Cosy Porn, Sexy Stories, Dirty Art

Atrus said:
Seid gegrüsst, Freunde der Erotik!

Ich bin kein Schreiber, aber ich stöbere ab und zu in Lit herum. Was mir wie Euch auffällt, ist, dass sehr wenig deutsche Beiträge wirklich zu geniessen sind, so z.B. die "Stephanie"-Geschichten, "Corinna" (hört zwar leider mitten drin auf) oder die eine oder andere Geschichte von hanny oder Nirwana. Bei den meisten andern ist die Sprache und/oder beschriebene Tätigkeit einfach schlicht grob.

Hier wäre allerdings die Frage zu stellen, wie die Leser englischer Zunge mit den bekannten "four-letter-words" umgehen, oder sind die nicht so grob wie unsere? :rolleyes:

NB: eine der besten Geschichten, die ich auf englisch gelesen habe, ist "The Traveled Road" von JCutter, nur schreibt der Part 9 und folgende bis heute nicht.

So, jetzt hätte ich mich in diesen heiligen Hallen der Erotik mal angemeldet.

Atrus


Hallo Atrus,

sei uns willkommen! :)
 
Welcome Atrus

Ein herzliches Willkommen, Atrus. Schön daß du hier her gefunden hast und auch noch gleich etwas wesentliches zu sagen hast.

Und deine allererste Post in mein Thread!!!!!!!!! :kiss:


Besonders gefreut hat mich dein Satz
"Was mir wie Euch auffällt, ist, dass sehr wenig deutsche Beiträge wirklich zu geniessen sind,...." und
"Bei den meisten andern ist die Sprache und/oder beschriebene Tätigkeit einfach schlicht grob."

(wo zum Teufel steckt Rex??)

Meine Neugier ist geweckt, wenn ich höre, es gibt lesenswerte Geschichten.
Ich glaube wir suchen alle ziemlich verzeifelt dannach...
Kannst du uns die links hierher legen? (ich helfe dir, wenn du nicht weisst, wie das geht)

Für das englishe Ohr gibt es andere four letter words. "Twat, hooker, bitch" klingen nicht schön und sind Straßen Slang, während "cock" oder "pussy" neutral klingen. "to fuck" und seine Abwandelungen sind fast saloonfähig.

Du kannst es benutzen zu
fraud: I got fucked at the used car garage
dismay: ooooh, fuck it
trouble: I guess I'm really fucked now
aggression: Don't fuck with me, buddy!
difficulty: I don't understand this fucking question
inquiry: Who the fuck was that?
dissatisfaction: I don't like the fuck what is going on here
inconfidence: He's a fuck-off
dismissal: Why don't you go outside, play hide and go fuck yourself


Wo verdammt finde ich "The Traveled Road" von JCutter"? Doch nicht hier auf Lit?
NeugierON :rolleyes:
 
Last edited:
The Traveled Road

Hallo N8Dreams

Die Geschichte von JCutter findest Du im englischen Lit unter diesem Autor. Er hat 8 Teile geschrieben und den 9. versprochen... vor 2 Jahren.

Die "Stephanie"-Geschichten 1-16 sind von hansspunk im deutschen Teil, hanny und Nirwana wurden in diesem Forum schon erwähnt. Die "Corinna" muss ich auch erst wieder suchen, sag mir doch inzwischen mal, wie ich einen Link hierhin lege.

Gruss und Dank

Atrus
 
Erotik & Pornographie

Ich möchte an dieser Stelle einfach mal meine Unterscheidung von Erotik und Pornographie äußern, um der Diskussion ein bißchen Theorie hinzuzufügen. (verdammt, da kommt der Literaturstudent durch).
Pornographie ist die explizite Darstellung von sexuellen Handlungen mit dem Ziel, den Leser sexuell zu erregen.
Erotik ist dann per Umkehrdefinition der Versuch der Erregung des Lesers ohne die explizite Darstellung.
Diese (persönlichen) Definitionen sind völlig wertungsfrei. Sie dienen nur dazu, den Unterschied zwischen den beiden Begriffen klar zu machen; in der bisherigen Diskussion gab es da anscheinend ein paar Schwierigkeiten.

Es gibt also gute und schlechte Pornographie und gute und schlechte Erotik. Damit bin ich wieder beim Ausgangspunkt des Threads: Was unterscheidet das Gute vom Schlechten?
N8Dreams hat nach einer Art Checkliste gefragt. Mal abgesehen davon, daß Checklisten auf Literatur nur sehr schwer angewandt werden können (siehe den Film "Dead Poet's Society"), denke ich, daß sich Sex-Stories (um einen neutralen Begriff zu verwenden) der gleichen Mittel bedienen wie andere Geschichten auch; der Unterschied liegt nicht im Handwerk, sondern im Thema. Zum Beispiel will ein Krimi Spannung vermitteln; eine Horror-Geschichte will Furcht erzeugen; und eine Sex-Story will erregen. Um dies zu erreichen, müssen alle ein gewisses Niveau haben und ihre genretypischen Elemente (Mord - Monster - Geschlechtsverkehr) richtig einsetzen. Die Frage nach der Qualität von Sex-Stories ist also die Frage nach der Qualität von Literatur überhaupt.

Was also macht gute Literatur aus? Meiner Meinung nach sind es eine gute Geschichte (im Sinne von plot), überzeugende Charaktere und ein guter Einsatz der Sprache.
Ein guter Plot muß nicht unbedingt neu und einzigartig sein (obwohl das hilft). Auch eine interessante Bearbeitung eines schon bekannten Stoffes (slot A into tab B) ist lesenswert.
Überzeugende Charaktere sind schwieriger zu definieren. Ich bevorzuge solche, deren Handlungen nachvollziehbar also "in character" sind. Wenn sie verrückt handeln, sollte schon vorher vermittelt worden sein, daß sie dazu fähig sind. Wenn sie plötzlich "out of character" handeln, muß das sehr überzeugend geschrieben sein.
Für einen guten Einsatz der Sprache kann man einfacher eine Check-Liste schreiben: Der Ton der Sprache muß zum Plot und den Charakteren passen. Wenn er nicht paßt, wirkt er verfremdend. Daß kann funktionieren, aber wenn es nicht funktioniert, dann hat man (entschuldigt den vulgären Ausrutscher) verkackt.

Meine Güte. Jetzt ist doch noch eine Check-Liste dabei herausgekommen. Jedenfalls hoffe ich, euch nicht allzusehr gelangweilt zu haben. Und vielleicht ist mein Kommentar sogar ganz brauchbar.
 
thanks goro goro

Verdammt, ich bin sprachlos (was selten geschieht)

Verdammt gute Definition und
-check list.

Genau so etwas wollte ich lesen.
Ich muss deinen Beitrag erst noch verdauen.
Einfach Spitze!

Vielleicht der Anfang für ein "What you should avoid in erotic poetry" list?

1. Technic
2. Style
3. Story line
 
Last edited:
@ N8Dreams

"Corinna" ist von Seasick_sailor auf der deutschen Seite.

Lies dir mal die Geschichte von JCutter - ich bin sicher, du findest sie gut und schade, dass er nicht weiter schreibt. Kann man das herausfinden? :D

@ gorogoro

Persönliche Meinung: ich finde deinen obigen Beitrag sensationell, deine Geschichte aber weniger (zumindest auf deutsch)

jetzt mache ich mich mit meinem 3 Post schon unbeliebt... :D

Atrus
 
Atrus said:
@ gorogoro
Persönliche Meinung: ich finde deinen obigen Beitrag sensationell, deine Geschichte aber weniger (zumindest auf deutsch)

jetzt mache ich mich mit meinem 3 Post schon unbeliebt... :D

Atrus
Ich weiss was dich stört, Atrus.
Ich würde es aber gerne von dir hören.......

Man muß als Autor auch mit 9 von 10 klar kommen.
Mit dem Beitrag oben hat goro goro sich sowieso ein Denkmal gesetzt.
Gut, wenn er nicht in den Himmel wächst... :D
 
Atrus said:
Persönliche Meinung: ich finde deinen obigen Beitrag sensationell, deine Geschichte aber weniger (zumindest auf deutsch)
jetzt mache ich mich mit meinem 3 Post schon unbeliebt... :D
Atrus
;)
Keine Angst, gut begründete Kritik halte ich aus. Wie wär's, wenn du mir ne PM mit deinen Anmerkungen schickst?
Das gilt auch für alle anderen!
 
@ N8Dreams

wenn du es unbedingt von mir hören willst, so sei's denn: gibt es kein netteres Wort als "Arsch" und "Arschloch" (würde ich zu meiner Sexpartnerin nie sagen)? :confused:
Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass ich kein Freund von Analverkehr bin... ;)

Atrus
 
Atrus said:
@ N8Dreams

wenn du es unbedingt von mir hören willst, so sei's denn: gibt es kein netteres Wort als "Arsch" und "Arschloch" (würde ich zu meiner Sexpartnerin nie sagen)? :confused:
Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass ich kein Freund von Analverkehr bin... ;)

Atrus
Diese PM ich habe eben gesendet.....
Es gibt doch noch gleiche Meinungen..........

PM an goro goro
Ziemlich einfach meine Kritik.
Meine Kritik beschränkt sich auf EIN EINZIGES Wort.
Gehe durch deine Geschichte und ersetzte das Wort "Arsch" überall wo du findest, durch ein anderes. .......
Übrigens gibt es die Möglichkeit ein "Edited Version" nachschieben. *wink*

PS: gutes Beispiel für die verschiedene Sprachen english/deutsch. In English mir fallen 20 Namen für den Po ein, 10 für dessen Mittelpunkt.....
 
Last edited:
N8Dreams said:
Meine Kritik beschränkt sich auf EIN EINZIGES Wort.
Gehe durch deine Geschichte und ersetzte das Wort "Arsch" überall wo du findest, durch ein anderes.
Danke an Artus und N8Dreams für diesen Hinweis. Ich habe meine Geschichte nochmal überarbeitet. Allerdings wird das Wort "Arsch" im Dialog weiter bleiben, denn da gehört es hin.
 
N8Dreams said:
Rex, ich danke für dein konstruktive Beitrag.
Du sagts viel Wahres.
Aber deine Wahrheit ist für Fortgeschrittene.

Ich wäre nicht ich, wenn ich nicht widersprechen würde nun.

Du trinkst keinen schlechten Wein sowenig ich denke du liebst 12-tönige Musik.
Danke.

Es geht doch gar nicht um schlechten vs. guten Wein, es geht um meinen persönlichen Geschmack. Ich kann immer nur sagen, dieser Wein schmeckt mir und ein anderer schmeckt mir nicht. Das gilt für Portwein und Sherry, Whiskey/Whisky und was sonst noch durch meine eigenen Geschmacksnerven bewertet wird.
Ganz zu schweigen von bestimmten Assoziationen, die ich damit verbinde und mit der Sensorik ja eigentlich gar nichts zu tun haben.

Und während ich an meinem "Sex on the Beach" Cocktail schlürfe und seufzend an diese eine sehr spezielle Nacht am Strand von Santa Monica denke, will ich doch gar nicht wissen, dass ein Barkeeper aus dem Loew's Hotel die Expertenmeinung vertritt, der einzig wahre Cocktail sei "Virgin Colada" weil dieses Getränk der Grundregel XY des Barkeeper 1x1 entspräche.

Und ähnlich verhält es sich auch, glaube ich, mit den Stories hier bei Lit. Wenn mir eine Geschichte nicht gefällt, dann lese ich gar nicht erst weiter.
Und es gibt für die gleiche Geschichte auch sicher jede Menge Fans, die sich ausdrucken und ganz toll finden. Und es gibt auch bestimmt unzählige "Literaturkritiker", die aufschreien, ob der schriftstellerischen Unzulänglichkeiten. I fucking don't care. Period
 
Dann will ich mich auch mal zu wort melden... hab ja irgendwie versprochen das ich jetzt wieder mal öffters da bin :)

Ich weis nicht, in den deutschen Bereich zieht mich persöhnlich nicht sehr viel, vieleicht weil ich sehr viele Geschichten, Filme etc. schon seit Jahren versuche nur im Original zu geniesen. Das ist in den meisten Fällen eh besser da die deutschen Übersetzungen, wenn man das Original kennt meist doch sehr bescheiden sind. Es gibt allerdings auch ein paar sehr gute Übersetzungen... nun ja aber das ist ja nicht der Sinn von dem Post hier.

Was mich eigentlich am meisten an den deutschen Geschichten stört ist das sie, vieleicht liegts wirklich and der Sprache oft relativ flach wirken... fast alle beschränken sich nur auf's "ficken" und damit ist schluß. Ok, ich find Deutsch ist nicht unbedingt die beste Sprache für pornographische Literatur aber erotik lässt sich trotzdem damit erzeugen... ok, ich glaub ich bin auch kein freund von dem was in Deutschland als Porno angesehen wird und daher auch nicht von dem Lesestoff der so ähnlich gestrickt ist.

Jedoch kann ich eins für die meisten Geschichten auf deutsch definitiv sagen, sie kommen mir immer zu schnell auf den Punkt, sind meistens viel zu hart und hören sich nicht wirklich "erotisch" an, gibt hier natürlich auch Ausnahmen. Man kann auch vieles viel besser umschreiben... ich meine, die deutsche Sprache hat jede Menge zu bieten... nicht unbedingt einen weichen Klang aber doch jede Menge Worte.

Daher steht hier neben mir auch so ein paar Bücher aus der Reihe Duden... so zum Beispiel ein Buch mit der Aufschrift "Sinn- und Sachverwandte Wörter". Wenn ich mich nicht irre habe ich damals hier auf Lit in nem How To Text gelesen man sollte sich sowas mal anschaffen... und was soll ich sagen... es lohnt sich...

ehm nun ja, auch wenn man da nicht unbedingt dutzende Wörter für weibliche und männliche Genitalien findet :rolleyes:
 
Vielleicht könnte man ja einen thread oder so starten in dem man einfach mal ein brainstorming für verschiedene Wörter macht, und deren Konnotation diskutiert?
 
Munachi said:
Vielleicht könnte man ja einen thread oder so starten in dem man einfach mal ein brainstorming für verschiedene Wörter macht, und deren Konnotation diskutiert?

Gute Idee, dann starte doch einen!
 
Rex1960 said:
Danke.

Es geht doch gar nicht um schlechten vs. guten Wein, es geht um meinen persönlichen Geschmack. Ich kann immer nur sagen, dieser Wein schmeckt mir und ein anderer schmeckt mir nicht. Das gilt für Portwein und Sherry, Whiskey/Whisky und was sonst noch durch meine eigenen Geschmacksnerven bewertet wird.

Und während ich an meinem "Sex on the Beach" Cocktail schlürfe und seufzend an diese eine sehr spezielle Nacht am Strand von Santa Monica denke, will ich doch gar nicht wissen, dass ein Barkeeper aus dem Loew's Hotel die Expertenmeinung vertritt, der einzig wahre Cocktail sei "Virgin Colada" weil dieses Getränk der Grundregel XY des Barkeeper 1x1 entspräche.
Rex,
ich muss dir widersprechen. Ich habe mich wahrscheinlich schlecht ausgedrückt. Sorry.

Viele von uns mögen französisch, manche italienisch und ganz wenige türkische - Weine :rolleyes:

Ich verstehe du magst meine Californian Wein nicht. Ich kann dein süßes Rheinwasser nicht leiden.

Das ist Geschmacks-Frage.

Darüber kann man nicht streiten

Wir beide jedoch mögen nicht diese verdorbene Palette Wein die sauer ist und nach Schwefel schmeckt. Man bekommt Kopfschmerzen, wenn man trinkt.

Du hast einen americanischen Begriff von Freiheit in der Kunst. (Woher kommt der Begriff Whacko?) Zu sagen "alles ist Geschmackssache" ist zu einfach. Das klingt wie wenn du deine Meinung nicht sagen willst. Und als ob es keine Idea von Kunst gibt.
Verstehst du jetzt was ich meine?

Die Schwierigkeit scheint darin zu sein, daß man sehr leicht erkennt ein verdorben Wein, oder ein schlechte Film weil das Camera zittert. Schwer zu erkennen schlechte gemalte Bilder, weil man nur Kopfschmerzen bekommt, aber nicht sagen kann warum. Unmöglich zu erkennen schlechte Photos, weil heute jeder idiot technisch gute Photos machen kann.
Schlechtes geschriebenes Wort zu erkennen denke ich ist einfach. :cool:
 
Last edited:
LoneOne said:
Was mich eigentlich am meisten an den deutschen Geschichten stört ist das sie, vieleicht liegts wirklich and der Sprache oft relativ flach wirken... fast alle beschränken sich nur auf's "ficken" und damit ist schluß. Ok, ich find Deutsch ist nicht unbedingt die beste Sprache für pornographische Literatur aber erotik lässt sich trotzdem damit erzeugen...

ok, ich glaub ich bin auch kein freund von dem was in Deutschland als Porno angesehen wird und daher auch nicht von dem Lesestoff der so ähnlich gestrickt ist.

Jedoch kann ich eins für die meisten Geschichten auf deutsch definitiv sagen, sie kommen mir immer zu schnell auf den Punkt, sind meistens viel zu hart und hören sich nicht wirklich "erotisch" an, gibt hier natürlich auch Ausnahmen. Man kann auch vieles viel besser umschreiben... ich meine, die deutsche Sprache hat jede Menge zu bieten... nicht unbedingt einen weichen Klang aber doch jede Menge Worte.
Ich stimme dir zu 110% zu. Exact meine Meinung. :kiss:

Viele deutsche Stories erinnern mich an "Porno" Filme (oder was die deutschen dachten es sei) vor 30 Jahren. Eine Folge von Fick-scenes mit Laien ohne Handlung. Oder einem sehr mühselig, schwachen lächerlich Mantel von Handlung.
Obwohl du kein einziges "Schwanz in Möse" Take hast, bekommst du ein kleberiges Gefühl.

Wenn ich selber nicht glauben würde man kann auch mit deutsch gut schreiben ich würde dies Thread nie gestarted haben. Deutsch ist eine sehr schöne bildreiche Sprache, die mehr Worte hat als English. Warum soll es ausgerechnet mit deutsch nicht möglich sein? Ich habe in deutsch wunderschöne Worte gefunden, die kein Zwilling in English haben und nicht zu übersetzen sind. Auch nicht mit ein ganze Satz. Denke an das wunderschöne Wort "Hingabe".

Es ist einfach ein Drehbuch für ein schlechte Porno zu schreiben - deshalb es gibt soviele davon.
Ein Porn-Movie machen (man nennt es dann "Erotik-Film" damit auch Mama sehen kann) an das man noch nach Jahren erinnert, spricht, ein Film den du kaufst auf DVD, "weil er so schön ist", ist sehr schwer zu machen und selten.

Diesen Unterschied nenne ich Kunst.

Genauso ist es mit dem geschriebenen Wort.
 
Last edited:
Geschmacksfrage

tja, schon die alten Römer haben gesagt: de gustibus non est disputandum (über die Geschmäcker soll man nicht streiten).

Ich bin mit N8 insofern einig, dass ein saurer Wein nun wahrscheinlich wirklich niemandem schmeckt. Anderseits ist Geschmack eine sehr persönliche Sache, und - jetzt setz ich mich wieder in die Nesseln - vielleicht ein Stück weit auch mitbestimmt von der Bildung, die man genossen hat. Ich meine damit, dass Leute mit weniger Bildung gewisse Darstellungen und Ausdrucksweisen geil finden und von ihnen angetörnt werden, während andere sich daran stören oder angewidert sind. Ob man da je einen Konsens, auch für Geschichten im Lit, findet? Ich halte es da wie Rex: wenn mir eine Geschichte nicht gefällt, lese ich sie einfach nicht weiter.
 
@ LoneOne und N8

Ich bin der gleichen Meinung: es ist möglich, gute erotische Geschichten in Deutsch zu schreiben. Vor etwa 25 Jahren gab es im rororo-Verlag eine Taschenbuchreihe mit erotischen Geschichten von verschiedenen Autoren (Das Wasserbett, Das Frühlingsbett, Das Filmbett etc.), teilweise übersetzt aus dem Schwedischen oder Dänischen, aber alle gut übersetzt. Ich habe diese Bändchen noch und lese immer gerne wieder darin.

jetzt muss ich an die Arbeit, bis dann

Atrus
 
Atrus said:
tja, schon die alten Römer haben gesagt: de gustibus non est disputandum (über die Geschmäcker soll man nicht streiten).
Ah.....endlich Konkurenz zu das Fast-Food-Latein von Rex!!!!! :rolleyes:

Atrus said:
Ich bin mit N8 insofern einig, dass ein saurer Wein nun wahrscheinlich wirklich niemandem schmeckt. Anderseits ist Geschmack eine sehr persönliche Sache, und - jetzt setz ich mich wieder in die Nesseln - vielleicht ein Stück weit auch mitbestimmt von der Bildung, die man genossen hat. Ich meine damit, dass Leute mit weniger Bildung gewisse Darstellungen und Ausdrucksweisen geil finden und von ihnen angetörnt werden, während andere sich daran stören oder angewidert sind.
Deine These ist gewagt, macht leicht unbeliebt und ist Sprengstoff.
Ich teile sie mit einer Einschränkung: Bildung oder social status schützt nicht vor Bigotry sondern fördert es, die größten Perversionen wirst du dort finden. :cool:

Atrus said:
Ob man da je einen Konsens, auch für Geschichten im Lit, findet?
Eine wirklich gute Geschichte gefällt allen - wie die Mona Lisa.... :heart:
 
Last edited:
Music and poetry

A long time I watched and followed the discussion running on this thread.
Writing of erotic poetry und at last judging it, is not a matter of being a snob or feeling superior. It's a matter of expecting the artist to be competent with their instrument.

You wouldn't go out to listen to a guitarist who couldn't play; whose fingers got stuck in his strings. You'd probably walk away if the sax player is squeaking and hitting bad notes. It's the same thing with writing.

Most of us who write spend a lot of time and effort in learning grammar and spelling, not so we can make anyone feel inferior, but because we're extremely sensitive about language. Errors in punctuation and grammar stand up and slap us in the face, just like sour notes in music. That's why we're very careful about spelling and grammar and punctuation in our stories.

To continue the music analogy, it's one thing to listen to your friend fumbling around on the guitar and encourage him, but you wouldn't be doing anyone a favor by suggesting that he book Carnegie Hall and go public. You've got to master your instrument to be taken seriously.

Nobody of us likes to listen to a bad musician and nobody has to be an expert for judging. Even children know the differences in music.

Thats my opinion.
 
Damit der bisher anregendste Thread in diesem Forum nicht zu weit nach unten sinkt, möchte ich mal wieder etwas posten. Ich bin heute beim Durchsehen meiner alten Zeitungsartikel (ja, ich schneide sie mir aus) auf einen interessanten Text gestossen, der sehr gut in diesen Thread paßt. Der Artikel befaßt sich mit Darstellung von Sexualität (vor allem in der pornographischen Variante) in klassischen und modernen Romanen (reicht also von Dante bis Houllebecq). Eine für diesen Thread relevante Stelle möchte ich zitieren:

"Pornographie spielt mit der Imagination, indem sie reale sexuelle Akitivität inszeniert und zugleich einbekennt, daß diese Inszenierungen imaginär sind. Immer gesteht sie, daß die Herrschaft der Fiktion über den Leser [...] nicht aus der täuschend echten Abbildung der Wirklichkeit erwächst, sondern aus der Weise, wie Sprache die Einbildungskraft des Lesers erregt. Pornographie, die eben nicht naiv verfährt, reflektiert über Lektüre und die Wirkung künstlerischer Darstellung, die sie zugleich feiert."
(Thomas Hettche, "Die neue Keuschheit der Pornographie", Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.1.2003)

Nichts zu danken.
 
goro goro said:
... Der Artikel befaßt sich mit Darstellung von Sexualität (vor allem in der pornographischen Variante) in klassischen und modernen Romanen (reicht also von Dante bis Houllebecq). Eine für diesen Thread relevante Stelle möchte ich zitieren:

"Pornographie spielt mit der Imagination, indem sie reale sexuelle Akitivität inszeniert und zugleich einbekennt, daß diese Inszenierungen imaginär sind. Immer gesteht sie, daß die Herrschaft der Fiktion über den Leser [...] nicht aus der täuschend echten Abbildung der Wirklichkeit erwächst, sondern aus der Weise, wie Sprache die Einbildungskraft des Lesers erregt. Pornographie, die eben nicht naiv verfährt, reflektiert über Lektüre und die Wirkung künstlerischer Darstellung, die sie zugleich feiert."
(Thomas Hettche, "Die neue Keuschheit der Pornographie", Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.1.2003)

Nichts zu danken.

doch, doch. Danke für die Blumen. :rose: :D
Deine Bemerkung über diese thread ich habe wohl gelesen

Vielleicht könntest du den article scannen und hier anhängen?

Ich stimme allerdings nicht mit allem überein.
Pornography ist Inszenierung (wie jede Kunst :D ), ganz klar. Aber spiegelt sie vor imaginär zu sein? Ich zweifle sehr heftig. Ist nicht ein Element - ich denke jetzt besonders an Filme - das "so könnte es sein"?, das Spiel mit der Wirklichkeit und der möglicherweise "realen Illusion"?
Treibt nicht die Pornography von Filmen ein besonders tückisches Spiel mit der männlichen Fantasy? :D

Es klingt zu mir wie wenn Hettiche nur "gute Pornography" in seinem Article meint. Das lese ich aus "der täuschend echten Abbildung der Wirklichkeit erwächst, sondern aus der Weise, wie Sprache die Einbildungskraft des Lesers erregt. Pornographie, die eben nicht naiv verfährt".
"Täuschend echt" und "Sprache erregt Einbildungskraft" und "nicht naiv" sind für mich Attibute, die ein Können verlangen, eine Kunstfertigkeit.
Schreibt Hettiche auch über schlechte Pornography?

Es scheint die Meinung zu kristallisieren, es gibt gute und schlechte Pornography und Pornography ist nicht primär schlecht.
goro goro schreibt weiter oben:
"Pornographie ist die explizite Darstellung von sexuellen Handlungen mit dem Ziel, den Leser sexuell zu erregen."
Daran finde ich nichts schlechtes. Ich finde an Sexualität nichts schlechtes.
Ich finde schlimm man muss darüber diskutieren.
Ich finde es macht sehr viel Spaß. Ich sehe keinen Grund warum man keine Spaß haben sollte, nur weil die bigot Gesellschaft anderer Meinung ist und "Erotik" als besser bewertet als Pornography. Da ist Pornography sogar mehr ehrlich.
 
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Basics and Advanced

MelancholicDreamer said:
Most of us who write spend a lot of time and effort in learning grammar and spelling, not so we can make anyone feel inferior, but because we're extremely sensitive about language. Errors in punctuation and grammar stand up and slap us in the face, just like sour notes in music. That's why we're very careful about spelling and grammar and punctuation in our stories.
Thanks for your analogy to music, it hits the point very well.

There is another important argument why just erotic writing has to be extremely good and well done - first by craft skills and then by content.

There is nothing more sensitive thinkable like sexual arousal, nothing more can so easily get disturbed - not only male erections... :D
Bad grammar, bad spelling kills all of it. This is basically.

How pretty the author will succeed in arousing his readers depends on style and story line too. Thats advanced....
 
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