US-Waffen-Recht

Jetzt noch zu der Sache mit dem Mobbing (dann habe ich auch schon fertig 😊). Ja klaro ist Mobbing der Haupt-Grund, warum es zu Schul-Massakern kommt... Das setze ich als Allgemeinwissen voraus. Da rede ich mir nicht den Mund fusselig darüber... Darüber hat Kelly Rowland schon vor über 20 Jahren (!) gesungen! 2002 ist ihr "Stole" heraus gekommen, wo's GENAU darum geht!

Das Problem ist nur: Was tust du gegen Mobbing?

Mehr Lehrer brauchst du. Aber uns in Ö gehen schon jetzt die Lehrer aus... gerade heute in der Zeitung: Da muss eine Französisch-Professorin jetzt Mathematik [!] unterrichten.... heute.at vom 9.9.2024) Weil wir keine Mathe-Lehrer haben! Also weit gefehlt, dass wir MEHR Lehrer einstellen könnten, damit die sich MEHR um die Schüler kümmern können....
--> und dazu kommen noch die ganzen arabischen Asylwerber mit ihren 5-10 Kindern, die alle kein Wort Deutsch sprechen... 😞

In Ö kommen zB auf einen Schulpsychologen rd. 6.000 (!) Schüler. (derstandard oder auch diepresse) Ja, wie soll der arme Schulpsychologe denn da überhaupt drauf kommen, wer wo in welcher Klasse von wem gemobbt wird?

Wenn man sich das alles so ansieht, muss man eigentlich sagen: Eigentlich ein WUNDER, dass bei uns in Ö an den Schulen so wenig passiert... 🥵🙃
 
Jetzt, um das Ding wirklich zu einem Ende zu bringen, noch zum Waffentragen für Lehrer.

Ich sehe tatsächlich keinen triftigen Grund, warum der Direktor einer Schule nicht in seinem Direktors-Zimmer einen Waffensafe haben dürfte.
(wenn wir jetzt von den ganzen reflexartigen "Das-geht-doch-nicht"-Sachen auf die faktische Ebene gehen, dann bleibt da wirklich nicht viel übrig...)

Das wird zwar nix bringen in Ö (weil bei uns an den Schulen "eh" fast nix passiert...) --> weswegen man das auch nicht machen sollte. --> zumindest nicht, solange sich das Messer-Tragen anderweitig in den Griff bekommen lässt.... kurier vom 17.4.2024
(Aber Metall-Detektoren an den Schul-Eingängen will auch wieder keiner haben... https://cdn.jsdelivr.net/joypixels/assets/8.0/png/unicode/64/1f60c.png
Außerdem müsste man da die ganzen Schulen umbauen, weil sonst schmeißt einer einfach das Messer hinten beim Turnsaal rein... Oder er nimmt gleich ein Keramik-Messer, dann hättest du die Metall-Detektoren gleich gar nicht hin stellen brauchen...)

--

Das würde ich hingegen wieder schon so argumentieren:
Wenn jeder Schüler weiß, dass der Direktor und der Mathe-Lehrer in Raum VI und der Physik-Lehrer im Erdgeschoß eine Glock 17 im Schreibtisch haben, dann (behaupte ich mal ;)) würde es rapide abnehmen, dass 14jährige sich damit "beweisen" wollen, dass sie das Küchenmesser von der Mama mit in die Schule bringen....​

Das bringt zwar auch wieder nix: Weil, wenn einer wirklich mit einem Messer in der Klasse irgendwen umbringen will, dann hat der schon ein Blutbad angerichtet, da tippt der Rektor gerade erst seinen Code in den Waffensafe... https://cdn.jsdelivr.net/joypixels/assets/8.0/png/unicode/64/1fae8.png
 
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Ich denke, die USA sind eher ein Beispiel, dass Waffen ein Land nicht sicherer machen.

Ehrlich, wenn jetzt diese A-löcher statt Messer auch noch Pistolen hätten ... .

https://www.cbsnews.com/news/fbi-marks-30-years-since-infamous-bloody-miami-shootout/
@Sappho...

Das sehe ich auch so.

Es wird aber an der US-Realität nix ändern.
Durch den 2. Verfassungszusatz ist das Recht, eine Waffe zu tragen, mehr oder weniger in Stein gemeißelt.
Und jeder US-Präsident, der versucht hat, das zu ändern, ist gescheitert.
Obama hat gesagt, nicht die Gesundheitsreform war das politische Projekt, das ihn am meisten frustriert hat, sondern der Versuch, politisch eine "gun control" einzuführen.
Die Gesundheitsreform hat er ja durchgebracht, wenn auch zerrupft durch die republikanische Mehrheit im Kongress.
Aber sein Projekt "gun control" ist völlig gescheitert.

Wer sich in den USA mit der NRA -- der US-Waffenlobby-- anlegt, der ist politisch so gut wie erledigt.

Einige Zahlen machen deutlich, wie sehr die USA von Waffen (im Privatbesitz) übersät sind:


Laut der "Small Arms Survey"-- einer in der Schweiz ansässigen NGO, die auf der ganzen Welt Daten zu privatem Schusswaffenbesitz erhebt--besaßen US-Bürger 2021 ca. 400 Millionen Handfeuerwaffen und Gewehre (bei 330 Millionen Einwohnern).
Damit verfügen 4% der Weltbevölkerung über 46% aller Schusswaffen, die sich in privater Hand befinden.
Es wäre jedem Präsidenten und jeder US-Regierung unmöglich, die Bevölkerung zu entwaffnen (davon abgesehen, dass die meisten US-Politiker das auch gar nicht wollen, schon gar nicht die Republikanische Partei).

Sollte in den USA je wieder ein Bürgerkrieg ausbrechen-- was wir alle nicht hoffen--, so wird an Schusswaffen sicherlich kein Mangel bestehen.
Und auch nicht an der Bereitschaft, von diesen Gebrauch zu machen.

Das macht Demagogen wie "The Donald" noch gefährlicher. Siehe sein Putschversuch am 06. Januar 2021.
 
Last edited:
Ich habe keine Ahnung, was deine Aussage ist. Wir sollen nicht über die USA diskutieren, weil wir sie nicht ändern können? Ich will die USA nicht ändern. Ich will die Leute dort verstehen. Auch wenn es dort keinen interessiert.
@phiro...

Du hast recht.
Das war kein kluger Beitrag von mir.

Das mit den USA und dem Waffenfetischismus ist meines Erachtens am besten zu begreifen, wenn man es aus dem historischen Blickwinkel betrachtet.
Ich glaube, es war Jefferson-- einer der Gründerväter-- der gesagt hat, eine junge Nation, die bestehen will, muss wehrhaft sein und brauche Bürger unter Waffen.
Ich suche bei Gelegenheit mal das komplette Zitat raus.

Dieses Grundverständnis hat sich bis heute gehalten.

Auch viele Anhänger der Demokratischen Partei sind nach wie vor für das Recht auf Waffenbesitz.
 
Nur zwei kleine Anmerkungen ;)

Durch den 2. Verfassungszusatz ist das Recht, eine Waffe zu tragen, mehr oder weniger in Stein gemeißelt.
Ja, das würde ich auch so sehen. Am 2. Verfassungszusatz kommt kein Politiker und keine Regierung in den US vorbei. (Außer vielleicht der Supreme Court...)

Ich vergleiche das immer gerne mit dem deutschen (und auch österr.) Autofahren. Wenn du versuchst, autofreie Städte zu machen, kannst du eigentlich gleich deine Sachen packen nach der nächsten Wahl...
(obwohl aus meiner Sicht kein Mensch [außer Einsatzorganisationen, Taxis, Lieferanten u.s.w.] in einer dicht besiedelten Stadt mit Öffentlichem Verkehr, U-Bahnen, einem Supermarkt REWE/Aldi/Spar... an jeder zweiten Ecke u.s.w. wirklich ein Auto braucht...
(dann fahrst du halt mit der Frau und den 3 Kindern mit den Öffis an den Stadtrand und steigst dort in dein Vehikel ein, wenn du zu irgendeinem See willst... 😇) Von CO2 u.s.w. noch gar nicht zu reden.... ;)



Sollte in den USA je wieder ein Bürgerkrieg ausbrechen-- was wir alle nicht hoffen--, so wird an Waffen sicherlich kein Mangel bestehen.
Ja, das ist aber eigentlich auch die Idee hinter dem Ganzen:

Wenn das Volk (also der Souverän) bewaffnet ist, dann kann kein Kaiser oder König oder Diktator [oder wer auch immer sich gerade an die Macht geputscht hat...] mit Gewalt über das Volk drüber fahren... (Demonstrationen niederschlagen, Wahlen annulieren u.s.w.) WEIL das eben sofort zu Bürgerkrieg führt. (Weil eben das Wahlvolk bewaffnet ist...)

Oder anders rum gesagt (blödes Beispiel, ich weiß, aber trotzdem): Wären die 6 Mio Juden in Europa damals alle bewaffnet gewesen, ich behaupte mal: Dann hätte die SS... sagen wir mal: zumindest deutlich mehr Probleme gehabt, die in die Pferdewagen nach Auschwitz/... zu bekommen... (oder den Aufstand im Warschauer Ghetto nieder zu schlagen...)

Das war, soweit ich es verstanden habe, die Intention der Gründerväter. :unsure:
 
Da liegst du aber ganz schön falsch.

Z.B. siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Schwangerschaftsabbruch#Antike_und_Mittelalter



Grüße
Phiro
@phiro....

-- Betrifft: Abtreibung
Ich habe das vor einigen Tagen noch einmal nachgelesen.

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann haben die Kläger, die "Roe versus Wade" kippten (das ist das Urteil des SC von 1973, das Abtreibung legalisierte), die Begründung des damaligen Urteils angefochten und behauptet, diese Begründung von 1973 wäre nicht mit der Verfassung vereinbar.
Und der aktuelle SC gab den Klägern recht.

Was die Beschwerden über die jüngsten Urteile und die Zusammensetzung des SC betrifft, da ist von liberaler Seite aber auch eine gewisse Heuchelei dabei.
Über einen sehr langen Zeitraum überwog beim SC eine liberale Besetzung und damit auch eine recht liberale Rechtsprechung. Eine liberale Auslegung der Verfassung.
Nun ist es halt mal wieder umgekehrt.
Das muss man akzeptieren. So ist nun mal das US-System.

Mir gefallen viele Urteile des SC aus jüngster Zeit auch nicht, schon gar nicht das zur Abtreibung.
Aber die Besetzung des SC ist aktuell nun mal so, wie sie eben ist.
 
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann haben die Kläger, die "Roe versus Wade" kippten (das ist das Urteil des SC von 1973, das Abtreibung legalisierte), die Begründung des damaligen Urteils angefochten und behauptet, diese Begründung von 1973 wäre nicht mit der Verfassung vereinbar.
Und der aktuelle SC gab den Klägern recht.

Ja. Die Argumentation war/ist, dass die US Verfassung es nicht vor sieht, dass in diesem Thema der Nationalstaat (also Washington) in die bundesstaatlichen Gesetze eingreift. Also: zurück zu den Bundesstaaten.

Das ist es im Prinzip. :)

EDIT/Nachtrag: Manche Bundesstaaten haben zB nicht einmal "neue Gesetze" eingeführt "gegen Abteibung". Sondern sie haben tlw. einfach nur die Gesetze wieder-eingeführt, die sie 1973 aufgrund von Roe-vs-Wade aufheben haben müssen...
 
Last edited:
Ja. Die Argumentation war/ist, dass die US Verfassung es nicht vor sieht, dass in diesem Thema der Nationalstaat (also Washington) in die bundesstaatlichen Gesetze eingreift. Also: zurück zu den Bundesstaaten.

Das ist es im Prinzip. :)

EDIT/Nachtrag: Viele Bundesstaaten haben zB nicht "neue Gesetze" eingeführt "gegen Abteibung". Sondern sie haben tlw. einfach nur die Gesetze wieder-eingeführt, die sie 1973 aufgrund von Roe-vs-Wade aufheben haben müssen...
@kendra22

Danke.

So habe ich das auch verstanden, auch was die Schlussfolgerungen betrifft, die viele US-Bundesstaaten aus dem jüngsten Abtreibungsurteil gezogen haben.

Insofern läuft bei uns in Germany die Debatte wirklich etwas einseitig und schwarz/weiß.

Im übrigen war "Roe versus Wade" in den USA nie unumstritten und wurde von den Konservativen vom ersten Tag an bekämpft.
Und nach gut 50 Jahren sind sie halt am Ziel bzw haben eine Änderung bewirkt.

Es gab in den USA auch immer eine Anti-Bewegung zum Feminismus.
Und die Gallionsfigur dieser Bewegung war kein unbelehrbarer Macho, sondern eine studierte und intelligente Frau.
Ihr Name ist PHYLLIS SCHLAFLY.
Sie dürfte hier kaum jemandem ein Begriff sein. Aber man kann gerade die Historie der Frauenbewegung in den USA nicht verstehen, wenn man die zentrale Rolle dieser Frau nicht kennt.

Und bevor ich jetzt einen Roman schreibe: den Namen einfach mal recherchieren.
 
Wenn jeder Schüler weiß, dass der Direktor und der Mathe-Lehrer in Raum VI und der Physik-Lehrer im Erdgeschoß eine Glock 17 im Schreibtisch haben, dann (behaupte ich mal ;)) würde es rapide abnehmen, dass 14jährige sich damit "beweisen" wollen, dass sie das Küchenmesser von der Mama mit in die Schule bringen....
Die Gewerkschaft der Polizei hat da mal Versuche angestellt zum Thema wie gefährlich eine Messerattacke ist und wieviel Zeit man da für die Verteidigung hat


Wenn die Waffe im Schreibtisch eingeschlossen ist, ist sie nutzlos. Davon abgesehen, dass sie nicht sachgerecht aufgebewahrt wurde und der Besitzer damit auch umgehen können muss.

Warum? Du kannst doch in Deutsch auch ein Sturmgewehr besitzen und damit schießen:
Nein. Sturmgewehr == vollautomatische Waffe == Kriegswaffe == verboten in DE (und meines Wissens auch in ganz Europa) für Privatleute.

Das was im Video gezeigt wird, ist die halbautomatische Version für Sportschützen/Jäger.
 
@Phyllis SCHLAFLY (Ergänzung zu meinem #109)

PS (1924 - 2016) war nicht irgendwer.
Die Dame hat unter der konservativen US-Frauenbewegung nahezu Legendenstatus.
Das ist fast noch zu wenig. Sie hat geradezu Heiligenstatus.
PS hat Ende der 70iger Jahre nahezu im Alleingang das geplante "ERA" (= "Equal Rights Amendment") zu Fall gebracht.

Wir in Germany assoziieren mit der (US)Frauenbewegung immer den (angeblich) progressiven Flügel (Betty Friedan etc.).
Es gab in den USA aber auch immer eine sehr konservative Frauenbewegung. Und ihr Hero war (und ist es bis heute) PHYLLIS SCHLAFLY.

Der konservative Hardliner PAT BUCHANAN (-- "Alle Probleme, die wir heute haben, begannen in den Sixties"-- (PB 1996)-- hat es mal gut auf den Punkt gebracht:

-- "Die besch*** Liberalen mögen die Universitäten erobert haben. Aber die Konservativen haben das Weiße Haus und den Kongress erobert."--
(Er spielte an auf den Wahlsieg REAGANS 1980 und die äußerst populäre Präsidentschaft von RONALD REAGAN 1981 bis 1989).

PB hat damit recht behalten.
Trotz liberaler Zwischenspiele (BILL CLINTON/BARACK OBAMA) ist die US-(Innen)Politik seit den 80iger Jahren stetig nach rechts gerückt.


-- Ps.: Ich finde, wir weichen nicht vom Thema ab.
Es geht laut Titel zwar um das US-Waffen-Recht.
Aber Abtreibung wurde hier auch schon behandelt.
Und man kann es ja sehen als allgemeines Thema zum Komplex "US-Rechte/US-Verfassung" etc.
 
Last edited:
Dankeschön! Ein SEEEHR guter Post! (y)

Die Gewerkschaft der Polizei hat da mal Versuche angestellt zum Thema wie gefährlich eine Messerattacke ist und wieviel Zeit man da für die Verteidigung hat
Ja, ganz genau. Ein Messer ist eine extrem todbringende Waffe. Das war früher zwar nicht so (im Mittelalter, wo die Leute Kettenhemden getagen haben.... 🛡️⚔️ 😉), doch heute tragen inzw. bei uns in Wien die Mitarbeiter der Security standardmäßig Stichschutz-Westen...

Was eigentlich absurd anmutet: Dass in der lebenswertesten Stadt der Welt (welt.de) die Security-Mitarbeiter der öffentlichen Linien 8h pro Tag Schutz-Westen gegen Messerangriffe tragen... (??)


Nein. Sturmgewehr == vollautomatische Waffe == Kriegswaffe == verboten in DE (und meines Wissens auch in ganz Europa) für Privatleute.

Ja, das kann ich zumindest für Ö bestätigen. Das fällt in Kategorie A - Verbotene Waffen und Kriegsmaterial.

Das ist auch das, was die US sich gerade bemühen zu verbieten. Und wo ich auch sage: Das macht wirklich Sinn. WEIL: ein vollautomatisches Sturmgewehr (zB ein dt. G36 oder ein öst. StG77/Steyr AUG) braucht wirklich niemand zur "Selbstverteidigung"...
 
Das ist auch das, was die US sich gerade bemühen zu verbieten.
Wenn mich nicht alles täuscht, sind die Vollautomaten in USA auch ziemlich reglementiert und du brauchst eine Erlaubnis (mit Backgroundcheck), um dir solche zu kaufen.

Ein Workaround ("Bump Stocks") um aus einem Halbautomaten einen mehr oder weniger Vollautomaten zu basteln war lange Zeit verboten. Aber das wurde mittlerweile wieder gekippt, ebenso die Beschränkung auf 10-Schuß-Magazine.

Hier übrigens ein lesenswerter Artikel über die generelle Problematik von unseren Nachbarn in der Schweiz:
https://www.nzz.ch/international/wa...en-usa-so-viele-schiessereien-gibt-ld.1699190
 
Wenn mich nicht alles täuscht, sind die Vollautomaten in USA auch ziemlich reglementiert und du brauchst eine Erlaubnis (mit Backgroundcheck), um dir solche zu kaufen.

Ein Workaround ("Bump Stocks") um aus einem Halbautomaten einen mehr oder weniger Vollautomaten zu basteln war lange Zeit verboten. Aber das wurde mittlerweile wieder gekippt, ebenso die Beschränkung auf 10-Schuß-Magazine.

Hier übrigens ein lesenswerter Artikel über die generelle Problematik von unseren Nachbarn in der Schweiz:
https://www.nzz.ch/international/wa...en-usa-so-viele-schiessereien-gibt-ld.1699190

Du hast grundsätzlich Recht, aaaaber ...

Zum einen können in den USA Waffen auf Flohmärkten untereinander verkauft werden, ohne dass ein Backgroundcheck stattfindet.

Und wenn man mit wenig Einsatz eine legal kaufbaren Waffe zu einer illegalen umbauen kann, dann ist das Verkaufsverbot eh für'n Arsch.

Was dort passieren muss, ist die Entmachtung der Waffenlobby und konsequente Überprüfung und Registrierung von Waffenkäufen. Aber dafür muss erst der Supreme Court reformiert werden, weil die bisher jeden Ansatz zu besseren Regeln torpediert haben. 70% aller Amerikaner wollen schärfere Waffengesetze, nur die NRA und die von ihr geschmierten Politiker und Richter nicht.
 
Trotz liberaler Zwischenspiele (BILL CLINTON/BARACK OBAMA) ist die US-(Innen)Politik seit den 80iger Jahren stetig nach rechts gerückt.

Das ist Quatsch. Bei allen Wahlen seit über 20 Jahren haben die Demokraten mehr Stimmen bekommen als die Republikaner. Die haben es nur geschafft, durch Tricks (Gerrymandering), bzw. das Wahlmännersystem (Electoral College) mehr Kandidaten durchzubringen.
 
Das ist Quatsch. Bei allen Wahlen seit über 20 Jahren haben die Demokraten mehr Stimmen bekommen als die Republikaner. Die haben es nur geschafft, durch Tricks (Gerrymandering), bzw. das Wahlmännersystem (Electoral College) mehr Kandidaten durchzubringen.
Also @PhiroEpsilon bitte, mit Verlaub, bringe doch nicht absichtlich noch mehr Unwissen hier in dieses Forum hinein als teilweise ohnehin schon vor herrscht....

Die (nationwide-Stimmen) in den US waren seit der Gründung der US noch nie relevant. o_O Das, was die US-Wahlen entscheidet, das sind die Swing States! .... für details bitte: https://projects.fivethirtyeight.com/polls/ (Anm.: "a poll" = Umfrage/Erhebung/Befragung/... ;)
 
Also @PhiroEpsilon bitte, mit Verlaub, bringe doch nicht absichtlich noch mehr Unwissen hier in dieses Forum hinein als teilweise ohnehin schon vor herrscht....

Die (nationwide-Stimmen) in den US waren seit der Gründung der US noch nie relevant. o_O Das, was die US-Wahlen entscheidet, das sind die Swing States! .... für details bitte: https://projects.fivethirtyeight.com/polls/ (Anm.: "a poll" = Umfrage/Erhebung/Befragung/... ;)

Wenn dir nicht klar ist, warum das genau das ist, was ich geschrieben habe, dann solltest du dich erst einmal über die aktuelle Situation informieren.

Übrigens gibt es Bestrebungen das Electoral College abzuschaffen und wenigstens den Präsidenten mit der Mehrheit der Wählerstimmen zu ermitteln.

(PS: Scheiße, jetzt habe ich dem Kerl schon wieder geantwortet - trotz des Fettdrucks)
 
Das wirklich Schlimme ist aber, dass du @PhiroEpsilon dich soweit erniedrigst, dass du nicht einmal den Unterschied zwischen Innenpolitik und Wahlen kennen willst....

innenpolitik-vs-wahlergebnis.JPG

@rosettenfreak spricht über die US Innenpolitik. Also über die Exekutive. Über die US Administration.

Du @PhiroEpsilon sprichst über Wahlen. (Also über den Entscheid des Volkes ÜBER die US-Exekutive/Administration)

??? Fällt der Unterschied auf? 🤔 Ihr beide redet über völlig was anderes.... (??)
 

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bei der Gelegenheit: eine GENIALE Sache, die der ORF gerade gemacht hat:

Zwei der renommiertesten (und auch besten) Leute aus dem ORF haben sich zusammen getan, um zuerst ein Buch zu schreiben, und danach einen Podcast zu machen: Der Professor und der Wolf.
  • Der Wolf: Das ist Dr. Armin Wolf, inzw. jahrzehntelanger Anchor der ZIB2 in Ö sowie
  • Der Professor, das ist Prof. Dr. Peter Filzmaier, ebenfalls inzw. sowohl jahrzehntelanger wie auch humoristischer politischer Kommentator zum aktuellen politischen Geschehen in der Welt.
Unglaublich sehenswert! 🥰(y)🥰 https://on.orf.at/video/14241402/der-professor-und-der-wolf-die-regierung
 
Zum einen können in den USA Waffen auf Flohmärkten untereinander verkauft werden, ohne dass ein Backgroundcheck stattfindet.

Und wenn man mit wenig Einsatz eine legal kaufbaren Waffe zu einer illegalen umbauen kann, dann ist das Verkaufsverbot eh für'n Arsch.
Das erste hatte ich gar nicht bestritten. Das stimmt, steht auch so in dem nzz Artikel. Und beim zweiten hast du Recht ;)

Wir in Deutschland haben ja das nationale Waffenregister. In der alle Hersteller und Besitzer (und Waffen(-teile)) registriert sind. Damit kann man lückenlos alle legalen Waffen und ihre Besitzer nachvollziehen. Sowas wäre für die USA auch gut. Damit wäre sichergestellt, dass nur Personen mit positiver Überprüfung eine legale Waffe besitzen können.

Meiner Ansicht nach sind aber das größere Problem die illegalen Waffen und ihre Besitzer. Sowohl in Europa als auch in USA.
 
Meiner Ansicht nach sind aber das größere Problem die illegalen Waffen und ihre Besitzer. Sowohl in Europa als auch in USA.

plus die legalen Waffen, die Eltern in Amerika ihren minderjährigen Kindern schenken, an andere verleihen, zu Hause offen herumliegen lassen usw.

Ich behaupte mal: Für uns Deutsche sind (Schuss-)Waffen etwas Außergewöhnliches, für die Amerikaner alltägliche Gebrauchsgegenstände.
 
Meiner Ansicht nach sind aber das größere Problem die illegalen Waffen und ihre Besitzer. Sowohl in Europa als auch in USA.
Absolut. Die meisten Straftaten werden mit illegalen Waffen begangen, nicht mit legal (nach psychologischem Gutachten, Sicherheits- & Background-Überprüfung, Waffenschein/-pass/-berechtigungs-Antrag u.s.w.) besessenen.
  • Weswegen es ja bei uns in Europa auch keinen Sinn macht, den (legalen) Waffenbesitz einzuschränken...
  • WEIL: Du verhinderst keine Straftaten mit illegalen Schusswaffen, wenn du den legalen Waffenbesitzern ihre legalen und registriertschen Schusswaffen weg nimmt... 🤔 o_O
Ein riesen Problem ist/war dabei unzweifelhaft der Zerfall von Jugoslawien (die Jugoslawien-Kriege 1991-2001.) Seitdem sind so viele (illegale) Waffen am Markt...
 
Ich behaupte mal: Für uns Deutsche sind (Schuss-)Waffen etwas Außergewöhnliches, für die Amerikaner alltägliche Gebrauchsgegenstände.
Ja, hier würde ich zustimmen.

Versöhnlich gemeint @PhiroEpsilon würde ich sagen: Ja, genau so ist es. :) Das Land Amerika wurde einfach mit Waffen gegründet... (sie haben ihr Land ja auch "gegen die Indianer" ... "verteidigen" müssen... so deren Interpretation :cattail:)

Etwas kritischer angemerkt würde ich sagen: Wir in Europa haben offenbar weit weniger Berührungsängste mit Messern. So ziemlich jede Frau hat ein 15-25cm langes Messer daheim, manche sogar mehrere -- dazu wurde im Mittelalter je nach Klingen-Länge und Griff-Form entweder "Dolch" oder "Kurz-Schwert" gesagt.... Heute schneiden wir damit die Karotten... 😛
 
Das Land Amerika wurde einfach mit Waffen gegründet

das ist aber eine ausrede. so ziemlich jeder heutige nationalstaat begründet sich auf gewalt.

zu den schusswaffen: das problem sind nicht wirklich die waffen dort, sondern einfach deren kultur dort. extremer kapitalismus, kein sozialnetz, keine/kaum perspektive bei krankheit (stichwort schulden), nur private nachrichten die auf quote aus ist (und was bringt quote: genau gewalt!), dabei aber auch extrem extrem heuchlerisch alle (nacktheit ih und böse und größte pornoindustrie uswusf, schimpfwörter werden auch als böse angesehen und gepiept, genauso wie wörter die triggern können, gleichzeitig aber grassierender rassismus wo nix gepiept wird usw usw usw) [EDIT:] dazu gepaart das ganze mit nem ordentlichem schuss religiös-christlichem fundamentalismus, das zusammengenommen kann einfach nicht vernünftig funktionieren. zuviele entgegengesetzte strömungen und ansprüche. aber gut...die USA sind relativ jung. quasi grade in der pupertät und die bewohner sind dann die hormone :D

es muss ja einen grund geben für die ganzen shootings und gewaltausbrüche dort. und andere länder mit ähnlicher hoher waffenanzahl (gemessen an bevölkerung) wie zb. kanada, schweiz haben diese nicht.
 
Last edited:
Nein, das ist es nicht. Wenn du auf einer 500 Hektar-großen Ranch bist in den USA, wo die Polizei (mit dem Hubschrauber!) eine Stunde zu dir hin braucht, wo du gerade den Notruf abgesetzt hast...

In D/Ö, auch in den meisten US-Städten ist es natürlich anders. Deswegen gelten zB in New York auch andere Waffen-Gesetze als in Texas....
 

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