Analyse: erpan und die weibliche Lust

Mein lieber Auden,

du willst offenbar nicht verstehen, was ich sagte: Wenn Frauen durch bloßes Betrachten von fickenden Affen Zeichen sexueller Erregung zeigten (was unbestritten ist), dann konnte das nur auf Befehl ihrer Gehirne geschehen – die Behauptungen der Frauen, die Bilder hätten sie im Kopf eigentlich kalt gelassen, können daher getrost ins Reich der Fabeln verwiesen werden.

Und auf den stärksten Argument bis du gar nicht eingegangen: Es gibt Berichte von Frauen, die während ihrer eigenen Vergewaltigung zum Orgasmen kamen. Willst du diese Berichte, die ja für Frauen, die sie verfassten, durchaus peinlich sein durften, einfach weiter ignorieren?
 
Frage, "Erpan."

Mein lieber Auden,

du willst offenbar nicht verstehen, was ich sagte: Wenn Frauen durch bloßes Betrachten von fickenden Affen Zeichen sexueller Erregung zeigten (was unbestritten ist), dann konnte das nur auf Befehl ihrer Gehirne geschehen – die Behauptungen der Frauen, die Bilder hätten sie im Kopf eigentlich kalt gelassen, können daher getrost ins Reich der Fabeln verwiesen werden.

Und auf den stärksten Argument bis du gar nicht eingegangen: Es gibt Berichte von Frauen, die während ihrer eigenen Vergewaltigung zum Orgasmen kamen. Willst du diese Berichte, die ja für Frauen, die sie verfassten, durchaus peinlich sein durften, einfach weiter ignorieren?

Es ist schon ne Weile her, daß ich Chivers gelesen habe.

Mit der Tatsache, dass Frauen während ihrer eigenen Vergewaltigung zum Orgasmus kamen, willst du hoffentlich nicht behaupten, die Vergewaltigung hätte ihnen Spaß gemacht???
Das ist ne Frage und keine Unterstellung.
Ich kenne einige Vergewaltigungsopfer und hab einige Prozesse über Vergewaltigung erlebt.
Es gibt Männer, die betrachten so etwas immer noch als Kavaliersdelikt. Kaum zu glauben, aber es ist (leider) so.
Viele Frauen leiden noch Jahre nach der Vergewaltigung unter seelischen und körperlichen Folgen.
lg
"rosi"(Johannes)
 
Mit der Tatsache, dass Frauen während ihrer eigenen Vergewaltigung zum Orgasmus kamen, willst du hoffentlich nicht behaupten, die Vergewaltigung hätte ihnen Spaß gemacht???
Das weiß ich nicht, aber Orgasmus macht normalerweise Spaß. In diesem Fall ungewollt Spaß. Das war auch der Grund dafür, dass früher manche Vergewaltigungsopfer die Tat nicht anzeigten. Weil sie irrtümliche Weise glaubten, der erfahrene sexuelle Genuss würde als Einverständnis zur Tat gewertet werden. Bis in die 50er Jahre hinein war das auch Gerichtspraxis – der Mann bekam mildernde Umstände, wenn die Frau Orgasmus bekam.


Es gibt Männer, die betrachten so etwas immer noch als Kavaliersdelikt. Kaum zu glauben, aber es ist (leider) so.
Das mag sein, aber die Rechtsprechung ist heute eindeutig: Eine Vergewaltigung bleibt eine Vergewaltigung, der eventuelle Genuss der Frau spielt keine Rolle.


Viele Frauen leiden noch Jahre nach der Vergewaltigung unter seelischen und körperlichen Folgen.
Natürlich ist dem so, und es dürfte sogar die weit überwiegende Zahl der Frauen sein, die so empfinden. Aber es gibt eben auch welche, die wie gesagt ungewollt zum Orgasmus kommen.

Und das ist genau das, was Auden James bestreitet. Er sagt: Ungewollte Orgasmen gäbe es nicht, ja es kann sie nicht geben, weil der Kopf dabei die entscheidende Rolle spielte. Er überschätzt eben die Rolle des Willens, meint, nur wenn man will, kann man einen Orgasmus erleben.

Wenn dem so einfach wäre! Als ob man nur einen Schalter im Kopf umlegen müsste, um einen Orgasmus zu bekommen oder nicht zu bekommen. Es gibt eben viele, die bekommen keinen, obwohl sie ihn wollen, und andere, die nicht wollen und bekommen ihn trotzdem. Das ist altbekannt, nur hier gibt es Widerstände, diese Tatsachen anzuerkennen – ich nehmen an, aus moralischen Gründen: Es kann nicht sein, was nicht sein darf!
 
Danke für die Infos, "Erpan"

Das weiß ich nicht, aber Orgasmus macht normalerweise Spaß. In diesem Fall ungewollt Spaß. Das war auch der Grund dafür, dass früher manche Vergewaltigungsopfer die Tat nicht anzeigten. Weil sie irrtümliche Weise glaubten, der erfahrene sexuelle Genuss würde als Einverständnis zur Tat gewertet werden. Bis in die 50er Jahre hinein war das auch Gerichtspraxis – der Mann bekam mildernde Umstände, wenn die Frau Orgasmus bekam.


Das mag sein, aber die Rechtsprechung ist heute eindeutig: Eine Vergewaltigung bleibt eine Vergewaltigung, der eventuelle Genuss der Frau spielt keine Rolle.


Natürlich ist dem so, und es dürfte sogar die weit überwiegende Zahl der Frauen sein, die so empfinden. Aber es gibt eben auch welche, die wie gesagt ungewollt zum Orgasmus kommen.

Und das ist genau das, was Auden James bestreitet. Er sagt: Ungewollte Orgasmen gäbe es nicht, ja es kann sie nicht geben, weil der Kopf dabei die entscheidende Rolle spielte. Er überschätzt eben die Rolle des Willens, meint, nur wenn man will, kann man einen Orgasmus erleben.

Wenn dem so einfach wäre! Als ob man nur einen Schalter im Kopf umlegen müsste, um einen Orgasmus zu bekommen oder nicht zu bekommen. Es gibt eben viele, die bekommen keinen, obwohl sie ihn wollen, und andere, die nicht wollen und bekommen ihn trotzdem. Das ist altbekannt, nur hier gibt es Widerstände, diese Tatsachen anzuerkennen – ich nehmen an, aus moralischen Gründen: Es kann nicht sein, was nicht sein darf!

Ich muss mir die Statements von "AJ" nochmal durchlesen (sind ja immer recht lang), aber WILLE und ORGASMUS, WILLE und (guter)SEX schließen sich eigentlich aus.
WILLE und SEX- das klingt nach Leistung, und grade dieser Begriff sollte in der Sexualität nichts verloren haben.
SEX kennzeichnet sich doch vor allem dadurch aus, dass man die Kontrolle aufgibt (genau das sagt eigentlich der Begriff HINGABE).
lg
"rosi"(Johannes)
 
Ich muss mir die Statements von "AJ" nochmal durchlesen (sind ja immer recht lang), aber WILLE und ORGASMUS, WILLE und (guter)SEX schließen sich eigentlich aus.
WILLE und SEX- das klingt nach Leistung, und grade dieser Begriff sollte in der Sexualität nichts verloren haben.
SEX kennzeichnet sich doch vor allem dadurch aus, dass man die Kontrolle aufgibt (genau das sagt eigentlich der Begriff HINGABE).
lg
"rosi"(Johannes)

Uhm ...
Momentchen.
Mag ja sein, dass einer die Kontrolle aufgibt. Aber ich stelle mir gerade ein x-beliebiges Powerplay vor, in dem auch der dominante Part die Kontrolle aufgibt.
Da bräuchten wir dann schlimmstenfalls PB und seine Leute recht schnell vor Ort.

Hingabe ist in meinen Augen außerdem eher etwas, dass mit Aufgabe oder 'sich fallen lassen' nur bedingt zu tun hat.
Wenn sich mir eine Frau hingibt, dann liefert sie sich mir aus. Sie vertraut darauf, dass ich das in mich gesetzte Vertrauen nicht missbrauchen werde.
Das ist etwas, dass absolut auf Gegenseitigkeit beruhen kann und keine Aufgabe der Kontrolle beinhaltet. Es ist lediglich eine Rahmenbedingung.
Sich fallen zu lassen kommt aber nur dann in Frage, wenn der andere den kontrollierten Part übernimmt. Sonst könnte es schlicht schmerzhaft werden.

Es mag jene gesegneten Momente geben, in denen sich der eine fallen lässt und auch der andere sich zumindest ein Stück weit gehen lassen kann. Weil es gerade harmoniert und passt.
Aber wenn sich beide völlig fallen lassen, geht das schief.
 
Zustimmung, "Kojote", aber...

Uhm ...
Momentchen.
Mag ja sein, dass einer die Kontrolle aufgibt. Aber ich stelle mir gerade ein x-beliebiges Powerplay vor, in dem auch der dominante Part die Kontrolle aufgibt.
Da bräuchten wir dann schlimmstenfalls PB und seine Leute recht schnell vor Ort.

Hingabe ist in meinen Augen außerdem eher etwas, dass mit Aufgabe oder 'sich fallen lassen' nur bedingt zu tun hat.
Wenn sich mir eine Frau hingibt, dann liefert sie sich mir aus. Sie vertraut darauf, dass ich das in mich gesetzte Vertrauen nicht missbrauchen werde.
Das ist etwas, dass absolut auf Gegenseitigkeit beruhen kann und keine Aufgabe der Kontrolle beinhaltet. Es ist lediglich eine Rahmenbedingung.
Sich fallen zu lassen kommt aber nur dann in Frage, wenn der andere den kontrollierten Part übernimmt. Sonst könnte es schlicht schmerzhaft werden.

Es mag jene gesegneten Momente geben, in denen sich der eine fallen lässt und auch der andere sich zumindest ein Stück weit gehen lassen kann. Weil es gerade harmoniert und passt.
Aber wenn sich beide völlig fallen lassen, geht das schief.

...mir ging es hauptsächlich um den Gegensatz zwischen Orgasmus und Wille. Um die absurde Behauptung von "AJ", eine Frau könne keinen Orgasmus haben, wenn sie ihn nicht will
Der Orgasmus unterliegt ebenso wenig unserem Willen wie eine Erektion (es sei denn, man heißt RON JEREMY. -Lach-)
Im Übrigen finde ich, wir sollten Sex nicht zu sehr intellektualisieren.
Der Intellekt hat in sehr vielen Bereichen seine Berechtigung und ist nützlich- im Bereich der Sexualität spielt er aber nur eine untergeordnete Rolle.
lg
"rosi"(Johannes)
 
Ich denke, ich verstehe, was du meinst, Rosi.
Aber ich bin nicht deiner Meinung.
Ich bin ein Kopfmensch. Aber ich behaupte mal, dass ich meine Emotionen nicht unterdrücke, sondern sie lediglich über mein denken steuere, auch wenn sie sehr stark werden.
Das gilt auch für den Sex. Und es gilt besonders für den Sex, dass ich ein Kopfmensch bin.
Würde ich nicht einiges an Denkarbeit darin investieren, dass mein Sexleben interessant bleibt, wäre es vermutlich schon vor Jahren eingeschlafen und würde irgendwo unter der statistischen Durchschnittsmenge verrecken.
Da ich mir aber dauernd neue oder abgewandelte Spielereien ausdenke, tut es das nicht.

Zu deiner Kernaussage über AJ's Meinung:
Ich stimme dir hier wohl eher zu als ich AJ zustimme.
Gewisse, körperliche Reaktionen lassen sich ab einem gewissen Pukt nicht mehr unterdrücken. Das gitl auf für Frauen.
Es gibt allerdings sehr wohl einen Unterschied im Gefühl, wenn man den Orgasmus zulässt, oder wenn man ihn zu unterdrücken versucht.
 
"Kojote", es ist wohl...

Ich denke, ich verstehe, was du meinst, Rosi.
Aber ich bin nicht deiner Meinung.
Ich bin ein Kopfmensch. Aber ich behaupte mal, dass ich meine Emotionen nicht unterdrücke, sondern sie lediglich über mein denken steuere, auch wenn sie sehr stark werden.
Das gilt auch für den Sex. Und es gilt besonders für den Sex, dass ich ein Kopfmensch bin.
Würde ich nicht einiges an Denkarbeit darin investieren, dass mein Sexleben interessant bleibt, wäre es vermutlich schon vor Jahren eingeschlafen und würde irgendwo unter der statistischen Durchschnittsmenge verrecken.
Da ich mir aber dauernd neue oder abgewandelte Spielereien ausdenke, tut es das nicht.

Zu deiner Kernaussage über AJ's Meinung:
Ich stimme dir hier wohl eher zu als ich AJ zustimme.
Gewisse, körperliche Reaktionen lassen sich ab einem gewissen Pukt nicht mehr unterdrücken. Das gitl auf für Frauen.
Es gibt allerdings sehr wohl einen Unterschied im Gefühl, wenn man den Orgasmus zulässt, oder wenn man ihn zu unterdrücken versucht.

...eine Frage der Balance und des Timings.

Es gilt wohl auch beim Sex: Balance zwischen Schw...(Mös...) und Hirn.

Wie wußte schon der olle Jopi Heesters: "Es kommt auf die Sekunde an."
lg
"rosi"(Johannes)
 
Es gilt wohl auch beim Sex: Balance zwischen Schw...(Mös...) und Hirn.
Dass ich das noch erlebe: Dass einer in einem Sex-Forum wie unserem, Wörter wie Schwanz und Möse nicht ausschreibt, sondern sich wie ein Schüchterner hinter die Pünktchen versteckt!
 
Dass ich das noch erlebe: Dass einer in einem Sex-Forum wie unserem, Wörter wie Schwanz und Möse nicht ausschreibt, sondern sich wie ein Schüchterner hinter die Pünktchen versteckt!

Das hat nur vermutlich nichts mit den Wörtern Schwanz und Möse zu tun, sondern liegt einfach an den Stilschwächen (oder gar der Stilunfähigkeit?) Rosetteroticas.
 
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