Turnus bei Veröffentlichungen

Mir ist momentan ein Dorn im Auge, dass die Zugriffe auf meine letzten Storys recht verhalten ausfallen.

swriter

Ich wollte es genau wissen.

In den letzten 7 Wochen wurde auf alle meine Geschichten im Durchschnitt 940 mal zugegriffen (bei 284 Storys - Die letzten 4 fallen für den Vergleich raus).

"Die Familiensauna" 3496 mal

"Familienferien" 3224 mal

"Die Aktzeichnung" 2037 mal

"Der Zauberwald" 281 mal

"Die liebe Eigenliebe" 145 mal

"Malcom McBannister 02" 135 mal

Mm ... Ist das nun viel oder wenig? Wenig wundert es, dass der Zugriff auf Familiengeschichten stärker ist als bei "normalen" Geschichten. Aber selbst vermeintlich uninteressante oder schlecht bewertete Geschichten finden ein paar interessierte Leser.

swriter
 
Mir war langweilig, daher habe ich über mich selber recherchiert.

Passend zu dem Thema des Threads:

in diesen Jahren habe ich so viele Geschichten auf Literotica veröffentlicht:

2013: 93
2014: 55
2015. 48
2016: 38
2017: 22
2018: 10
2019: 9
2020: 16
2021: 15

2013 ist leicht erklärt. Ich hatte Jahre zuvor Geschichten geschrieben und gesammelt und wollte so viele wie möglich unter das Volk bringen. Auch bei den folgenden Jahren konnte ich aus den Vollen schöpfen und habe die Texte von meiner Festplatte ins Netz kopiert. 2018 und 2019 - ich weiß gar nicht, warum es da diese Delle gegeben hat. Die letzten beiden Jahre war ich dann wieder aktiver, übertreibe es aber nicht beim Veröffentlichen.

Dann wollte ich wissen, wie lange meine Texte liegen, bevor ich sie veröffentliche. Gerade früher bin ich immer wieder kritisiert worden, weil ich meine Texte angeblich zu schnell veröffentliche und mir nicht genügend Zeit für eine Überprüfung lassen würde. Das war damals schon eine Fehleinschätzung, für 2021 wollte ich es konkret benennen können.

Die Auflistung zeigt die Veröffentlichungen von aktuell zu früher. So viele Monate liegen zwischen Fertigstellung und Veröffentlichung:

7 Monate: "Spielen zu dritt"
6 Monate: "Schwarz ist Trumpf"
60 Monate: "Aus Pech wird Lust"
7 Monate: "Geiles HomeOffice"
26 Monate: "Mutige Mädels"
5 Monate: "Vergleichsficken"
9 Monate: "Der Autokauf"
6 Monate: "Speed-Dating einmal anders"
75 Monate: "Der Videodreh"
60 Monate: "Die Samenspende"
10 Monate: "Ich bin doch nicht schwul"
50 Monate: "Sex ist die beste Therapie"
sofort: "Konsolennotstand"
45 Monate: "Nymphoman"
7 Monate: "Der Stromausfall"

Im Durchschnitt lagen die Geschichten 2 Jahre rum, bevor ich sie eingereicht habe.

Die Geschichte "Konsolennotstand" habe ich mehr oder weniger umgehend veröffentlicht, weil es zeitlich gut in die aktuelle Entwicklung gepasst hat (Playstation 5-Notstand). Zahlreiche andere Texte lagen teilweise über Jahre rum, wurden zwischendurch immer mal wieder gelesen und ausgebessert und am Ende doch auf das Publikum losgelassen.

Stellt mein Veröffentlichungs-Rhythmus etwas Besonderes dar oder verfahren andere Autoren ähnlich?

Und wer jetzt meint, ich will mit meinen vielen Veröffentlichungen angeben oder Werbung für meine Geschichten machen - ja, so unrecht hat derjenige nicht. ;)

swriter
 
Interessante Zahlen. Selbstreflexion ist immer nützlich.

Ich strebe einen Veröffentlichungstakt von einer Geschichte pro Woche an. Das ist schlichtes Marketing: damit ist immer etwas in "Neu" und hat das Potenzial, neue Leser auch auf die anderen Geschichten von mir aufmerksam zu machen.

Wie alt Geschichten sind, finde ich nicht wesentlich. Ich habe auch Texte, die seit 10 oder 12 Jahren auf der Festplatte herumliegen - von alleine werden die aber nicht besser. Sicher kann man mit etwas zeitlicher Distanz frisch und kritisch draufschauen, aber das müssen keine Jahre oder Monate sein. Es reicht, wenn man sich gedanklich davon gelöst hat und mit neuen Augen drangeht. Bei mir ist das oft nach ca. vier Wochen der Fall. Aber ich habe auch schon Storys fertiggeschrieben und am nächsten Tag veröffentlicht.

Andererseits finde ich es sehr nützlich, einen gewissen Bestand an fertigen Geschichten aus den letzten zwei Jahrzehnten parat zu haben. Ich schaffe es nicht jede Woche, einen neu geschriebenen Text abzuschließen. Dann lässt sich eine ältere mal eben rausholen, polieren, und einstellen.
 
Back
Top