WM 2026

Zum Bullshit-Quiz einer WM fehlte noch etwas... ja richtig Rassismus.
Aber auch dass haben wir jetzt. Spaniens ehemaliger Premier Rajayos löste mit der Aussage, dass im französischen Kader keine Franzosen sein, einen größeren Wirbel aus.

https://www.msn.com/de-de/sport/fus...31&cvid=6a54988a61d449b291e4efe4e80f4acf&ei=9

Gibt es auch in Deutschland, wenn man sich vor jedem Turnier darüber aufregt warum denn da Dunkelhäutige, türkischstämmige Spieler oder gar Moslems mitspielen....

Deutschland ist jetzt zwar nicht gerade das Land wo prozentual so viele dunkelhäutige Menschen leben aber das sollte ja auch keine Rolle spielen. Wenn sie Deutsche sind sollte es kein Problem sein, wenn sie für Deutschland spielen. Andere Nationen wie beispielsweise Belgien, Frankreich oder die Niederlande haben halt durch die Kolonialzeiten und dem Mitwirken beim Sklavenhandel mehr Schwarze im Team als vielleicht skandinavische Länder.

Saudämlich Diskussion die da von einem EX-Premierminister angestoßen wurde und die für unnötigen Wirbel sorgte. Wenn du Weltmeister werden willst solltest du jede andere Mannschaft schlagen können, egal wo sie herkommt und egal wo deren Spieler herkommen.
 
Im Grunde ist es ja sehr demokratisch wenn jedes Mitgliedsland eine Stimme hat ist ja in der EU auch so. Aber auch dort ist es so dass mache Länder, wie bis vor kurzem Urban in Ungarn, Ihre Macht mit ihrem Vetorecht missbrauchen, weil sie dadurch Vorteile bekommen (in dem Fall von Russland).
Bei der FIFA ist es noch etwas schlimmer da die Korruption quasi das System ist. Und da ist komplette Demokratie für Länder die eine große Fußballkultur wie Deutschland, England, Brasilien etc. haben sehr frustrierend. Im Grunde bist du ja auch gezwungen andere zu bestechen, wenn du überhaupt eine Chance auf die Ausrichtung eines Turniers haben möchtest.
Aber was willst du dagegen machen?
Konsequent wäre es wenn die UEFA, also mit ihr alle europäischen Länder aussteigen würden und sagen: EM reicht uns, dafür vielleicht alle 2 Jahre. Wird aber nicht passieren. Selbst das Gegenprojekt zur Champions League ist ja krachend gescheitert. Da ist sich jedes Land am nächsten und die WM-Teilnahme wichtiger als alles andere.
@Zenobit

Die finanzielle Abhängigkeit von der FIFA ist inzwischen zu groß.
Man muss sich das mal vorstellen: die FIFA macht Umsätze eines Weltkonzerns, ist juristisch aber organisiert wie ein Hühnerzüchterverein.
Das Schweizer Recht macht es möglich.
 
Zum Bullshit-Quiz einer WM fehlte noch etwas... ja richtig Rassismus.
Aber auch dass haben wir jetzt. Spaniens ehemaliger Premier Rajayos löste mit der Aussage, dass im französischen Kader keine Franzosen sein, einen größeren Wirbel aus.

https://www.msn.com/de-de/sport/fussball/rajoys-ohne-franzosen-äußerung-löst-rassismus-streit-vor-wm-halbfinale-aus/ar-AA27N5HF?ocid=msedgntp&pc=U531&cvid=6a54988a61d449b291e4efe4e80f4acf&ei=9

Gibt es auch in Deutschland, wenn man sich vor jedem Turnier darüber aufregt warum denn da Dunkelhäutige, türkischstämmige Spieler oder gar Moslems mitspielen....

Deutschland ist jetzt zwar nicht gerade das Land wo prozentual so viele dunkelhäutige Menschen leben aber das sollte ja auch keine Rolle spielen. Wenn sie Deutsche sind sollte es kein Problem sein, wenn sie für Deutschland spielen. Andere Nationen wie beispielsweise Belgien, Frankreich oder die Niederlande haben halt durch die Kolonialzeiten und dem Mitwirken beim Sklavenhandel mehr Schwarze im Team als vielleicht skandinavische Länder.

Saudämlich Diskussion die da von einem EX-Premierminister angestoßen wurde und die für unnötigen Wirbel sorgte. Wenn du Weltmeister werden willst solltest du jede andere Mannschaft schlagen können, egal wo sie herkommt und egal wo deren Spieler herkommen.
@Zenobit

Entweder ist Rajoy ein Dummkopf. Oder er provoziert absichtlich.
Ich vermute letzteres.

Staatsbürgerschaft definiert sich längst nicht mehr ethnisch, also nach Herkunft/Abstammung, sondern über die Zugehörigkeit zu einem Gemeinwesen, dessen Werte man teilt.
Da ist die Herkunft, die sexuelle Orientierung, die Religion etc völlig egal.

Das ist eine Errungenschaft der Aufklärung, die eng mit Frankreich (Französische Revolution) verbunden ist.
Nur die Deutschen brauchten (mal wieder) sehr viel länger und haben ihr Staatsbürgerschaftsrecht erst vor einigen Jahren modernisiert.

Übrigens ist auch Spanien eine Republik, die Staatsbürgerschaft nach denselben Prinzipien definiert wie Frankreich.
Das macht die Äußerung von Rajoy unglaublich. Auch in Spaniens Nationalelf finden sich viele Kicker, die ethnisch betrachtet keine "Bio-Spanier" sind, sondern Marokkaner.
Die könnten auch für Marokko spielen.
Wie gesagt: entweder der Mann ist strohdumm oder provoziert absichtlich.

Rajoys Behauptung ist auch faktisch falsch. 23 der 26 Kicker des französischen Kaders sind in Frankreich geboren. 3 im Ausland, besitzen aber die französische Staatsbürgerschaft.
Also: alles Franzosen im französischen Kader.

Den Vogel abgeschossen hinsichtlich Rassismus hat aber die Senatorin Paraguays, Celeste Amarilla, die Kylian Mbappe als "kolonialisierten Kameruner" verunglimpft hat, "der verzweifelt versucht, als Franzose durchzugehen."
 
Last edited:
Zumal ja auch noch so etwas wie doppelte Staatsbürgerschaft hinzu kommt. Manche Spieler haben halt die Auswahl da sie für mehrere Nationen spielberechtigt wären. Özil hätte auch für die Türkei spielen können, hat sich dann aber für Deutschland entschieden, ebenso Musiala, der auch für England hätte auflaufen können.
Im Grunde ist es ja deren persönliche sportliche Entscheidung. Zum einen ob du dich mit dem Land mehr verbunden fühlst als mit dem anderen aber auch ob du bei der einen Nation bessere Chancen hast etwas zu erreichen. Bist du ein Top-Spieler entscheidest du dich vielleicht für eine Nation, die gute Chancen hat mal einen Titel zu gewinnen. Ist deine Chance eher gering über ein paar Notbesetzungseinsäte hinaus zu spielen, bist du vielleicht bei einer Nation besser aufgehoben, bei der die Konkurrenz weniger stark ist....

Ich würde auch vermuten, dass es eher um Aufmerksamkeit geht als darum irgendeinen Punkt zu machen. Ähnlich wie damals mit Gauland und seiner Aussage zu Boateng, bei der er schnell wieder zurückgerudert ist aber seine zwei Tage Aufmerksamkeit hatte.

Man könnte allerdings darüber reden dass es Nationen gibt, die sich Mannschaften zusammenstellen (nicht nur in Fußball, sondern auch in anderen Sportarten) und zu sehr großen Teilen auf Spieler zurückgreifen die rein gar nichts mit dem Land zu tun haben und quasi "eingekauft" werden. Das ist aber bei Frankreich ganz sicher nicht der Fall.
 
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