, woher die Bombe kam, die das Krankenhaus traf.
Die Hamas macht Israel dafür verantwortlich. Israel sagt, es war ein Irrläufer der Hamas.
Nicht die Hamas, sondern eine weitere militante Gruppe namens Islamic Jihad. Zuvor gab es einen dann zurückgezogenen Tweet, wo die IDF das als Erfolg gegen eine Raketenstellung der Hamas feierte. Augenzeugen und Videoaufnahmen berichten von einem charakteristischen Geräusch, das angeblich nur israelische Raketen haben. Die Aussagen beider Seiten sind bis zur Vorlage echter Beweise mit Vorsicht zu genießen.

Das Gefährliche an diesem Geschehen ist, dass dies als Grund/Vorwand zur Ausweitung des Konflikts genutzt werden könnte.
 
Last edited:
Dies hat nichts mit meiner Haltung zu tun, sondern meiner Betroffenheit über diese Vorgänge.

Da du deine Betroffenheit nur über die Aufzählung der Opfer auf der einen Seite ausdrückst, erweckst du zwangsläufig den Eindruck einer Haltung.

Im Moment sterben Menschen
Jeden Tag sterben Menschen in Kriegen.
Ist eine spannende Frage wo unser aller Betroffenheit anfängt und wo es uns eigentlich egal ist.
Bei Konflikten, die nicht im medialen Fokus stehen, ist die Betroffenheit selten sehr groß.


Lieben Gruss
Mayia
 
Die Palästinenser sollen froh sein, dass Israel sie endlich von der Hamas befreit.
Mit dieser "Interessenvertretung" kommen sie auf keinen grünen Zweig.
Mit ihrer verfeindeten Bruderorganisation-- der Fatah, die das Westjordanland regiert-- übrigens auch nicht.

Die Palästinenser müssen sich endlich emanzipieren und weg vom Opfer-Narrativ und dürfen es sich nicht mehr so einfach machen, für alles was bei ihnen schief läuft, Israel die Schuld zu geben.

Seit 30 Jahren -- seit Oslo-- gibt es nun die palästinensischen Autonomiegebiete. Seit 2007 hat Israel Gaza geräumt.

Die Palästinenser haben in der ganzen Zeit nix auf die Reihe bekommen!
Statt endlich eine vernünftige Koexistenz mit Israel zu leben lassen sie sich von der Hamas immer noch das Märchen von "Free Palestine" erzählen, das vom Jordan bis zum Roten Meer reichen wird, was also das Verschwinden des Staates Israel voraussetzt.

Die Palästinenser haben es selbst verk***! Sie haben es selbst verpaddelt!

Das wird nach diesem Krieg hoffentlich anders.
 
Da du deine Betroffenheit nur über die Aufzählung der Opfer auf der einen Seite ausdrückst, erweckst du zwangsläufig den Eindruck einer Haltung.


Jeden Tag sterben Menschen in Kriegen.
Ist eine spannende Frage wo unser aller Betroffenheit anfängt und wo es uns eigentlich egal ist.
Bei Konflikten, die nicht im medialen Fokus stehen, ist die Betroffenheit selten sehr groß.


Lieben Gruss
Mayia
Das mag ja sein, dass der Eindruck entsteht, aber das ist nicht so. Das Vorgehen der Hamas war abscheulich, das Leid der Opfer und Hinterbliebenen geht mir genauso nahe, wie das der Unschuldigen, die jetzt unter dem Konflikt leiden, auf beiden Seiten. Bitte beachte meine vorherigen Posts, mir geht und ging es vornehmlich um Kriegsverbrechen, die beide Seiten begangen haben und weiterhin begehen.

Was den medialen Fokus angeht, stimme ich dir zu.
 
Das Tragische an diesem Konflikt ist, dass Lösungen für das territoriale Problem -- einen möglichen Staat Palästina, der Status von Jerusalem, etc.-- schon seit Jahrzehnten vorliegen.
Es gibt Blaupausen dafür: Eine Zweistaaten-Lösung, eine föderale Lösung, etc. (Die "Clinton-Parameters", die "Road Map", etc.).

Es scheitert bisher am Unwillen und Misstrauen beider Seiten.

Auf israelischer Seite wäre da in erster Linie die Siedlungspolitik zu nennen. Das zerklüftet einen möglichen Staat Palästina.
Aber die Hauptschuld an der ganzen Sache trägt die palästinensische Seite, allen voran die Hamas, da sie das Thema religionisiert.

Israel will nur eines: Dass man seine Existenz anerkennt und endlich damit aufhört, es zu terrorisieren.

Ich denke, das ist nachvollziehbar und nicht zu viel verlangt.
 
@Mainz 05 stellt Spieler frei!

Der Spieler Anwar El-Ghazi-- der seine Solidarität mit den Palästinensern mit dem denkwürdigen Post "Free Palestine vom Jordan bis zum Mittelmeer" bekundete, was eine unverhüllte Aufforderung zur Auslöschung Israels darstellt-- wurde von Mainz 05 mit sofortiger Wirkung freigestellt!
 
Es scheitert bisher am Unwillen und Misstrauen beider Seiten.
Oder einem fehlenden Unrechtsbewusstsein auf beiden Seiten, ohne Empathie und Verständnis füreinander. Wie in diesem Klima von fortwährendem und immer wieder eskalierenden Hass eine Lösung gefunden werden kann, weiß ich nicht, denn bei solchen Gegebenheiten rational tragbare Kompromisse zu finden, erscheint mir fast unmöglich.

Für mich ist es nur schwer vorstellbar, wie traumatisch das Leben in der Region da für beide Seiten sein muss. Auf der Gaza-Seite auf engstem Raum "im größten Freiluft-Gefängnis der Welt" eingesperrt zu sein, in grausamer Armut, ohne Perspektiven, entrechtet, vertrieben aus dem eigenen Land, in denen es "den anderen" jetzt so viel besser geht.

Auf der anderen Seite ständig Terror und Bedrohungen ausgesetzt zu sein, gegen die man im Grunde wehrlos ist, denn, wie man nun wieder überdeutlich sah, helfen auch die hochentwickeltsten Überwachungs- und Schutzmaßnahmen nicht zwangsläufig.

Für beide Seiten ist, wenn auch für die Palästinenser aufgrund ihrer Altersstruktur für die meisten keine echte, sondern nur tradierte Erinnerung, das ehemalige Palästina ihr Land. Und ich denke, was auch immer weiter und in der Zukunft geschieht, solange sich dieses Bewusstsein nicht ändert, wird sich auch am Konflikt nichts ändern.

Es mag sein, dass die Hamas zerschlagen wird, zumindest ihre militärischen Kapazitäten, aber an dem Hass und dem angesprochenen Bewusstsein wird das nichts ändern. Die Wahrscheinlichkeit, dass es eine wie auch immer geartete Folge-Organisation gibt, ist in meinen Augen sehr hoch.

Ich habe mich in meiner Zeit in England sehr intensiv mit der IRA beschäftigt, als ich dort lebte, wurde noch munter gebombt. So auch der Pub, in dem ich unregelmäßig im Westend mein Lunch mit Kollegen einnahm. An einem Tag verfluchten wir unseren Direktor, weil er ein Meeting überzog, und wir später als sonst zum Lunch rausgingen. Wäre das nicht geschehen, wäre ich jetzt wohl tot, denn der Pub wurde ein Ziel für die IRA.

Für die Engländer waren die Mitglieder der IRA Terroristen, für die vielen Iren, mit denen ich zusammenlebte und mich lange unterhielt, Freiheitskämpfer. Der Terror für sie das einzige Mittel und probate Mittel des Widerstands, aufgrund des militärischen Ungleichgewichts. Dass dort am Ende eine Lösung gefunden wurde, erschien damals auch unmöglich, aber gibt zumindest eine vage Hoffnung für die sicherlich erheblich verfahrenere Situation im nahen Osten.
 
Da du deine Betroffenheit nur über die Aufzählung der Opfer auf der einen Seite ausdrückst, erweckst du zwangsläufig den Eindruck einer Haltung.


Jeden Tag sterben Menschen in Kriegen.
Ist eine spannende Frage wo unser aller Betroffenheit anfängt und wo es uns eigentlich egal ist.
Bei Konflikten, die nicht im medialen Fokus stehen, ist die Betroffenheit selten sehr groß.


Lieben Gruss
Mayia
Wie soll man denn von Konflikten betroffen sein von denen man nichts gehört hat?
Warum wird gerade über den Konflikt gesprochen und nicht über einen z.B. in Afrika? Nun in erster Linie weil es uns auch betreffen könnte. Und die menschliche Natur ist nun einmal so gestickt, dass man sich für das am ehesten interessiert, was einen auch selber betreffen könnte.

Nach deinem Argument könnte man aber eigentlich so gut wie alles getrost ignorieren. In Belgien hat ein Terrorist zwei Schweden erschossen. Warum wird bitte schön darüber berichtet? In Chicago werden jeden Tag irgendwelche Menschen erschossen....
 
Nach deinem Argument könnte man aber eigentlich so gut wie alles getrost ignorieren.

Nach meinem Argument ignoriert man ständig 99% und reitet die Kuh, die durchs Dorf getrieben wird. Solange bis die nächste kommt.

Ich finde das ist etwas, was man sich bei jeder Nachricht bewusst machen sollte.

In Brüssel wurden zwei Schweden aus rassistischen Motiven getötet.
Ich lese die Nachricht.
Das ist grausam, es macht mich betroffen, ich verurteile das.

Und jetzt? Gerade Terror zielt darauf ab Menschen in Angst zu versetzen, einzuschüchtern, womöglich zu Handlungen zu provozieren.

Wenn es eine Lösung für all diese elendigen Teufelskreise aus Hass und Gewalt geben soll, dann muss irgendwann jemand klug genug sein, aufzuhören, sich nicht provozieren zu lassen. Nicht nach Rache und Vergeltung zu schreien.

Hier wurde vorher argumentiert, dass das als Schwäche wahrgenommen werden würde. Ich denk nicht, dass das so wäre.

Lieben Gruss
Mayia
 
Und jetzt? Gerade Terror zielt darauf ab Menschen in Angst zu versetzen, einzuschüchtern, womöglich zu Handlungen zu provozieren.

Wenn es eine Lösung für all diese elendigen Teufelskreise aus Hass und Gewalt geben soll, dann muss irgendwann jemand klug genug sein, aufzuhören, sich nicht provozieren zu lassen. Nicht nach Rache und Vergeltung zu schreien.

Hier wurde vorher argumentiert, dass das als Schwäche wahrgenommen werden würde. Ich denk nicht, dass das so wäre.

Lieben Gruss
Mayia
Okay ich teile deine Einstellung zwar nicht finde sie aber zumindest interessant. Mal angenommen du wärst die Staatschefin von Israel und hättest die uneingeschränkte Macht. Wie genau würdest du denn reagieren?
 
Wenn ein Staatschef oder eine Staatschefin die uneingeschränkte Macht (was genau heißt das?) hat, ist das schon ein Problem an sich.

Ich teile die Haltung, dass Israel versuchen muss die Geiseln zu befreien. Ebenso dürfen die bekannten militärischen Stützpunkte der Hamas angegriffen werden.
Alles darüber hinaus muss so eng wie möglich am Völkerrecht stattfinden. Gegengewalt, die die gleiche Brutalität an den Tag legt, wird keinen Konflikt lösen.

Die Hamas benutzt Zivilisten als Schutzschild. Welchen Preis ist man bereit zu zahlen?
Bislang scheint es keinen überstürzten Einmarsch zu geben. Das finde ich richtig.

Vielleicht kann man die Hamas militärisch besiegen, aber den Gegenseitigen Hass wird das nicht nehmen.

So unrealistisch das momentan klingt, es muss Dialog stattfinden. Kleinste Schritte. Und die Führer beider Seiten müssten eine Vorstellung einer friedlichen Zukunft entwickeln und ihre Landsleute davon überzeugen.

Wenn das nicht stattfindet, wird kein Teufelskreis gebrochen.
Und selbstverständlich gilt dafür als Grundlage, dass beide Seiten der jeweils anderen ein Existenzrecht zugestehen.

Wäre ich also die Chefin mit uneingeschränkter Macht, ich würde versuchen einen Schritt auf meinen Gegner zuzugehen.

Lieben Gruss
Mayia
 
Mit uneingeschränkter Macht meinte ich, dass du bestimmen kannst was passiert. Netanjahu hat das ja nur beschränkt, da er immer noch nur Teil einer Regierung ist. Er kann weder von selbst bestimmen einen Atombombe in den Gazastreifen zu werfen noch kann er auf die Terrorakte gar nicht reagieren. Bzw. wenn er das machen würde wäre er wohl schnell sein Amt los.
Diese Beschränkungen hättest du al Staatschefin in meinem Beispiel nicht. Das wollte ich damit sagen.

Den Konflikt dort unten gibt es ja nun schon einige Jahrzehnte. Und es hat ständig Versuche gegeben sich zu einigen oder näher zu kommen. Aber die Hamas hat sich das Ziel gesetzt alle Juden weltweit zu töten und keinen einzigen Zentimeter "ihres" Landes den Israeliten zu lassen. Da gibt es für mich sehr wenige mögliche Kompromisse die man eingegeben kann.
"Hey, tötet einfach die Hälfte aller Juden, so als Kompromiss?"
Wohl kaum.

Israel steckt auch zeitlich in der Zwickmühle. Schieben sie den Einmarsch zu lange, werden sie irgendwann die Sympathien und das Verständnis für einen Gegenschlag verlieren. Noch haben die Menschen die Bilder ses Terroranschlags im Gedächtnis. Aber es wird sehr bald auch sehr unschöne Bilder aus dem Gata geben. Tote Kinder und Zivilisten werden da auch dabei sein....

Israel konnte aber auch nicht sofort zuschlagen. Man hat der Zivilbevölkerung zumindest die Chance gegeben aus dem direkten Schlachtfeld zu fliehen. Das rechen ich ihnen hoch an.
Ein weiterer Grund für das Warten hat wohl aber militärische Gründe und zwar hängt es mit der Wetterlage und der damit nicht optimalen Aufklärung zu tun.

Was ich kritisch sehe ist, dass die Bevölkerung sogar von der Wasserversorgung abgeschnitten war. Das haben selbst einige Israel-Befürworter kritisiert.

Dialoge und ein aufeinander Zugehen wären der Idealfall, da gebe ich dir uneingeschränkt Recht. Aber das wurde aus meiner Sicht seit Jahrzehnten versucht und wenn die Hamas nur den absoluten Sieg über Israel auf die Fahnen geschrieben hat wird jedwede Diplomatie versagen.
 
Und jetzt? Gerade Terror zielt darauf ab Menschen in Angst zu versetzen, einzuschüchtern, womöglich zu Handlungen zu provozieren.

Wenn es eine Lösung für all diese elendigen Teufelskreise aus Hass und Gewalt geben soll, dann muss irgendwann jemand klug genug sein, aufzuhören, sich nicht provozieren zu lassen. Nicht nach Rache und Vergeltung zu schreien.

Das halte ich für naiv. Es klingt wie, halte auch die andere Backe hin, wenn du eine geknallt bekommst. Ich glaube, eher das Gegenteil ist der Fall. Seit 100 Jahren versucht man dort unten auf diplomatischem Weg Ruhe zu schaffen. Die kriegerischen Auseinandersetzungen waren im Vergleich dazu zeitlich sehr begrenzt. Gebracht hat die Diplomatie überhaupt nichts. Auch ohne dafür jemandem die Schuld zuzuweisen, kann man das in meinen Augen so diagnostizieren. Unter dem Strich wirkt doch nur die militärische Lösung, was letztlich auch nur eine Umschreibung für Töten ist. Die großen Konflikte wurden alle nur militärisch beigelegt, sei es Deutschland im 2. Weltkrieg, die Amis in Vietnam. die Serben im Jugoslawienkrieg oder der IS in Arabien. Man muss, so bitter das ist, genug umbringen, bis eine Seite aufgibt, keine Lust mehr hat oder geschlagen ist. Für Palästina würde ich die Vertreibung der Deutschen aus den ehemaligen Ostgebieten als Muster sehen. Das war krass, ungerecht und brutal. Aber ein paar Generationen später war auch Ruhe im Karton.
 
Was ich kritisch sehe ist, dass die Bevölkerung sogar von der Wasserversorgung abgeschnitten war. Das haben selbst einige Israel-Befürworter kritisiert.

Ja, ist kritisch. Aber so ist das im Krieg. Die Palästinenser haben die Israelis nun bis aufs Blut gereizt. Jetzt bekommen sie die Quittung dafür. Als Jude würde ich dort auch einmarschieren wollen und so lange Leute umbringen, bis die Geiseln befreit oder ihre Leichen gefunden sind, die Hamas zerschlagen und der Gaza-Streifen wieder annektiert ist. Da geht es um einen winzigsten Landstrich. Wegen dieser kargen Gegend hauen wir alle uns schon lange die Köpfe ein. Es ist ja nicht so, dass die Palästinenser nicht auch schon bei uns gemordet haben. Da muss man mal einen Schlussstrich ziehen, und zwar nun gewaltsam.
 
Da muss man mal einen Schlussstrich ziehen

Was jedoch sehr wahrscheinlich kein Schlussstrich sein wird.
Diese Hoffnung würde ich nun wiederum als naiv bezeichnen.

Lieben Gruss
Mayia
 
Ja, ist kritisch. Aber so ist das im Krieg. Die Palästinenser haben die Israelis nun bis aufs Blut gereizt. Jetzt bekommen sie die Quittung dafür. Als Jude würde ich dort auch einmarschieren wollen und so lange Leute umbringen, bis die Geiseln befreit oder ihre Leichen gefunden sind, die Hamas zerschlagen und der Gaza-Streifen wieder annektiert ist. Da geht es um einen winzigsten Landstrich. Wegen dieser kargen Gegend hauen wir alle uns schon lange die Köpfe ein. Es ist ja nicht so, dass die Palästinenser nicht auch schon bei uns gemordet haben. Da muss man mal einen Schlussstrich ziehen, und zwar nun gewaltsam.
Aber zwischen der israelischen Armee und der Hamas gibt es noch deutliche Unterschiede. Israel hält sich noch an gewisse Grundsätze und würde beispielsweis nie Giftgas einsetzen. Man bemüht sich die Zivilbevölkerung so gut wie möglich zu schonen, was bei der dichten Besiedlung extrem schwer ist. Die Hamas hingegen sind Terroristen denen jedes mittel recht ist. Es mag sein Dass auch israelische Soldaten Kriegsverbrechen begehen. das passiert in jedem Krieg. Aber in der Regel wird es von den Vorgesetzten nicht geduldet und bestraft.

Das Wasser abzudrehen richtet sich aber auch gegen die Zivilbevölkerung und das ist bedenklich zu sehen. glücklicherweise haben sie das wohl im Süden wo die Flüchtlinge hin sollen wieder aufgehoben und es gibt dort wieder eine Wasserzufuhr.
 
Was jedoch sehr wahrscheinlich kein Schlussstrich sein wird.
Diese Hoffnung würde ich nun wiederum als naiv bezeichnen.

Lieben Gruss
Mayia
Ich glaube er meinte eher einen Schlussstrich bei dem was man sich gefallen lassen kann und bei was man mit Gegengewalt reagieren muss...
 
Oder einem fehlenden Unrechtsbewusstsein auf beiden Seiten, ohne Empathie und Verständnis füreinander. Wie in diesem Klima von fortwährendem und immer wieder eskalierenden Hass eine Lösung gefunden werden kann, weiß ich nicht, denn bei solchen Gegebenheiten rational tragbare Kompromisse zu finden, erscheint mir fast unmöglich.

Für mich ist es nur schwer vorstellbar, wie traumatisch das Leben in der Region da für beide Seiten sein muss. Auf der Gaza-Seite auf engstem Raum "im größten Freiluft-Gefängnis der Welt" eingesperrt zu sein, in grausamer Armut, ohne Perspektiven, entrechtet, vertrieben aus dem eigenen Land, in denen es "den anderen" jetzt so viel besser geht.

Auf der anderen Seite ständig Terror und Bedrohungen ausgesetzt zu sein, gegen die man im Grunde wehrlos ist, denn, wie man nun wieder überdeutlich sah, helfen auch die hochentwickeltsten Überwachungs- und Schutzmaßnahmen nicht zwangsläufig.

Für beide Seiten ist, wenn auch für die Palästinenser aufgrund ihrer Altersstruktur für die meisten keine echte, sondern nur tradierte Erinnerung, das ehemalige Palästina ihr Land. Und ich denke, was auch immer weiter und in der Zukunft geschieht, solange sich dieses Bewusstsein nicht ändert, wird sich auch am Konflikt nichts ändern.

Es mag sein, dass die Hamas zerschlagen wird, zumindest ihre militärischen Kapazitäten, aber an dem Hass und dem angesprochenen Bewusstsein wird das nichts ändern. Die Wahrscheinlichkeit, dass es eine wie auch immer geartete Folge-Organisation gibt, ist in meinen Augen sehr hoch.

Ich habe mich in meiner Zeit in England sehr intensiv mit der IRA beschäftigt, als ich dort lebte, wurde noch munter gebombt. So auch der Pub, in dem ich unregelmäßig im Westend mein Lunch mit Kollegen einnahm. An einem Tag verfluchten wir unseren Direktor, weil er ein Meeting überzog, und wir später als sonst zum Lunch rausgingen. Wäre das nicht geschehen, wäre ich jetzt wohl tot, denn der Pub wurde ein Ziel für die IRA.

Für die Engländer waren die Mitglieder der IRA Terroristen, für die vielen Iren, mit denen ich zusammenlebte und mich lange unterhielt, Freiheitskämpfer. Der Terror für sie das einzige Mittel und probate Mittel des Widerstands, aufgrund des militärischen Ungleichgewichts. Dass dort am Ende eine Lösung gefunden wurde, erschien damals auch unmöglich, aber gibt zumindest eine vage Hoffnung für die sicherlich erheblich verfahrenere Situation im nahen Osten.
@postpartem

Der deutsch-israelische Historiker Michael Wolffsohn hat das meines Erachtens in seinem Standardwerk "Wem gehört das Heilige Land?" prima auf den Punkt gebracht mit der Formel: "Es geht nicht um Recht gegen Unrecht. Es geht um Unrecht gegen Unrecht."

Ich denke, er will damit sagen, beide Parteien haben in der Vergangenheit Unrecht begangen.

Das ist aber für die aktuelle Situation uninteressant.
Die Hamas hat einen perversen Terroranschlag gegen israelische Zivilisten ausgeführt.
Weshalb sich mein Bedauern mit den Opfern des getroffenen Krankenhauses auch in engen Grenzen hält.
 
Ja, ist kritisch. Aber so ist das im Krieg. Die Palästinenser haben die Israelis nun bis aufs Blut gereizt. Jetzt bekommen sie die Quittung dafür. Als Jude würde ich dort auch einmarschieren wollen und so lange Leute umbringen, bis die Geiseln befreit oder ihre Leichen gefunden sind, die Hamas zerschlagen und der Gaza-Streifen wieder annektiert ist. Da geht es um einen winzigsten Landstrich. Wegen dieser kargen Gegend hauen wir alle uns schon lange die Köpfe ein. Es ist ja nicht so, dass die Palästinenser nicht auch schon bei uns gemordet haben. Da muss man mal einen Schlussstrich ziehen, und zwar nun gewaltsam.
@Quinn68

Korrekt.
So ist das im Krieg...Hätte sich die Hamas vielleicht mal vor dem Anschlag überlegen sollen, was das für Folgen haben könnte...
 
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