Djinn68
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- May 29, 2023
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Ich habe auch kein Problem damit, wenn Leserinnen bei meinen Geschichten geil werden.
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Ich habe auch kein Problem damit, wenn Leserinnen bei meinen Geschichten geil werden.
Hm ... Ich schreibe in erster Linie für mich. Wenn das dann letztendlich bedeutet, dass ich für Männer schreibe, weil ich ein Mann bin ... OK.
Ich habe auch kein Problem damit, wenn Leserinnen bei meinen Geschichten geil werden.
swriter
Na das ist doch supi.
Darum perlt Kritik ja auch an dir ab wie Wasser auf einem Lotusblatt ;-)
Aber im Ernst, wenn uns selbst das Schreiben keinen Spaß machen würde, würden wir es ja nicht tun. Und wenn wir nicht doch für ein Publikum arbeiten würden, dann würden wir auch nichts veröffentlichen.
Lieben Gruss
Mayia
Das geht mir ähnlich, ich schreibe auch meist das, was gerade aus dem Kopf mussNa das ist doch supi.
Darum perlt Kritik ja auch an dir ab wie Wasser auf einem Lotusblatt ;-)
jo, so issesAber im Ernst, wenn uns selbst das Schreiben keinen Spaß machen würde, würden wir es ja nicht tun. Und wenn wir nicht doch für ein Publikum arbeiten würden, dann würden wir auch nichts veröffentlichen.
Lieben Gruss
Mayia
Ich muss mal ganz kurz einwerfen, dass ich bisher offensichtlich missverstanden wurde.Lieber @swriter
Ich stimme Dir nur Teilweise zu, wir wären nicht mehr beim Thema:
Was die Daten betrifft: Die könnten einen Hinweis liefern, wären aber mit Vorsicht zu geniessen:
- Es ist m.E. durchaus von Relevanz, ob es geschlechtsspezifische Unterschiede gibt (ob evolutionär, gesellschaftlich oder anderweitig bedingt, spielt keine, oder nur eine untergeordnete Rolle), die vielleicht auf Verstandesebene in der Essenz begriffen werden können, z.B. durch Analogien (siehe Schwanz- versus Titten-Vergleich), aber nicht emotional. Ob es dies überhaupt gibt, bleibt für mich weiterhin offen.
- @Mayia's Einwurf hat ebenfalls Relevanz: Wenn denn an der Behauptung etwas dran wäre, dass Männer mehr Weibliches verstehen würden, als Frauen Männliches, dann liesse sich daraus schliessen, dass Männer Lesbisch besser können, als Frauen Schwul. Wie schon gesagt, ist und bleibt für mich diese Behauptung von @bustyposer so lange haltlos, bis sie belegt ist.
The Internet: where men are men, women are men, and children are FBI agents.
Für mich selbst habe ich ja inzwischen die Frage in diesem Thread beantwortet: Vielleicht könnte ich, traue mich aber derzeit nicht.
Allgemein gesehen bin ich indes zur Vermutung gelangt, dass das Geschlecht des schreibenden Menschen eine untergeordnete Rolle spielen muss und (stattdessen) die individuellen Stärken und Schwächen ausschlaggebend sind: Einfühlungsvermögen, Erfahrungsschatz, Schreibtalent sind viel wichtiger bzw. entscheidender als das jeweilige Geschlecht - selbst wenn sich herausstellen sollte, dass ein Quentchen an "geschlechtsspezifischen Unverständnis" immer übrigbleiben wird.
Frage an die Runde: Könnte es sein, dass ein schwuler Mann besser "Lesbisch könnte" als eine hetero Frau, weil er möglicherweise mehr "Schnittmenge" mitbringt?
Liebe Grüsse
Djinn
Wie denkt SIE über mich? Bin ich ihr vielleicht nicht ebenbürtig? Hat sie mehr Erfahrung? Sind meine Beine zu fett? Wie meinte sie das genau, was sie eben gesagt hat? War das eine Spitze gegen mich? Soll ich den ersten Schritt machen? Oder soll ich der Sache mehr Raum geben?
Dem liegt ebenso die Behauptung zugrunde Frauen wären primär gefühlsorientiert und Männer primär analytisch, wo sind die Belege dafür? Dabei gelte es dann zusätzlich noch zwischen primär und und mehrheitlich zu unterscheiden.müssten wir zuerst unser primär analytisches Denken über Bord werfen und uns gefühlsorientierter Beschreibung annähern können
Was genau ist denn an der Situation anders?aber das ist eine andere Situation.
Aber einfache Behauptungen in den Raum zu werfen, dass traust du dir zu. Na das bringt eine Diskussion aber leider nicht voran.Dieses Thema ist so komplex, dass ich mir hier weitere Argumentation nicht zutraue
Liebe Mayia,Du versuchst einen Unterschied zwischen Männern und Frauen herbeizureden, den es nicht gibt.
Es mag deinem Selbstverständnis und deiner anekdotischen Evidenz entsprechen, aber lege doch einmal stichfeste Belege darüber hinaus vor.
Eigentlich habe ich gar nicht dreist irgendeine steile These in die Runde geworfen sondern nur einfach den Grund benannt, warum ich dir die Kraft eines Fetish nicht erklären kann. Das Ganze verband sich nochmal mit Vampiren, die zwar normalerweise die Sonne nicht sehen, aber in deiner Geschichte davon träumen mit Cocktail am Strand zu liegen.Dem liegt ebenso die Behauptung zugrunde Frauen wären primär gefühlsorientiert und Männer primär analytisch, wo sind die Belege dafür? Dabei gelte es dann zusätzlich noch zwischen primär und und mehrheitlich zu unterscheiden.
Das eine war berufliche gemeint, da können Frauen oft sehr gut analytisch denken, und das andere ist auf zwischenmenschlicher Ebene. Eine Bekannt ist Schulamtsdirektorin, für diesen Posten muss man sicherlich eine analytische Mindestqualifikation haben. Privat bekommt sie allerdings weniger auf die Kette als mein Sohn als er 7 war.Was genau ist denn an der Situation anders?
Das habe ich weiter oben schon versucht zu erklären. Ich hoffe du siehst es mir nach, dass ich mich ungern wiederhole.Aber einfache Behauptungen in den Raum zu werfen, dass traust du dir zu. Na das bringt eine Diskussion aber leider nicht voran.
Es genügt eben nicht einfach Sachen zu behaupten und sich dann hinter vermeintlich komplexen Argumentationen zu verstecken. Dann nutze doch bitte das dir primär gegebene und analytische Denken und liefere etwas mehr ab als solche Einfältigkeiten.
Ich auch!Ich schreibe das hier im übrigen entspannt und mit einem Lächeln. No hard feelings.
Lieben Gruss
Mayia
Das hast du nochmal ganz gut zusammengefasst, Danke dir. Innerhalb recht anspruchsloser Grenzen, werden wir alle irgendwie die Sicht des anderen Geschlechtes hinbekommen, aber das ist ja nicht der Punkt. Es geht bei einer GUTEN Geschichte ja um weibliches Selbstverständnis, um Haltung, um Attitüde, es geht um typisch weibliche Zweifel oder Denkstrukturen (auch wenn Mayia behauptet es gäbe sie nicht), es geht um Einfühlungsvermögen, um Erinnerungen aus der Kindheit, um Scham, um Selbstvertrauen. ALL DAS muss nicht nur geschrieben werden, es muss GUT geschrieben werden.Ich möchte an der Stelle nur mal einwerfen, dass sich die Diskussion gerade dem Punkt annähert, an dem ich sie von Anfang an gesehen habe. Okay, ich traue mich etwas mehr als das, ich traue mich ein paar Punkte heraus zu arbeiten:
1. Die Aussage, es geht hier nicht ums Physische, um den Akt an sich. Ich kann mir auch vorstellen, mir drei Stunden Grzimeks' Tierabenteuer reinzuziehen, und den Akt der Paviane zu beschreiben (ohne einer zu sein). Das ist noch nicht so herausfordernd.
2. Es geht für mich um etwas schwerer zu beschreibendes: Die Stimmung, die eine Geschichte trägt, die Schwerpunkte, die eine Frau setzt, vielleicht sogar die Sprache an sich. Ich suche mal nach Beispielen für etwas, das für mich "typisch weiblich" ist, und poste sie, wenn ich was finde
Dieser „uneinholbar Rest“ ist genau der Unterschied, den ich meine. Damit hast du es gut auf den Punkt gebracht. Der Unterschied zwischen „durchschnittlich“ und „intensiv“. Zwischen Klassiker und ChatGPT.3. Die Grenzen sind natürlich fließend: Es gibt Frauen, die nicht weiblich schreiben, Männer, die es können, aber im Kern, im Mittel, gibt es m. E. Unterschiede. Und die Frage ist, ob es eine immer einen uneinholbaren Rest gibt. Es gibt Frauen, die laufen die 100 Meter schneller als 99% alle Männer, aber es gibt keine, die den Weltrekord eines Mannes geknackt hat. Ist das als Beispiel nachvollziehbar? Kein Typ ist weiblicher als die weiblichste Frau...
Wenn wir Männer eine Geschichte aus der Sicht eines Mannes schreiben, der lässig ist und der „Eier in der Hose“ hat, dann ließt man in jedem Buchstaben, ob der Autor ebenfalls dieses Lebensgefühl hat, oder ob er einfach nur eine heikle Situation beschreibt, in der man etwas mutig sein muss.

sondern um das, was heraus kommt, wenn ein Kerl lesbischen Sex beschreibt
Lieber @PhlegetonEs geht mir nicht um die Fähigkeit zu bewusster Täuschung über die Identität, sondern um das, was heraus kommt, wenn ein Kerl lesbischen Sex beschreibt - mit dem Ziel, lesbischen Sex zu beschreiben, nicht, als weiblicher Autor in Erscheinung zu treten. Und das unterscheidet sich m. E.
Lieber Djinn68,Lieber @Phlegeton
Inwiefern unterscheidet sich das?
Wenn ich in meiner Geschichte als Ornella in der 1. Person schreibe, dann gaukle ich dem Leser vor, ich sei eine Frau - was ich erklärterweise nicht bin. Sollte mir dann jemals jemand vorwerfen, Ornellas Passagen könnten unmöglich von einem Kerl geschrieben worden sein und daher zwei Personen, eine Autorin und ein Autor, die Geschichte verfasst hätten, dann wäre dies die absolute Adelung (was den hier besprochenen Aspekt betrifft).
Anders gesagt: Wenn sich eine Lesbe in der vom Kerl beschriebenen Figur wiedererkennen würde, dann wäre doch das Ziel erreicht, oder etwas nicht?
Liebe Grüsse
Djinn
Dem hat, soweit ich das überblicke, niemand widersprochen.Was Phlegeton und ich hier so erfolglos versuchen auszudrücken ist, dass es mit zunehmender Länge, mit zunehmender Komplexität und mit zunehmendem Anspruch immer schwieriger (und erfolgloser) für einen Mann werden dürfte, wenn er realistisch versucht aus weiblicher Position zu schreiben.
Vielleicht ist das der Ursprung.dass ich sowas als Mann nicht schreiben könnte.
Lieber @bustyposerUnd eine Lesbe, die sich in der beschriebenen Figur wiedererkannt ist auch denkbar, so lange besagte Lesbe eindimensional denkt und fühlt.
Lieber @Djinn68Lieber @bustyposer
Genau bei solchen Aussagen beginne ich dann zu zweifeln: Will er mir etwas durch Übertreibung mitteilen? Macht er einfach nur Spass? Oder meint er dies dann tatsächlich so?
Die Frage bleibt, vorerst, unbeantwortet.
Wie dem auch sei: Ich glaube nicht, dass das Geschlecht und die sexuelle Ausrichtung als Unterscheidungsmerkmale ausreichen, um alle anderen möglichen menschlichen Gemeinsamkeiten, die wir als Spezies mitbringen (können) zu übetrumpfen, bzw. einen so grossen Graben zu schaffen, dass eine Wiedererkennung nur noch eindimensional stattfinden kann.
Liebe Grüsse
Djinn
So etwas ähnliches gibt es als Serie: Hit & Miss. Die Killerin ist ein präoperaiver Transsexueller. Und dann kommt ein Mann ins Spiel, der dann auch mal über sich nachdenkt. Hat einen recht schrägen Humor... könnte dir also gefallen ;-)Was ich hingegen GERNE lesen würde (gab‘s das hier schon??) ist eine Geschichte von einem (noch in seinem Geburtsgeschlecht lebendem) Transmann, der schwul ist und sich in einen anderen Mann verliebt. Dieser ist hetero und ebenfalls verliebt, weil er ja (noch) eine Frau vor sich hat.
Spannender Stoff! Kann man daraus einen ganzen Roman basteln?