Was der Trump so macht...

Ich halte mich für einen weitestgehend logikgesteuerten, rationale denkenden Menschen. Wie soll ich da Gläubige verstehen... aber ich versuche es trotzdem.

Gott, sagt man, hasst die Sünde, aber liebt den Sünder. Trump stellt sich als Sünder dar: Ich bin einer von euch, ich glaube auch an Gott - nur leider bin ich schwach, und dann packe ich sie eben an der Pussy :oops::cry:Damit können diese Leute leben, gesündigt hat ja jeder schon. Aber Menschen, die so völlig eklige Dinge vertreten wie die Legitimität gleichgeschlechtlicher Beziehungen, Darwinismus und so weiter, die machen etwas schlimmeres, etwas viel gefährlicheres: Die stellen ihren Glauben in Frage. Von daher ist Trump das kleinere Übel.

Prinzipiell nachvollziehbar, aber Trump stellt sich eben nicht als "Sünder" dar. "I have the right to do this" ist seine Lebenseinstellung.
 
Die religiöse Begründung "Gott wirkt auf unerklärliche Weise", entbindet die christlichen Wähler jeglicher Verantwortung bzw. berechtigt diese bei der Wahl, über sein "sündhaftes Treiben" hinwegzusehen.
Bereits nach dem ersten Attentat auf DT wurde bei diesen Wählern die Annahme gestärkt, er sei gottgesandt: Gott höchstpersönlich hat die für ihn bestimmte Kugel um wenige Millimeter abgelenkt, denn DT spielt in den unergründlichen Plänen des Allmächtigen eine grosse Rolle!
Rund zweitausend Jahre lang wurde die religiöse Konditionierung so weit perfektioniert, dass keine Schlupflöcher übrigbleiben. Trump hat recht: Er könnte in Manhattan auf offener Strasse jemanden erschiessen, ohne dass dies einen Einfluss auf sein Wahlergebnis hätte. Die "unerklärliche Weise", die den Menschen gegenüber Gott zur ahnungslose Ameise degradiert, ist genau das, was sich DT gekonnt zunutze macht. Es ist ihm, durch die Ernennung von Richtern, die Roe v Wade gekippt haben, gelungen, einen festen Platz in diesem Erklärmodell einzunehmen, wodurch er bei dieser Wählerschaft nahezu uneingeschränkte Narrenfreiheit geniesst - so lange er sich nicht gegen die "Gebote" (siehe Abtreibung) stellt. Was er persönlich tut, welchen Charakter er besitzt, wie er sich verhält, spielt für die Christen keine Rolle. Er ist und bleibt der Gottgesandte.
 
Was er persönlich tut, welchen Charakter er besitzt, wie er sich verhält, spielt für die Christen keine Rolle. Er ist und bleibt der Gottgesandte.

Wenn du mit "die Christen" die Weißen Evangelikalen in den USA meinst, bin ich mit dir einer Meinung. Für alle anderen Christen ist er eher der Antichrist.
 
@DT und Laura Looper!

Jetzt hat er sich als neue Beraterin die rassistische und islamfeindliche "Influencerin" Lauras Loooper ins Boot geholt.
DT muss mittlerweile ziemlich verzweifelt sein.
 
@DT und Laura Looper!

Jetzt hat er sich als neue Beraterin die rassistische und islamfeindliche "Influencerin" Lauras Loooper ins Boot geholt.
DT muss mittlerweile ziemlich verzweifelt sein.

Ersetze "Boot" durch "Bett". Das ist es, worüber zumindest amerikanische Kommentatoren spekulieren. Und wenn MTG (Marjorie Taylor Green) schon über die Frau herzieht, will das einiges heißen.

PS: Die Dame heißt "Loomer". ("to loom" sagt man, wenn sich Unheil zusammenbraut)
 
Das funktioniert nicht. Trump erscheint ja nicht als reuiger Sünder.

Es geht eher über den Determinismus der Quäker etc. . Gott hat die Schwarzen gezeichnet, er wußte schon warum. Wer wirtschaftlich erfolgreich ist, ist von Gott gesegnet, die anderen nicht. Das uns an Trump Störende und Unchristliche übersheen wir lieber in einer Welt, die so gegen unsere Werte ist.

So erkläre ich mir das eher ...
 
@DT und Laura Looper!

Jetzt hat er sich als neue Beraterin die rassistische und islamfeindliche "Influencerin" Lauras Loooper ins Boot geholt.
DT muss mittlerweile ziemlich verzweifelt sein.
Über DTs "Verzweiflungsgrad" herrscht meines Erachtens Unklarheit: Mancherorts wird behauptet, dass ihm seine Mitarbeiter die Wahrheit (über den Stand des Rennens) vorenthalten. Da er sich sowieso "beratungsresistent" gezeigt hat, bringt es nicht viel, ihn mit den harten Tatsachen zu konfrontieren. Damit bewirkt man bei ihm lediglich schlechte Laune und riskiert, dafür gefeuert zu werden. Also schmiert man ihm besser Honig ums Maul und versucht die Situation ohne seine Mitwirkung (wo möglich) zu retten - oder zumindest in akzeptable Bahnen zu lenken.

Nein, Laura Loomer ist meines Erachtens kein Akt der Verzweiflung. Sie passt einfach in sein "Beuteschema". Sowohl was ihr Aussehen betrifft, als auch ihre Ansichten. DT steht nun Mal auf die Extremisten (siehe Mark Robinson, der "Black NAZI", der in North Carolina Gouverneur werden möchte). Er hat aus der GOP seinen höchstpersönlichen Personenkult gemacht, wodurch - insbesondere in den sogenannten Battleground-States - praktisch nur noch extreme Personen von den Republikanern aufgestellt werden.

Für mich persönlich ist diese amerikanische Präsidentschaftswahl noch viel entscheidender als die letzte. Damals konnte man nämlich noch behaupten, dass ihm (möglicherweise) COVID die Wiederwahl gekostet hatte. Wie sie dieses Mal verläuft, wird meines Erachtens entscheidend für das Fortbestehen der Demokratien auf unserem Planeten. Das mag jetzt überzogen klingen, das ist mir durchaus bewusst. Aber wenn die Demokratie in den USA versagt, dann hat dies meiner Meinung nach eben auch Auswirkungen auf alle anderen Demokratien dieser Welt - insbesondere auf jene, bei denen sich autoritäres Gedankengut allmählich breit macht. Und da gibt es in Europa durchaus einige Kandidaten...
 
Dass Donald nicht unbedingt im Bußgewand auftritt, ist richtig. Wenn ich meine These verteidigen wollte, würde ich sagen, dass selbst der sündhafte Verstoß gegen die Regel gegenüber ihrer schieren Leugnung immer noch die geringere Bedrohung darstellt. Aber wisst ihr was: Ich will es nicht. Ich habe nicht den Ehrgeiz, diese Leute zu verstehen. Ich habe nicht einmal die Energie, es ernsthaft zu versuchen. Im Gegenteil ziehe ich eine gewisse Genugtuung aus dem Umstand, dass mir deren Denke ewig unverständlich bleibt. Ironischer Weise ganz biblisch: Herr, ich danke dir, dass ich nicht bin wie jene - so anders, dass ich noch nicht mal nachvollziehen kann, was in den Köpfen dieser Irren vor sich geht.

Ist mir wurscht, ob sie Trump wählen, weil sie christliche Eiferer sind, oder Höcke, weil sie sozial abgehängt wurden (schnief 😢) - ich mag sie nicht. Sie versauen meine Welt. Denn Donald ist nicht das Problem. Von dem Kaliber gibt es hunderttausende. Adolfs auch. Es sind die -zig Millionen Wähler, die diesen Mensche ihre Macht verleihen. Und ich lehne es ab, nach Erklärungen zu suchen, die zu 10% Erklärung, und zu 90% Ausrede oder Rechtfertigung sind. Charakter ist etwas, für das man ab dem 18. Lebensjahr selbst verantwortlich ist, und Bildung und Information verfügbarer denn jeh. Mir reicht die wissenschaftlich vielleicht unzureichende, aber fallabschließende Erklärung: Diese Leute haben einen Hau. Das hindert nicht das Verdienst der Soziologen, die untersuchen, woher der Hau kommt, und wie man seine Ausbreitung verhindert, oder das des Psychologen, der dein Einzelnen behandelt. Aber glücklicherweise gehöre ich keiner dieser Fakultäten an.
 
Dass Donald nicht unbedingt im Bußgewand auftritt, ist richtig. Wenn ich meine These verteidigen wollte, würde ich sagen, dass selbst der sündhafte Verstoß gegen die Regel gegenüber ihrer schieren Leugnung immer noch die geringere Bedrohung darstellt. Aber wisst ihr was: Ich will es nicht. Ich habe nicht den Ehrgeiz, diese Leute zu verstehen. Ich habe nicht einmal die Energie, es ernsthaft zu versuchen. Im Gegenteil ziehe ich eine gewisse Genugtuung aus dem Umstand, dass mir deren Denke ewig unverständlich bleibt. Ironischer Weise ganz biblisch: Herr, ich danke dir, dass ich nicht bin wie jene - so anders, dass ich noch nicht mal nachvollziehen kann, was in den Köpfen dieser Irren vor sich geht.

Ist mir wurscht, ob sie Trump wählen, weil sie christliche Eiferer sind, oder Höcke, weil sie sozial abgehängt wurden (schnief 😢) - ich mag sie nicht. Sie versauen meine Welt. Denn Donald ist nicht das Problem. Von dem Kaliber gibt es hunderttausende. Adolfs auch. Es sind die -zig Millionen Wähler, die diesen Mensche ihre Macht verleihen. Und ich lehne es ab, nach Erklärungen zu suchen, die zu 10% Erklärung, und zu 90% Ausrede oder Rechtfertigung sind. Charakter ist etwas, für das man ab dem 18. Lebensjahr selbst verantwortlich ist, und Bildung und Information verfügbarer denn jeh. Mir reicht die wissenschaftlich vielleicht unzureichende, aber fallabschließende Erklärung: Diese Leute haben einen Hau. Das hindert nicht das Verdienst der Soziologen, die untersuchen, woher der Hau kommt, und wie man seine Ausbreitung verhindert, oder das des Psychologen, der dein Einzelnen behandelt. Aber glücklicherweise gehöre ich keiner dieser Fakultäten an.

Verständnis. Das ist ein interessantes Wort, weil doppeldeutig. Einerseits kann damit Empathie ausgedrückt werden. Mitgefühl für jemanden, auch wenn man dessen Position nicht teilt. Andererseits kann damit aber auch der rein intellektuelle Prozess gemeint sein. Nachvollziehen zu können, wie eine Position oder eine Haltung zustande kommt. Letzteres finde ich in mancherlei Hinsicht durchaus wichtig.
Mal abgesehen vom "kenne deinen Feind" - etwas, dass meines Erachtens oft unerlässlich ist, wenn man den Gegner schlagen will. Aber vor allem auch als jemand, der Geschichten schreiben möchte, in denen nicht nur Charaktere vorkommen, deren Motivation man als Autor teilt.
Meines Erachtens ist ein gelungener Bösewicht in einer Geschichte einer, der sich selbst nicht als solchen wahrnimmt, dessen Beweggründe möglicherweise auf fragwürdigen Prinzipien basieren, die aber, zu Ende gedacht, durchaus erklären, warum der Charakter in der Geschichte nicht erkennt, warum sein Handeln falsch ist und absolut davon überzeugt ist, das Richtige zu tun.

Ja, es ist wahrlich ermüdend, verstehen zu wollen, was (beispielsweise) die MAGA-Leute antreibt. Aber wenn man gemeinsame Nenner finden möchte - und nicht beabsichtigt, allesamt zu eliminieren - führt meiner Meinung nach kein Weg daran vorbei.
 
Ich halte das Suchen nach der richtigen Erklärung für das Verhalten und die Entwicklung wichtig. Die "Böhmermann-Haltung" des Ausgrenzens wird kein Problem lösen und keinen der Betroffenen überzeugen.

Das kann aber damit zusammenhängen, dass ich nicht links bin und in der Tat auch die Meinung habe, dass es ein Verdienst der AfD ist, dass man nun über bestimmte Dinge reden darf, z. B., dass es islamistische Flüchtlinge gibt, die terroristische Anschläge ausführen, junge männliche Flüchtlinge mit Macho-Sozialisierung ein Problem sind und die Kriminalstatistik für nicht-ideologisch Gefestigte Vorurteile bestätigen könnte.

Das ändert nichts daran, dass in der AfD echte Nazis, Rechtsesoteriker und ein paar Reichsbürger vertreten sind,, die Völkischen Rassisten sind und die Putin-Treue für mich sowas wie "Vaterlandsverrat" ist, die Partei also für mich vollkommen unwählbar ist, genau auch wie das BSW.

Ich halte es aber wichtig zu verstehen, wie es soweit kommen konnte, dass jetzt ca. 40 % in den NBL rechtspopulistisch und linkspopulistisch wählen und offenkundig keine ernsthafte Bindung zu unserem Gesellschaftssystem haben. Die Erklärung dafür zu finden, halte ich für extrem wichtig.
 
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Ja, ihr habt sicher beide recht zu betonen, wie wichtig es ist zu verstehen, wie es zu diesen unerwünschten Einstellungen und Überzeugungen kommt. Gerade wegen ihres massenhaften Auftretens und der Gefahr, die davon ausgeht, für uns alle.

Nur ich persönlich werde dieser Diskussionen einfach müde. Je länger ich sie führe, desto mehr stelle ich fest, wie aussichtslos das Unterfangen ist, jemanden mit Argumenten von seiner Einstellung abzubringen, oder sie auch nur ansatzweise nachzuvollziehen. Das funktioniert ganz einfach nicht. Diese Einstellung ist nicht intellektuell begründet. Sie ist nicht das Ergebnis fehlerhafter Überlegungen. Sie hat, nach meiner Überzeugung, sehr viel mehr mit den Lebensumständen und dem Charakter der betreffenden Person zu tun.

Auch das kann man erklären, und entsprechende Strategien ableiten. Was mich stört ist einfach, dass diese Erklärungen oft nicht greifen, und mehr: Eher nach Entschuldigungen klingen. Und die akzeptiere ich einfach immer weniger. Mir sind tausend Dinge passiert, die mich zu einem echten Arschloch hätten machen können. Vermutlich geht es niemand anders. Shit happens. Ich habe mir einen akzeptablen Rest an Anständigkeit bewahrt, genung, um den Schnitt nicht zu versauen. Die Möglichkeit hat jeder.

Aber vielleicht bin ich ja einfach nur mal wieder grantig. Die Ergebnisse der Wahlen zu den Landesparlamenten im Osten tragen dazu sicherlich bei.

Weil es mir singulär auffällt: Ich bin auch für Denkverbote. Nach links, wie nach rechts. Und cancel culture ist ein Unding, das niemand weiterhilft. Aber ich halte es keinesfalls für einen Verdienst der AfD, dass die Diskussion über straffällige Migranten öffentlich geführt wird. Ich denke vielmehr, dass die AfD dieser Diskussion schadet. Sie vermischt berechtigte Positionen mit völkischer Hetze und sorgt damit dafür, dass jeder, der sich hier mit einer unpopulären Meinung einbringt, sofort in diese völkische Ecke gedrängt wird. Sie polarisiert so stark, dass auch die Antwort immer autoritärer wird, im Sinne einer Diskreditierung aller Ansichten, die auch nur nach AfD riechen. Oh, und weil wir gerade darüber reden: ein explizites Danke für die "Vaterlandsverräter" - das ist auch so ein Buh-Wort, aber genau der Ausdruck, den ich im stillen Kämmerlein sowohl für AfD wie auch BSW gebrauche.
 
Wenn die Erklärungen nicht greifen, sind sie vielleicht falsch.

Ich hatte bei der Neugründung der AfD damit liebäugelt, die zu wählen. Da war sie aber vor allem gegen die EU und die Hilfe für Griechenland ausgerichtet. Das war noch zu den Zeiten von Lucke. Ich habe mich dann in Diskussionen überzeugen lassen, dass die EU für D trotz allem wirtschaftlich sehr vorteihaft ist und man dafür den extremen Wasserkopf der EU-Administration und ihre Auswüchse hinnehmen muss. Damit war das Thema AfD für mich erledigt.

Was mich in D immer mehr stört, ist diese semi-sozialistische Grundhaltung in pressure-groups, wie den ör- Medien, Journos allgemein und sich als intellektuell definierenden Personen der Kultur und in der Verwaltung. Ein Peymann lebt vom Staat und läßt sich und sein Theater alimentieren und stellt sich hin zu behaupten, er sei der gleichen Meinung wie die RAF, nur bitte mit weniger Gewalt. Der ör Rundfunk hetzt permanent gegen Unternehmen. Genauso verbreiten Lehrer "antikapitalistische" Ideologien und verunglimpfen Unternehmer ebenso. Deutlich wird das durch das Volkserziehungsinstrument "Tatort", das nach dem Prinzip "Der Mörder ist immer der Unternehmer" ("Klischee !!!") funktioniert.

Das könnte für Ossis nach der alten Einheit von Staat, Partei und Medien klingen.
 
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Der ör Rundfunk hetzt permanent gegen Unternehmen. Genauso verbreiten Lehrer "antikapitalistische" Ideologien und verunglimpfen Unternehmer ebenso. Deutlich wird das durch das Volkserziehungsinstrument "Tatort", das nach dem Prinzip "Der Mörder ist immer der Unternehmer" ("Klischee !!!") funktioniert.
Hast du auch ein Argument gegen "Antikapitalismus"? Oder Marxen in der Schule schlicht verpennt?

Und daß Unternehmer morden ist keineswegs nur ein "Klischee", siehe bspw. der Unternehmer im Senne-Mord oder dieser ältere Fall aus dem UK, wo sich ein Unternehmer an der Familie eines anderen Unternehmers für seinen Konkurs mörderisch rächte.
 
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Hast du auch ein Argument gegen "Antikapitalismus"? Oder Marxen in der Schule schlicht verpennt?

Und daß Unternehmer morden ist keineswegs nur ein "Klischee", siehe bspw. der Unternehmer im Senne-Mord oder dieser ältere Fall aus dem UK, wo sich ein Unternehmer an der Familie eines anderen Unternehmers für seinen Konkurs mörderisch rächte.


Zunächst einmal sind zwei Fälle kein Argument, eher der Gegenbeweis für meine These. Die Kriminalstatistik ist da eindeutig. Kriminalität ist vor allem ein Unterschichtenproblem. Krimitechnisch hat die Ideologie wohl aber Ende der Siebziger zugeschlagen. In der uralten Stahlnetz-Serie, die noch reale Fälle aufgriff, war es eben auch realistisch und ein Unterschichten-Problem.

Zum "Antikapitalismus" reicht es schon zu sagen, dass dagegen sein auch kein Argument ist, weil es keine Alternative aufzeigt. Abgesehen davon verrät schon die Terminologie die ideologische Aufladung und Verortung. "Kapitalismus" ist ursprünglich ein Begriff aus der marxistischen Ideologie, den man erfolgreich so oft verwendete, dass sein Ursprung verwischt ist. Zur Diskussion stehen aus volkswirtschaftlicher Sicht Marktwirtschaft oder Planwirtschaft. Die Planwirtschaft ist spektakulär gescheitert. Genossenschaftliche Vorstellungen in der Marktwirtschaft ebenso, wenn man nur z. B. an die Gewerkschaften und die "Neue Heimat" denkt. Der damalige jugoslawische Sonderweg mit Mitarbeiterbeteiligung war quasi nur das Genossenschaftsmodell in der Planwirtschaft und auch nicht erfolgreich.

"Antikapitalist" ist, wer im Kapitalismus leben und seine Annehmlichkeit erleben aber sich gerne "kritisch" und "intellektuell" geben möchte. "Marxismus" ist eine gesellschaftlich in Deutschland bei den pressure groups anerkannte Verschwörungstheorie.
 
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Zunächst einmal sind zwei Fälle kein Argument, eher der Gegenbeweis für meine These.
Der Gegenbeweis für deine These: was soll das überhaupt bedeuten? Ein "Gegenbeweis" entkräftet etwas, während die Präposition "für" in solchen Verbindungen das förderliche einer Sache bezeichnet: ein "Gegenbeweis" liefe hier jedoch auf das genaue Gegenteil einer solchen Förderung deiner Sache hinaus! Nicht nur mit klischeefreiem Denken scheinst du also überfordert zu sein (siehe dazu mein Hinweis hier), sondern auch mit der deutschen Sprache!

Jene zwei Fälle jedenfalls sind der untrügliche Beweis, daß eben auch Unternehmer morden (und dies also nicht nur ein "Klischee" aus irgendeinem Tatort ist).

Zum "Antikapitalismus" reicht es schon zu sagen, dass dagegen sein auch kein Argument ist, weil es keine Alternative aufzeigt.
Ein Argument muß nicht zwangsläufig eine "Alternative" aufzeigen, um ein Argument zu sein. Es genügt schon, wenn z. B. mittels eines Gegenbeweises eine andere Aussage entkräftet wird. Aber wer von Gegenbeweisen für seine eigenen Thesen faselt, dem wäre wohl wahrlich zuviel der Ehre getan, wenn man ihm auch noch unterstellen wollte, daß er Ahnung von Aussagenlogik oder gar Argumentationstheorie hätte!

Abgesehen davon verrät schon die Terminologie die ideologische Aufladung und Verortung. "Kapitalismus" ist ursprünglich ein Begriff aus der marxistischen Ideologie, den man erfolgreich so oft verwendete, dass sein Ursprung verwischt ist.
Welche Ironie! Gerade diese alternativen Fakten, von wegen der Begriff "Kapitalismus" sei eine marxistische Erfindung, zeugen von deiner "ideologische[n] Aufladung und Verortung", die eben die Dinge sich so zurechtlegt, wie es ihr paßt!

Tatsächlich wurde der Begriff "Kapitalismus" im Französischen (capitalisme) 1842 schon Jahre vor Marx (und also auch irgendeiner "marxistischen Ideologie"!) von Jean-Baptiste Richard de Radonvilliers in sein Wörterbuch Enrichissement de la langue française aufgenommen (siehe hier), und das Centre national de la recherche scientifique (CNRS) gibt sogar an, daß das Wort "capitalisme" im Französischen zum erstenmal bereits 1753 verwendet worden sei, also nur schlappe 65 Jahre vor Marxens Geburt! Und auch im Deutschen geht der Begriff nicht auf Marx zurück, sondern auf Julius von Soden und seine Nazional-Ökonomie von 1805. Zudem sprach Marx selber nur von einer "kapitalistischen Produktionweise" und später im ersten Band des Kapitals (1867) dann von "Kapitalist".

"Antikapitalist" ist, wer im Kapitalismus leben und seine Annehmlichkeit erleben aber sich gerne "kritisch" und "intellektuell" geben möchte. "Marxismus" ist eine gesellschaftlich in Deutschland bei den pressure groups anerkannte Verschwörungstheorie.
Ja, und diese Bestimmungen sind natürlich auch völlig frei von irgendeiner "ideologische[n] Aufladung"!
 
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Also ich wollte mich zunächst ja nicht in diesen Thread einmischen. (und das ist mir im Prinzip, finde ich, auch ganz gut gelungen seit ca. dem 3.9.2024.) Aber wenn du @Auden James jetzt wieder mal so völlig ohne Verständnis auf etwas hin pickst, was imo mehr ausdrückt, dass du des Gelesenen nicht richtig mächtig bist als dass du irgendetwas Hilfreiches dazu zum Besten geben könntest, dann möchte ich doch mit einigen kleinen Anmerkungen aufwarten.

Der Gegenbeweis für deine These: was soll das überhaupt bedeuten? Ein "Gegenbeweis" entkräftet etwas, während das Pronomen "für" in solchen Verbindungen das förderliche einer Sache bezeichnet: ein "Gegenbeweis" liefe hier jedoch auf das genaue Gegenteil einer solchen Förderung deiner Sache hinaus! Nicht nur mit klischeefreiem Denken scheinst du also überfordert zu sein (siehe dazu mein Hinweis XXX), sondern auch mit der deutschen Sprache!

Ja, vielleicht ist das nicht gramattikkahlisch korrekt ausgedrüggt. ABer jeder weiß, was damit gemient ist.

Natürlich: Es gibt einen
  • Beweis FÜR etwas und es gibt einen
  • Beweis GEGEN etwas.... Und es gibt einen
  • Gegenbeweis FÜR etwas... und man kann natürlich auch einen
  • Gegenbeweis GEGEN etwas führen...
(oder ungefähr so -- jetzt müsste ich mal wirklich im Logik-Buch nach sehen, ob nicht ein Gegen-Beweis Gegen nicht gleichzeitig ein Beweis Für wäre....)

(und das Förderliche schreibt man übrigens Groß... WENN es schon um so kleinlichKeiten geht.... )

--

Für mich jedenfalls betrachtet: Ich verstehe diese Aussage von @Sappho_CGN völlig problemlos, SOGAR WENN sie da eine Präposition falsch verwendet hätte. [weil "für" ist kein Pronomen....]

Zunächst einmal sind zwei Fälle kein Argument, eher der Gegenbeweis für meine These. Die Kriminalstatistik ist da eindeutig. Kriminalität ist vor allem ein Unterschichtenproblem. [...]
 
Irgendwer muss es ja mal machen: Eine haitische gemeinnützige Organisation in Springfield hat DJT und JD wegen massiver Störung der öffentlichen Ordnung verklagt.

https://apnews.com/article/haitian-...-trump-vance-012af00a8677da5caed55d03e8779774

Nachdem JD ja öffentlich (CNN) zugegeben hat, die Story erfunden und wider besseren Wissens verbreitet zu haben, musste das ja kommen. Der Kerl ist halt strohdumm. DJT hat noch nie eine Lüge zugegeben.
 
In dem Verfahren wegen des Versuchs, das Wahlergebnis von 2020 zu seinen Gunsten zu manipulieren (inklusive dem Angriff auf das Capitol) wird die Anklage morgen ein 180-seitiges Dokument einbringen, in dem ALLE Beweise gegen Trump offengelegt werden. Das ist so, weil das Oberste Gericht die Richterin in dem Verfahren aufgefordert hat, vor Beginn zu entscheiden, wobei es sich um privates oder dienstliches Verhalten handelt, weil ja Trump wegen letzterem immun ist.

Die Verteidigung versucht nun mit Händen und Füßen die Veröffentlichung dieser Beweise (vor allem VOR den Wahlen) zu verhindern. Jedes einzelne Dokument, das sie im Laufe der letzten Zeit eingereicht haben, enthält einen entsprechenden Antrag und natürlich Anträge, das Verfahren einzustellen.

Die Richterin Tanya Chutkan ist nun so angepisst, dass sie in einer Entscheidung die Verteidigung ultimativ aufgefordert hat, in Zukunft solche Anträge zu unterlassen.

https://www.nytimes.com/2024/09/24/us/politics/trump-jan-6-judge-trial.html
 
[weil "für" ist kein Pronomen....]
Das Wörtchen "für" kann durchaus als Pronomen stehen, siehe z. B. in Sätzen wie: "Was @Sappho_CGN auch für Lügen verbreitet, ich werde sie widerlegen", oder: "Was für einen Unfug @Sappho_CGN hier wieder schreibt!"

PS: Im obigen Satz handelt es allerdings um eine Präposition. Insofern habe ich den Wortdreher ausgebessert. Danke für den Hinweis, @kendra22.
 
Last edited:
FYI: Ich habe den vorstehenden Post bei den Moderation reklamiert und die Löschung beantragt.
 
@PhiroEpsilon

Es wäre besser, es stehen zu lassen. Es diskreditiert ihn nur, genau wie seine PMS-Bemerkung. Er führt sich so selbst vor.

Ich brauche da keinen Schutz. Zum einen gilt das "Wildschwein - Eiche"-Prinzip und zum anderen kann jeder user so lesen, wie er drauf ist ist hinter seine pseudo-intellektuellen Fassade.
 
Es diskreditiert ihn nur [...].
Wer sich hier diskreditiert, bist lediglich du selber mit deinen ideologisch-selbstgerechten Unwahrheiten (vulgo: Lügen) von wegen "Kapitalismus" sei eine marxistische Erfindung, Unternehmer würden nicht morden und an deinem Katalysator sei lediglich eine "Abstraktion", die überdies unveränderlich sei und auf ihrer "Abstraktionsebene" sowieso "90 % von allem hier" betreffe, klischeehaft!
 
Nö, und das müßtest du doch selber am besten wissen, schließlich bin ich hier ja nur etwas am 'Rumpopeln' (s. o.), nicht wahr meine Liebe?!
 
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