Der Bibel/Christen/Glauben/usw.-Thread

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Es gibt nämlich für das Verbot von Schweinefleisch eigentlich keinen haltbaren (zumindest keinen wissenschaftlich haltbaren) Grund.
(...snip...)
Für die Existenz von Gott/ Göttern gibt es auch keine wissenschaftlich haltbaren Gründe, trotzdem soll es nach wie vor einen Haufen Leute geben, die das nicht juckt. :cool:
Wissenschaftliche Gründe in Glaubensfragen sind das falsche Argument, daß eine hat mit dem anderen nichts zu tun - Religion und (moderne) Wissenschaft sind zwei grundverschiedene Dinge.
 
Wenn die Moral flöten geht

Und Gott sprach: "Du sollst mit deiner Schwester, die deines Vaters oder deiner Mutter Tochter ist, nicht Umgang haben." Er sprach: "Keiner unter euch soll sich irgendwelchen Blutsverwandten nahen, um mit ihnen geschlechtlichen Umgang zu haben." Und auch so sprach er, im 3. Buch Mose, Kapitel 18, Vers 3: "Ihr sollt nicht tun nach der Weise des Landes Ägypten."

Aber dennoch: ist der Bruder-Schwester-Inzest selten, das stimmt, aber das könnte sich bald ändern. Die moderne Medizin trägt dazu bei: Es gibt heute mehr Halbgeschwister denn je - durch Samenspende gezeugt. Die könnten irgendwann zusammenfinden.
Die könnten sich verlieben.
Und dann? - DER SPIEGEL 40/2014

Selbst aus meiner Sicht ein schwieriges Thema.
An dem man nicht ohne weiteres rühren sollte.
 
Für die Existenz von Gott/ Göttern gibt es auch keine wissenschaftlich haltbaren Gründe, trotzdem soll es nach wie vor einen Haufen Leute geben, die das nicht juckt. :cool:
Wissenschaftliche Gründe in Glaubensfragen sind das falsche Argument, daß eine hat mit dem anderen nichts zu tun - Religion und (moderne) Wissenschaft sind zwei grundverschiedene Dinge.

Naja, also langsam, glaube ich aber, wir reden doch ein wenig aneinander vorbei.

Habe ich nicht geschrieben, dass ich das Schweinefleisch-Verbot eben genau deswegen so interessant finde, weil es moralisch/theologisch eben keine wirklich nennenswerte Sache hat?

-- Die Sache mit Gott / ob es ihn gibt oder nicht, können wir sowohl bei den Christen als auch bei den Muslimen führen, ich glaube, da werden wir bei beiden aufkeinen zufriedenstellenden Zweig kommen (auch wenn es wahrscheinlich leichter sein wird, den christlichen Gott zu zeichnen als den islamischen....)

Deswegen habe ich ja genau dieses "unwichtige" Ding gewählt, mit dem Schweinefleisch-Gebot... :cool:
 
Naja, also langsam, glaube ich aber, wir reden doch ein wenig aneinander vorbei.

Habe ich nicht geschrieben, dass ich das Schweinefleisch-Verbot eben genau deswegen so interessant finde, weil es moralisch/theologisch eben keine wirklich nennenswerte Sache hat?
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(...snip....)
Es gibt nämlich für das Verbot von Schweinefleisch eigentlich keinen haltbaren (zumindest keinen wissenschaftlich haltbaren) Grund.
(...snip...)veränderte Hervorhebung von mir

Wenn wir aneinander vorbeireden, dann deswegen, weil du eins schreibst, aber scheinbar was anderes meinst. Ich kann keine Gedanken lesen, wenn du willst, daß ich auf das reagiere, was du meinst, dann mußt du das auch schreiben.
 
EDIT:
Wenn wir aneinander vorbeireden, dann deswegen, weil du eins schreibst, aber scheinbar was anderes meinst. Ich kann keine Gedanken lesen, wenn du willst, daß ich auf das reagiere, was du meinst, dann mußt du das auch schreiben.

Naja, vllt. red ich wirklich ein wenig mit der Kirche ums Kreuz... oder mit dem Halbmond um die Moschee. *hihi* :D Ich habe nur den Eindruck, dass du dir das zu einfach machst. Ich meine, du siehst das so wie: Die einen sehen das so, und die anderen so, und dann sollen sich die das halt einfach ausmachen... ;) Nur so ist es eben nicht.

Das ist eben die große Illusion unter Atheisten, dass sich der christliche Glauben mit dem Islam vergleichen lässt...

Hamed Abdel-Samad hat das in einem Interview deutlich gesagt, angesprochen auf diese "Muslimen-Benachteiligten-Theorie": Im Sinne, das hat ja alles nix mit dem Islam zu tun, das sind ja alles nur benachteiligte Jugendliche...
Darauf hat er gesagt: Es gibt auch benachteiligte Hindus und benachteiligte Atheisten, in den gleichen Stadtvierteln in Belgien (Molenbeek), leben auch Chinesen und Vietnamesen... und keine von denen sprengen Busse in die Luft...
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Für die Existenz von Gott/ Göttern gibt es auch keine wissenschaftlich haltbaren Gründe, trotzdem soll es nach wie vor einen Haufen Leute geben, die das nicht juckt. :cool:
Wissenschaftliche Gründe in Glaubensfragen sind das falsche Argument, daß eine hat mit dem anderen nichts zu tun - Religion und (moderne) Wissenschaft sind zwei grundverschiedene Dinge.

Wie ich schon sagte, ich glaube, du machst es dir zu einfach. Weil:

Natürlich ist die Existenz Gottes nicht zu beweisen. (wie auch das Gegenteil, also die Nicht-Existenz nicht zu beweisen ist...). ABER: In jeder Religion gibt es auch Handlungsanweisungen. Und diese sind sehr wohl (und müssen) einer wissenschaftlichen Prüfung zugänglich sein: Einer Prüfung, ob diese oder jene Anweisung aus diesem oder jenem Buch, geschrieben um 700 v.Chr. / um Chr. / um 700 n.Chr. auch heute - 2016 n.Chr. - noch Sinn machen...

Und jetzt kehre ich zurück zum eigentlichen Ausgang meines Posts, nämlich der Schweinefleisch-Sache:

Hier eben, kenne ich (bis heute) noch keinen wirklichen Grund, warum es einen Sinn machen würde, das Essen von Schweinefleisch gänzlich zu verbieten... Zumal es ja nicht nur die Katholiken so sehen - sondern auch in ganz Asien, die ganzen 1.3 Milliarden Chinesen sehen kein Problem, und auch in Indien, immerhin unter 1.2 Milliarden Menschen, mit 20 Religionen und 200 Sprachen, ist es wieder nur eine Sache unter Muslimen, dass kein Schweinefleisch gegessen werden darf...

Also, mit einem Wort: Ich sehe da überhaupt keinen Sinn dahinter... ;)
 
Last edited:
Hi @Elucai, Dankeschön für dieses Beispiel! :) Ich finde, das ist ein extrem gutes Beispiel dafür, was ich oben sagen wollte: Dass sich Religion und Wissenschaft überhaupt nicht ausschließen. Sondern, ganz im Gegenteil, gegenseitig ERGÄNZEN!!!

Und Gott sprach: "Du sollst mit deiner Schwester, die deines Vaters oder deiner Mutter Tochter ist, nicht Umgang haben." Er sprach: "Keiner unter euch soll sich irgendwelchen Blutsverwandten nahen, um mit ihnen geschlechtlichen Umgang zu haben." Und auch so sprach er, im 3. Buch Mose, Kapitel 18, Vers 3: "Ihr sollt nicht tun nach der Weise des Landes Ägypten."

Aber dennoch: ist der Bruder-Schwester-Inzest selten, das stimmt, aber das könnte sich bald ändern. Die moderne Medizin trägt dazu bei: Es gibt heute mehr Halbgeschwister denn je - durch Samenspende gezeugt. Die könnten irgendwann zusammenfinden.
Die könnten sich verlieben.
Und dann? - DER SPIEGEL 40/2014

Selbst aus meiner Sicht ein schwieriges Thema.
An dem man nicht ohne weiteres rühren sollte.


Hier haben wir eine moralische / religiöse / soziologische / gesellschaftliche Handlungsanweisung formuliert, von irgendwann um 700 v. Chr. (aus der Zeit stammt etwa das AT) - bei der wir eigentlich erst ab dem 19. Jahrhundert herausgefunden haben, WARUM das eigentlich Sinn macht, was da in diesem 2.500 Jahre alten Buch steht...

Natürlich, werden sie auch damals schon festgestellt haben, dass Kinder, gezeugt von Bruder und Schwester weit häufiger massiv "nicht-lebensfähig waren" - aber die wissenschaftliche Erklärung, samt der Diktion dazu ("genetischer Defekt"), stammt aus dem 20. Jahrhundert...

Aus meiner Sicht ein wunderbares Beispiel, wie Religion und Wissenschaft sich gegenseitig ergänzen...

:)
 
Noch was für Angie zum Nachdenken.

salus populi suprema lex esto

Das Wohl des Volkes sei höchtes Gesetz.
 
Noch was für Angie zum Nachdenken.

salus populi suprema lex esto

Das Wohl des Volkes sei höchtes Gesetz.

Au, ja, da fällt mir nur ein, meine signatur: Vox populi, now vacant, vanished...
Die Stimme des Volkes, inzwischen nun leerstehend, verschwunden....

Das sag ich aber ganz ohne Latein: ;) Die erste Aufgabe des Staates ist es, für die Sicherheit seiner Bürger zu sorgen. :)
Und wenn der Staat das nicht schafft, wenn Polizisten an der Grenze des Landes zur Seite gedrängt werden, wenn hunderttausende Fremde durch das Land laufen, wenn in Köln hunderte Frauen sexuell belästigt werden, dann beginnen die Bürger eben, etwas dagegen zu tun; wenn der Staat es nicht macht...
Und wie immer - wenn der Mob beginnt sich zu formieren - kommt dabei nix Gutes raus... :rolleyes:

Achja, und wer war jetzt noch mal "Angie"? ;)
 
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ABER: In jeder Religion gibt es auch Handlungsanweisungen. Und diese sind sehr wohl (und müssen) einer wissenschaftlichen Prüfung zugänglich sein: Einer Prüfung, ob diese oder jene Anweisung aus diesem oder jenem Buch, geschrieben um 700 v.Chr. / um Chr. / um 700 n.Chr. auch heute - 2016 n.Chr. - noch Sinn machen...
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Hier eben, kenne ich (bis heute) noch keinen wirklichen Grund, warum es einen Sinn machen würde, das Essen von Schweinefleisch gänzlich zu verbieten... Zumal es ja nicht nur die Katholiken so sehen - sondern auch in ganz Asien, die
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Also, mit einem Wort: Ich sehe da überhaupt keinen Sinn dahinter... ;)

Du mußt da auch keinen Sinn dahinter sehen. Genauso wenig, wie ich einen Sinn dahinter sehen muß, warum ein ans Kreuz genagelter Zimmermann irgendetwas mit meinen Sünden zu tun haben sollte...

Zu deiner Überlegung zu Alkohol versus Schweinefleisch: da könnte man als mildernden Umstand anführen, daß Alkohol ein Suchtmittel ist, Schweinefleisch nicht. Ich verzichte auch lieber auf (Schweine-)Fleisch. :D

Anzunehmen, daß irgendeine religiöse Aussage oder Gebot wissenschaftlich überprüfbar sein müßte, ist ein Fehlschluß.
Wenn alle Religionen sich brav von allem trennen würden, daß wissenschaftlich widerlegbar ist, würde bei vielen nicht viel übrig bleiben. Anders ausgedrückt: in jeder Religion finden sich Gläubige, die sich an Glaubenssätze halten, die, wissenschaftlich betrachtet, keinen Sinn machen. Leider sind wissenschaftliche Kriterien für Religion nicht relevant - wer ausreichend in seinem jeweiligen Glauben gefestigt ist, denn erschüttern unwichtige Details wie Fakten und Evidenz doch nicht. Das solltest du am besten verstehen. :p
Wäre dem anders, würden Muslime Schweinefleisch essen, und die Katholiken hätten keine Transsubstation.

Wissenschaft und Religion ergänzen sich nicht. Religion braucht keine Wissenschaft, erweist sich meist als Fortschrittsbremse und ignoriert Erkenntnisse, weil nicht sein darf, was der Schrift/ Tradition widerspricht (die katholische Kirche z.B. hat geschlagene 360 Jahre gebraucht, um anzuerkennen, daß Gallileo Gallilei recht hatte, und sich die Sonne um die Erde dreht. Die zuständige Kommision hat 13(!) Jahre gebraucht, um sich zu dieser Erkenntnis durchzuringen. Damit will ich nicht sagen, die kath. Kirche ist schlechter als andere, ich kenne nur von anderen Religionen kein konkretes Beispiel.).
Wissenschaft braucht eine Ethik, aber die muß nicht zwangsläufig auf Religion beruhen.

Zu guter Letzt: es ist nicht die Religion, die die Menschen macht, sondern Menschen, die Religion machen.
Da spielt Wissenschaft keine Rolle, und heilige Schriften oder Überlieferungen haben sich schon immer so (um)interpretieren lassen, daß man jede noch so unsinnige Ansicht daraus bestätigen kann.
Immerhin gibt es eine christliche Sekte, die wirtschaftlichen Erfolg als Maß der Gunst Gottes betrachtet. Wie man das aus einem Buch herauslesen kann, dessen "Protagonist" so Dinge wie das Kamel und das Nadelöhr gesagt hat, ist mir ein vollendetes Rätsel...
Es gab mal eine Zeit, da war die islamische Welt der Hort von Wissen und Fortschritt, und die christliche Welt finster und barbarisch. Heute ist es umgekehrt (jedenfalls aus unserer westlich-christlich geprägten Sicht ;) ). Ich habe keine Zweifel, daß der Wind sich auch wieder dreht. Aber dann bin ich hoffentlich nicht mehr da, es ist schon ganz angenehm, auf der Sonnenseite des Lebens geboren zu sein. :D
 
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Aus meiner Sicht ein wunderbares Beispiel, wie Religion und Wissenschaft sich gegenseitig ergänzen...

:)
Solange die wissenschaft die religiöse Vorstellung bestätigt, war die Welt schon immer in Ordnung...

Abgesehen davon, daß Abraham seine Halbschwester gehelicht hat, und, bei strenger Bibelauslegung, Adam und Evas Kinder Inzest betrieben haben müssen... :p
 
Okay, bardo. Auf diesem Punkt kommen wir wohl nicht mehr auf einen Grünen Zweig.

Ich behaupte, dass sich sämtliche 10 Gebote - heute, aus dem 20./21. Jh. nachträglich herleiten lassen - zB aus der Soziologie, warum Gesellschaften besser funktionieren, wenn die Mitglieder der Gesellschaft nicht voneinander stehlen... oder warum es Sinn macht, nicht die Ehe zu brechen, oder nicht zu Töten... Und wenn ich das Gebot lese "Du sollst nicht falsches Zeugnis ablegen wider deinen Nächsen" --> dann lese ich astrein die aktuelle Diskussion über Mobbing heraus... Das steht alles schon in den 10 Geboten, wenn du mich fragst...

Aber wer mit religiösen Aussagen natürlich nix anfangen kann, den soll man natürlich auch nicht zwingen... ;)

Jedenfalls finde ich es schön, dass du - am Schluss deines Postes - zumindest anklingen lässt, dass du froh bist, dass du hier in einer westlich-christlich geprägten Welt lebst und nicht in einer muslimischen... ;)

Für mich ist das zumindest einmal eine - begrenzte, anerkennende Akzeptanz - dass die Kirche in den letzten 2.000 Jahren in Europa doch nicht ganz alles ganz falsch gemacht hat... :rose:

kimber

EDIT: nur seitenlangen Full-Quote gelöscht. Weiß selber net, warum ich jetzt plötzlich anfange zum fullquoten... :rolleyes:
 
Last edited:
Nachtrag:
Wie man das aus einem Buch herauslesen kann, dessen "Protagonist" so Dinge wie das Kamel und das Nadelöhr gesagt hat, ist mir ein vollendetes Rätsel...

Ernsthaft? Dieses Gleichnis verstehst du nicht? :confused: Mk 10,22 ff (Von Reichtum und Nachfolge) Dabei is das sogar noch eines von den "einfacheren"... ;)

Es geht darum, dass es für Reiche extrem schwer ist, in den Himmel zu kommen, WEIL (meine Interpretation folgend): Reiche über die Jahre unzählige Gebote missachten müssen, um eben "reich" zu werden (bzw. zu bleiben). Beispiele: Angefangen vom Banker, der schwindelige Produkte verkaufen muss, weil er sonst seinen Job verliert, über den Vorstand, der 1000 Leute kündigt, weil der Gewinn nicht stimmt, bis hin zum Hausbesitzer, der einen Mieter aus der Wohnung klagt, weil der seine Miete nicht mehr bezahlen kann - ökonomisch: völlig klar, so funktioniert das nun mal... aber "christlich"? Einen Menschen, der ohnehin schon seine Miete nicht zahlen kann, vor dir Tür setzen? Und ihm dann auch noch Gerichts- und Räumungskosten aufbrummen... die er natürlich auch nicht zahlen kann? ... aber so läuft das nun mal... :cool:
--

Christoph Kardinal Schönborn, Erzbischof von Wien, hat das in einem Artikel mal schön beschrieben:
»Immer noch wächst bei uns die Zahl der Reichen. Schneller wächst die Zahl der Menschen, die an oder unter der Armutsgrenze leben. ... Jesus sagt heute sehr klar, dass Reiche schwerer in den Himmel kommen als Arme, Ja, er erklärt eigentlich, dass es für Reiche unmöglich ist: „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.“ « https://www.erzdioezese-wien.at/sit...ibel/gedankenzumevangelium/article/45776.html
 
Last edited:
„Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.“ « [/I]https://www.erzdioezese-wien.at/sit...ibel/gedankenzumevangelium/article/45776.html[/COLOR]

Da steht aber dahinter auch:
"Wer kann dann noch gerettet werden? Jesus sah sie an und sagte: Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich."

Also ist es nicht nur für "Reiche unwahrscheinlich" in "das Reich Gottes" zu kommen, sondern für "normale Menschen" sogar unmöglich???

Dann wäre ich lieber einer der Reichen, dann gibt es wenigstens noch eine "minimale Option" aufs Himmelreich!!

Gruss

Hans
 
Solange du nicht richtig liest (oder verstehen willst), was ich schreibe, werden wir ganz sicher nicht auf einen grünen Zweig kommen. :mad:
Was wir, bei unserem Unterschied in religiöser Auffassung, m. E. eh nicht tun werden.

Nachtrag:


Ernsthaft? Dieses Gleichnis verstehst du nicht? :confused:
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Was ich geschrieben habe, sollte man im Zusammenhang lesen, und nicht nur auf einzelne (Teil-)Sätze anspringen:
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Immerhin gibt es eine christliche Sekte, die wirtschaftlichen Erfolg als Maß der Gunst Gottes betrachtet. Wie man das aus einem Buch herauslesen kann, dessen "Protagonist" so Dinge wie das Kamel und das Nadelöhr gesagt hat, ist mir ein vollendetes Rätsel...
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Was ich nicht verstehe, ist, wie man wirtschaftlichen Erfolg als Maß der Gunst Gottes interpretieren und sich dabei als christlichen Glauben verstehen kann, wenn der "Gründer" der Religion so ein Gleichnis wie das obige verwendet hat. Zumal das ja nicht die einzige Aussage Christus zur Unvereinbarkeit von Reichtum und dem Betreten des Himelreiches ist.
 
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Also ist es nicht nur für "Reiche unwahrscheinlich" in "das Reich Gottes" zu kommen, sondern für "normale Menschen" sogar unmöglich???

Dann wäre ich lieber einer der Reichen, dann gibt es wenigstens noch eine "minimale Option" aufs Himmelreich!!

Gruss

Hans


Ich hätte diese Passage so interpretiert, daß es für Menschen unmöglich ist, als reicher Mensch in den Himmel zu kommen, Gott es aber einrichten kann, daß es auch ein Reicher schafft. :rolleyes:
Ansonsten sagt Jesus an anderer Stelle einem Reichen, der alles richtig gemacht hat, und ihn fragt, wie er denn ins Himmelreich kommen kann, daß er dafür nur noch seinen Reichtum unter den Armen verteilen muß, dann ist alles Roger.:D
Nichts ist unmöglich (für Gott)... (heißt das, Gott fährt 'nen Tojota? :nana:)
 
Solange du nicht richtig liest (oder verstehen willst), was ich schreibe, werden wir ganz sicher nicht auf einen grünen Zweig kommen. :mad:
Was wir, bei unserem Unterschied in religiöser Auffassung, m. E. eh nicht tun werden.
Ja, das mag sein. Obwohl ich noch nicht einmal genau weiß, was deine Auffassung eigentlich genau ist. Aktuell meine ich, dass du nahe an Marx dran bist: Religion ist vom Menschen gemacht, dient vor allem dazu, den Menschen über das vom Menschen gemachte Übel hinwegzutrösten u.s.w. (die berühmte Stelle vom »Opium des Volkes«); gewissermaßen die "ur-atheistische" Ansicht. ;)
(--> die AUCH (!) seine Berechtigung hat. Also ich will da gar nix gegen sagen!)


Was ich geschrieben habe, sollte man im Zusammenhang lesen, und nicht nur auf einzelne (Teil-)Sätze anspringen:
Was ich nicht verstehe, ist, wie man wirtschaftlichen Erfolg als Maß der Gunst Gottes interpretieren und sich dabei als christlichen Glauben verstehen kann, wenn der "Gründer" der Religion so ein Gleichnis wie das obige verwendet hat. Zumal das ja nicht die einzige Aussage Christus zur Unvereinbarkeit von Reichtum und dem Betreten des Himelreiches ist.
Auweia, das hab ich erst jetzt richtig kapiert... Ich bin nicht immer 100% nüchtern, wenn ich hier les... ;)

Hier das Original:
Zu guter Letzt: es ist nicht die Religion, die die Menschen macht, sondern Menschen, die Religion machen.
Da spielt Wissenschaft keine Rolle, und heilige Schriften oder Überlieferungen haben sich schon immer so (um)interpretieren lassen, daß man jede noch so unsinnige Ansicht daraus bestätigen kann.
Immerhin gibt es eine christliche Sekte, die wirtschaftlichen Erfolg als Maß der Gunst Gottes betrachtet. Wie man das aus einem Buch herauslesen kann, dessen "Protagonist" so Dinge wie das Kamel und das Nadelöhr gesagt hat, ist mir ein vollendetes Rätsel...

Du hast
1) deine Ansicht geschrieben ganz oben ("der Mensch macht die Religion"), dann
2) als Beispiel gebracht die "christliche Sekte", und dazu
3) quasi als Gegenbeispiel die Bibel, mit dem Gleichnis vom Kamel & Nadelöhr (welches du sehr wohl verstehst) und
4) mit »ist mir ein vollendetes Rätsel« hast du --> (2) die Sekte gemeint und nicht (3) das Gleichnis...

Auweia, ja, okay: Jetzt, wo du mich drauf hinweise, kapier ich, worauf du dich da jeweils bezogen hast. :cattail: Ich nehme folglich meine Kritik gerne zurück! :rose: Mea culpa. Hab ich zuerst nicht verstanden... :cattail:
 
Was ich nicht verstehe, ist, wie man wirtschaftlichen Erfolg als Maß der Gunst Gottes interpretieren und sich dabei als christlichen Glauben verstehen kann, wenn der "Gründer" der Religion so ein Gleichnis wie das obige verwendet hat. Zumal das ja nicht die einzige Aussage Christus zur Unvereinbarkeit von Reichtum und dem Betreten des Himelreiches ist.

Ja, das verstehe ich auch nicht. Das ist aber auch keine katholische Ansicht.

Das ist protestantisch / evangelisch, oder von mir aus evangelikal... Es gibt auch eine christliche Sekte [pardon: "anerkannte chistliche Religionsgemeinschaft"] :D :rolleyes: --> die Blut-Transfusionen ablehnt (die "Zeugen Jehovas"), weil sie meinen, aus irgendeiner Stelle der Bibel herausgelesen zu haben, dass Jesus Christus das verboten hätte...

Also, auf eine gewisse Art und Weise hast du da schon recht, bardo: ;) :rose: :cattail: Auf eine gewisse Art und Weise kann man sich aus jedem etwas älteren mystischen Buch - von dem man das eine nimmt, und das andere nicht - seine eigene "Religion" zimmern... :rolleyes:
 
Lasst es mich mit den Worten des unsterblichen Wilhelm Busch sagen:

"Das Gute und dieser Satz steht fest, ist das Böse, was man lässt."
 
Reformiert, genauer gesagt.

Ja. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob sich die reformierten Kirchen mit der Abspaltung von der katholischen so einen großen Gefallen getan haben... immerhin: den Papst kennt man. Wieviele ansonsten zB das Oberhaupt der anglikanischen Kirche nennen können, da hab ich so meine Zweifel... ;) und auch Martin Luther wollte eigentlich nie eine Kirchenspaltung... :rose:
 
Last edited:
Schlag 2

Obwohl es kein deutliches Inzestverbot in der Bibel gibt, wissen wir, daß die Natur Inzest nicht gut aufnimmt. Krüppel und Fehlgeburten sind die Folge oder Rassen, die dermassen überzüchtet sind, daß sie ein Schnupfen umbringt.

Na und da geht dieser Gott hin und sagt zu zwei Menschen, die er geschaffen hat: "Seid fruchtbar und mehret Euch.

Also Schwester mit Bruder, Mutter mit Sohn, Vater mit Tochter usw.

Und das obwohl er die Regeln geschaffen hat, die Inzest verbieten.

Was ist das jetzt, Blödheit oder Gehässigkeit?

Ach ich glaub, der war einfach nur pervers.
Doch es gibt ein Inzestverbot. Ein Vater soll nicht bei seiner Tochter liegen eine Mutter nicht bei ihrem Sohn und so weiter da steht tatsächlich in der Bibel. Leviticus
 
Doch es gibt ein Inzestverbot. Ein Vater soll nicht bei seiner Tochter liegen eine Mutter nicht bei ihrem Sohn und so weiter da steht tatsächlich in der Bibel. Leviticus

Danke für den Hinweis @Avelian ! :)

Ja, das steht tatsächlich so im AT: (ich hab das jetzt zwar selber nachschauen müssen, weil für mich als Katholiken das AT nicht so ganz die Relevanz hat...). Aber das steht so drinnen:

Lev 20,9 Jeder, der seinen Vater oder seine Mutter verflucht, wird mit dem Tod bestraft. Da er seinen Vater oder seine Mutter verflucht hat, soll sein Blut auf ihn kommen.
--> Daraus wurde das heutige 4. Gebot: Du sollst Vater und Mutter ehren.

Lev 20,10 Ein Mann, der mit der Frau seines Nächsten die Ehe bricht, wird mit dem Tod bestraft, der Ehebrecher samt der Ehebrecherin.
--> Daraus wurde dann das 6. Gebot und das 10. Gebot... 😊 😇

(Mohammed, dem berühmten Kaufmann aus Mekka, wurde das wahrscheinlich von seinen damaligen jüdischen Händlern am Markt falsch erzählt... Weswegen der "Prophet" dann 12 Frauen haben durfte, aber der durchschnittliche heutige Muslim nur 4...) 🤔

https://katholisch.de/video/12250-was-sind-die-zehn-gebote

Und in
Lev 20,11 steht: Ein Mann, der mit der Frau seines Vaters schläft, hat die Scham seines Vaters entblößt. Beide werden mit dem Tod bestraft; ihr Blut soll auf sie kommen.
 
Last edited:
Doch es gibt ein Inzestverbot. Ein Vater soll nicht bei seiner Tochter liegen eine Mutter nicht bei ihrem Sohn und so weiter da steht tatsächlich in der Bibel. Leviticus
Wobei ich nicht wirklich glaube, dass jemand der etwas vor 8 Jahren hier geschrieben hat und seit langem nicht mehr aktiv ist, das lesen wird.....
 
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