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Wäre K.Kinski nicht so prominent gewesen,
dann hätte er den Großteil seines Lebens
in der "Geschlossenen" verbracht.
Ich bin über manche Postings sehr erstaunt. Es gibt die Meinung, der Kindesmissbrauchs-Vorwurf würde Kinskis Image nicht schaden. Bei mir zumindest sehr wohl. Es ist ein Unterschied, ob jemand ein exzentrischer, rüpelhafter, ja: verrückter Schauspieler ist, oder ob er Kinder sexuell missbraucht hat; wobei es nahezu egal ist, ob es seine eigenen waren oder fremde. Derartiges Verhalten stellt alles andere in den Hintergrund, da kann er noch so gute Filme gedreht haben. Es ist auch kein Argument, dass er schon tot ist. Kinski ist ein Mythos, und es ist schon richtig dass die Öffentlichkeit erfährt, dass dieser "Held" in Wirklichkeit ein primitiver Kinderficker war. Ein Zitat Nastassja Kinskis so unvollständig wiederzugeben, dass es das Gegenteil der tatsächlichen Aussage darstellt, ist schlechter Stil, Erpan.
Bei dieser Gelegenheit können wir aber durchaus Leute thematisieren, die auch Kleinkinder missbraucht haben, aber trotzdem in Teilen der Öffentlichkeit gut dastehen. Ein prominentes Beispiel ist Daniel Cohn-Bendit. Er war in den 70ern Kindergartenhelfer und sogar noch stolz darauf, wie er kleine Mädchen dazu brachte, ihm auf den Schwanz zu greifen. Alles dokumentiert, und trotzdem gilt er in der Grün-Bewegung als Ikone.
Ich bin über manche Postings sehr erstaunt. Es gibt die Meinung, der Kindesmissbrauchs-Vorwurf würde Kinskis Image nicht schaden. Bei mir zumindest sehr wohl. Es ist ein Unterschied, ob jemand ein exzentrischer, rüpelhafter, ja: verrückter Schauspieler ist, oder ob er Kinder sexuell missbraucht hat; wobei es nahezu egal ist, ob es seine eigenen waren oder fremde. Derartiges Verhalten stellt alles andere in den Hintergrund, da kann er noch so gute Filme gedreht haben. Es ist auch kein Argument, dass er schon tot ist. Kinski ist ein Mythos, und es ist schon richtig dass die Öffentlichkeit erfährt, dass dieser "Held" in Wirklichkeit ein primitiver Kinderficker war. Ein Zitat Nastassja Kinskis so unvollständig wiederzugeben, dass es das Gegenteil der tatsächlichen Aussage darstellt, ist schlechter Stil, Erpan.
Bei dieser Gelegenheit können wir aber durchaus Leute thematisieren, die auch Kleinkinder missbraucht haben, aber trotzdem in Teilen der Öffentlichkeit gut dastehen. Ein prominentes Beispiel ist Daniel Cohn-Bendit. Er war in den 70ern Kindergartenhelfer und sogar noch stolz darauf, wie er kleine Mädchen dazu brachte, ihm auf den Schwanz zu greifen. Alles dokumentiert, und trotzdem gilt er in der Grün-Bewegung als Ikone.
Wo er auch hin gehörte. Ich konnte den Kerl nie leiden.
Tja, ich habe ein paar Buchrezessionen gelesen und nirgendwo steht da was davon. Nicht einmal auf einer Seite, die anscheinend auf Inzest spezialisiert ist. Wohl steht aber dort - Zwischen Cadillac und Pfändungsbefehl – Zitat:Was die Ermittlungen gegen Kinski wg. Kindesmissrauch im Ausland betrifft (in Italien), die "Kuschelkater2304" erwähnt hat: Das machte ein Kinski-Biograf 2006 publik. Angeblich zahlte Klaus Kinski ne hohe Summe, dass die Sache nicht an die grosse Glocke gehängt und die Ermittlungen eingestellt wurden.
[…]
-- Nachtrag: Christian David heisst der Autor der 2006 erschienenen Kinski-Biografie --
Für mich sagte Nastassja Kinski nicht das Gegenteil – hier jetzt das ganze Zitat:Ein Zitat Nastassja Kinskis so unvollständig wiederzugeben, dass es das Gegenteil der tatsächlichen Aussage darstellt, ist schlechter Stil, Erpan.
Tja, ich habe ein paar Buchrezessionen gelesen und nirgendwo steht da was davon. Nicht einmal auf einer Seite, die anscheinend auf Inzest spezialisiert ist. Wohl steht aber dort - Zwischen Cadillac und Pfändungsbefehl – Zitat:
Für die Kindheit etwa ist David auf Kinskis Selbstzeugnisse angewiesen und kann dessen wilde Geschichten zwischen angeblich bitterer Armut in einem bürgerlichen Bezirk Berlins, Jobs als Leichenwäscher, Müllfahrer und Dieb, dem Besuch humanistischer Gymnasien und dem Inzest mit der Mutter nur mit leichter Skepsis nacherzählen.
Allerdings: Wenn das mit der Mutter stimmen sollte, dann könnte das mit seiner Tochter Pola auch wahr sein - es ist ja bekannt, dass sexuell missbrauchte Kinder später selbst andere missbrauchen.
Jedenfalls bestreitet die noch lebende Mutter Polas, davon gewusst zu haben – Zitat aus der Bunte von gestern:
Die erste Ehefrau des Schauspielers Klaus Kinski, Gislint B., hatte nach eigenen Angaben „keine Ahnung“, dass ihre Tochter Pola (60) über Jahre von ihrem Vater missbraucht worden ist. „Pola hat mit uns nie darüber geredet“, sagte die 81-Jährige, die sich in der Illustrierten BUNTE erstmals zu den Vorwürfen gegen Kinski äußert. „Nie im Leben wäre ich auf die Idee gekommen, dass Klaus dem Kind so etwas antun würde. Sie hat uns nie ein Wort davon erzählt, was sie bei Klaus erlebt hat.“
Vorwürfe, sie habe als Mutter etwas davon wissen müssen, weist Gislint B. zurück: „Ich werde und muss mich nicht verteidigen. Ich habe meine Tochter stets geliebt.“ Nach der Trennung von Kinski habe sie Pola nur deshalb zu ihrem Vater gelassen, weil dies „der innige Wunsch des Kindes“ gewesen sei.
Aber auch das ist fast normal – die Mütter wissen nie was, und wenn sie es wissen, schweigen sie dazu. Wäre interessant zu erfahren, warum.
Manche Mütter die es wissen (weil sie es sehen, es vor ihre Augen stattfindet, es hören), reagieren nicht, weil sie selber unter druck stehen.
Selber erpresst, bedroht, misshandelt werden.
Manche Mütter wurden selber missbraucht.
Manche Mütter schließen ihre Augen auch für die Wahrheit.
Manche Mütter sind überfordert, und können nicht handeln.
Für mich sagte Nastassja Kinski nicht das Gegenteil – hier jetzt das ganze Zitat:
Auf die Frage, ob ihr Ähnliches widerfahren sei, sagte Nastassja: „Nein, das hat er mit mir nicht gemacht.“ Sie fuhr fort: „Er hat mich auf die Wange geküsst, doch es fühlte sich nicht gut an.“ Sie habe gespürt, dass das nicht die liebevolle Umarmung eines Vaters sein könne, „sondern mehr ist als das“.
Was Nastassja da über die Umarmung und auf die Wange küssen sagte, klingt normal – jeder, der Kinder hat, tut das (hoffentlich).
Ich bin immer skeptisch, wenn Leute über einen, der sich nicht mehr wehren kann, herfallen und immer schon gewusst haben wollen, dass er ein Schurke war. Das ist schlechter Stil.
Tja, ich habe ein paar Buchrezessionen gelesen und nirgendwo steht da was davon. Nicht einmal auf einer Seite, die anscheinend auf Inzest spezialisiert ist. Wohl steht aber dort - Zwischen Cadillac und Pfändungsbefehl – Zitat:
Für die Kindheit etwa ist David auf Kinskis Selbstzeugnisse angewiesen und kann dessen wilde Geschichten zwischen angeblich bitterer Armut in einem bürgerlichen Bezirk Berlins, Jobs als Leichenwäscher, Müllfahrer und Dieb, dem Besuch humanistischer Gymnasien und dem Inzest mit der Mutter nur mit leichter Skepsis nacherzählen.
Allerdings: Wenn das mit der Mutter stimmen sollte, dann könnte das mit seiner Tochter Pola auch wahr sein - es ist ja bekannt, dass sexuell missbrauchte Kinder später selbst andere missbrauchen.
Jedenfalls bestreitet die noch lebende Mutter Polas, davon gewusst zu haben – Zitat aus der Bunte von gestern:
Die erste Ehefrau des Schauspielers Klaus Kinski, Gislint B., hatte nach eigenen Angaben „keine Ahnung“, dass ihre Tochter Pola (60) über Jahre von ihrem Vater missbraucht worden ist. „Pola hat mit uns nie darüber geredet“, sagte die 81-Jährige, die sich in der Illustrierten BUNTE erstmals zu den Vorwürfen gegen Kinski äußert. „Nie im Leben wäre ich auf die Idee gekommen, dass Klaus dem Kind so etwas antun würde. Sie hat uns nie ein Wort davon erzählt, was sie bei Klaus erlebt hat.“
Vorwürfe, sie habe als Mutter etwas davon wissen müssen, weist Gislint B. zurück: „Ich werde und muss mich nicht verteidigen. Ich habe meine Tochter stets geliebt.“ Nach der Trennung von Kinski habe sie Pola nur deshalb zu ihrem Vater gelassen, weil dies „der innige Wunsch des Kindes“ gewesen sei.
Aber auch das ist fast normal – die Mütter wissen nie was, und wenn sie es wissen, schweigen sie dazu. Wäre interessant zu erfahren, warum.
Mit Verlaub, dutchrain, das halte ich für übertrieben.Man kann ein Kind auch einreden, dass es die Mutter sagen muss, wie gern es den Vater besucht.
Schon klar, Mütter sind nie schuldig, und wenn doch, dann standen sie unter Druck, wurden erpresst, bedroht, misshandelt oder schlicht überfordert.Manche Mütter die es wissen (weil sie es sehen, es vor ihre Augen stattfindet, es hören), reagieren nicht, weil sie selber unter druck stehen.
Selber erpresst, bedroht, misshandelt werden.
Manche Mütter wurden selber missbraucht.
Manche Mütter schließen ihre Augen auch für die Wahrheit.
Manche Mütter sind überfordert, und können nicht handeln.
Ich rede nicht von Pola Kinski, sondern von anderen Leuten – ich zitiere mich selbst: „Ich bin immer skeptisch, wenn Leute über einen, der sich nicht mehr wehren kann, herfallen und immer schon gewusst haben wollen, dass er ein Schurke war. Das ist schlechter Stil.“Und von wegen "schlechter Stil:" Bei Kindesmissbrauch ist es wohl wichtiger, dass die Person, der so etwas widerfahren ist, so etwas vielleicht irgendwie überwindet durch das Sprechen darüber; egal, wann das stattfindet, als den "Stil" gegenüber einem zu wahren, der sich Zeit seines Lebens nie um "Stilfragen" geschert hat.
Ich habe die Sendung gesehen. Danach muss ihre Mutter vom Missbrauch gewusst und weggesehen haben. Eine Begründung dafür wurde nicht geliefert, es steht, wie du schon richtig sagst, Aussage gegen Aussage. Dennoch wird Pola mehr geglaubt als der Mutter. Weil das in unsere Zeit passt, die überall Kinderschänder sieht. Sie ist mit ihrer Autobiografie voll im Trend.Was Pola Kinskis Mutter betrifft: Da steht nun halt ebenfalls Aussage gegen Aussage. Die Ausführungen von Pola Kinski klingen anders.
Und Pola Kinski selbst hat am Donnerstag bei "Beckmann" die Ausführungen ihrer Mutter in der "Bunte" als Verhöhnung bezeichnet.
Das habe ich schon weiter oben erklärt: Sich über berühmte Personen zu eschauffieren, die seit Jahrzehnten tot sind, ist schlechter Stil. Pola Kinski hat jedes Recht eine Autobiografie zu schreiben und den Missbrauch durch ihren Vater zu thematisieren, aber wie sich bestimmte Leute darauf stürzen und plötzlich alles schlecht finden, wofür Kinski stand, widert mich an. Andererseits verstehe ich dieses Verhalten: Ein Ikone stürzen zu sehen, muss für Leute, die es zu nichts gebracht haben, ein erhabenes Gefühl sein.Und sich da Gedanken über "Stilfragen" machen, weil Klaus Kinski bereits tot ist...also bitte...
Mit Verlaub, dutchrain, das halte ich für übertrieben.
Schon klar, Mütter sind nie schuldig, und wenn doch, dann standen sie unter Druck, wurden erpresst, bedroht, misshandelt oder schlicht überfordert.
Ich rede nicht von Pola Kinski, sondern von anderen Leuten – ich zitiere mich selbst: „Ich bin immer skeptisch, wenn Leute über einen, der sich nicht mehr wehren kann, herfallen und immer schon gewusst haben wollen, dass er ein Schurke war. Das ist schlechter Stil.“
Im Übrigen war das eine Antwort auf ein Posting von Kater001, der mich des schlechten Stils beschuldigte, weil ich nicht die ganze Antwort Nastassjas zitierte, obwohl ich den Artikel, in dem das alles steht, verlinkte.
Ich habe die Sendung gesehen. Danach muss ihre Mutter vom Missbrauch gewusst und weggesehen haben. Eine Begründung dafür wurde nicht geliefert, es steht, wie du schon richtig sagst, Aussage gegen Aussage. Dennoch wird Pola mehr geglaubt als der Mutter. Weil das in unsere Zeit passt, die überall Kinderschänder sieht. Sie ist mit ihrer Autobiografie voll im Trend.
Das habe ich schon weiter oben erklärt: Sich über berühmte Personen zu eschauffieren, die seit Jahrzehnten tot sind, ist schlechter Stil. Pola Kinski hat jedes Recht eine Autobiografie zu schreiben und den Missbrauch durch ihren Vater zu thematisieren, aber wie sich bestimmte Leute darauf stürzen und plötzlich alles schlecht finden, wofür Kinski stand, widert mich an. Andererseits verstehe ich dieses Verhalten: Ein Ikone stürzen zu sehen, muss für Leute, die es zu nichts gebracht haben, ein erhabenes Gefühl sein.
Man kann ein Kind auch einreden, dass es die Mutter sagen muss, wie gern es den Vater besucht.
Mit Verlaub, dutchrain, das halte ich für übertrieben
Manche Mütter die es wissen (weil sie es sehen, es vor ihre Augen stattfindet, es hören), reagieren nicht, weil sie selber unter druck stehen.
Selber erpresst, bedroht, misshandelt werden.
Manche Mütter wurden selber missbraucht.
Manche Mütter schließen ihre Augen auch für die Wahrheit.
Manche Mütter sind überfordert, und können nicht handeln.
Schon klar, Mütter sind nie schuldig, und wenn doch, dann standen sie unter Druck, wurden erpresst, bedroht, misshandelt oder schlicht überfordert.
Manche Mütter handeln aber.
Deine Rede ist eine Verteidigungsrede der Mütter, sonst nichts. Es ist bezeichnend, dass du kein Wort über den sexuellen Missbrauch der Mutter von Klaus Kinski verlierst, von dem er selbst berichtet hatte und in diesem Thread auch thematisiert wurde.Die Mutter ist nicht Schuld, hat keine Schuld, wenn sie nicht selber die Missbräuche begeht.
In wie weit sie (oder irgendein anderer erwachsene Person) (moralisch) Schuld hat, wenn sie Kenntnis davon hat, dass ein Kind sexuell missbraucht wird, und das Kind nicht dagegen schützt, wenn sie keine Hilfe sucht, ist eine andere Sache.
Eben. Deswegen müssten auch Ehrungen, die ihm allein aufgrund seiner Verdienste als Schauspieler verliehen wurden, erhalten bleiben – die Überlegungen, ihm diese wieder abzuerkennen, finde ich schäbig.Ich denke, es geht doch gar nicht darum, eine Ikone stürzen zu sehen.
Ich meine, Klaus Kinski hat(te) doch kein Saubermann-Image a la Hansi Hinterseer, sodass man sich da jetzt wundern müsste, was ans Tageslicht kommt durch die Autobiografie seiner Tochter.
Und Kinskis Filme bleiben, jedenfalls einige von Ihnen (die 5 "Kinski/Herzog"-Filme und "Leichen pflastern seinen Weg").
Ob er jetzt geschauspielert hat oder vor der Kamera einfach nur Klaus Kinski war: Die genannten Filme wären ohne Kinski nicht das, was sie sind.
Gebessert durch Vereine wie Zartbitter? Das ist schlicht Hohn, weil gerade Zartbitter e.V. zu dieser Hysterie beitrug. Dazu ein Spiegelartikel (DIE Hexenjäger(innen)) aus dem Jahr 1996 – Zitat:In Deutschland gabs vor einigen Jahren ne zeitlang ne regelrechte Hysterie...Anzeigen, Prozesse...- und am Ende war nix dran an den Vorwürfen.
Andererseits: Dieses Dinge ; also Kindesmissbrauch; wurden lange totgeschwiegen.
Da hat sich in den letzten ca. 2,5 Jahrzehnten vieles gebessert, grade durch Vereine wie "Zartbitter e.v."
Aber auch das ist fast normal – die Mütter wissen nie was, und wenn sie es wissen, schweigen sie dazu. Wäre interessant zu erfahren, warum.
Viele Mütter (Erwachsenen überhaupt) wissen heute, was hinten eine Verhaltensänderung eines Kindes stecken kann, und fragen... Das Kind sagt nichts, fühlt sich nur unter noch druck stehen.
Oft lernt das Kind erst nach Jahren, dass es missbraucht wurde. Dass das Ganze nicht normal war. Dass nicht das Kind schuld war...
Manche Mütter die es wissen (weil sie es sehen, es vor ihre Augen stattfindet, es hören), reagieren nicht, weil sie selber unter druck stehen.
Selber erpresst, bedroht, misshandelt werden.
Manche Mütter wurden selber missbraucht.
Manche Mütter schließen ihre Augen auch für die Wahrheit.
Manche Mütter sind überfordert, und können nicht handeln.
Manche Mütter handeln aber.
Schon klar, Mütter sind nie schuldig, und wenn doch, dann standen sie unter Druck, wurden erpresst, bedroht, misshandelt oder schlicht überfordert.
Das sagte ich auch.
Für Mutter kann man wahlweise auch Nachbar, Großvater, Tante, Lehrer, Trainer des Sportvereins oder was weiß ich einsetzen.
Eine Mutter ist nie schuldig an eine inzestuöse Vergewaltigung oder sexuellem Missbrauch eines Kindes, außer sie begeht eine, oder übergibt ihr Kind bewusst einem Pädophilen für seinem sexuellen Spaß.
Genau so sind auch ein Vater, eine Großmutter, ein Onkel, nicht schuldig, außer sie sind Täter.
Für manche Menschen ist es schlicht nicht vorstellbar, das ein Kind sexuell missbraucht wird. Sie können sich vorstellen, das es Probleme in der Schule hat, und deshalb schlecht isst, oder ins Bett nässt...
Es ist immer einfach zu sagen: "Die Mutter wusste es. Sie ist schuldig, dass es überhaupt passierte, sie ist schuldig, dass es weiterhin passierte. Sie hätte es nach dem ersten Mal merken müssen. Sie hätte merken müssen, dass der Vater ein ungesundes sexuelles Interesse an ihr Kind hat."
Man kann auch sagen: "Die Mutter hätte ihren Mann halt im Bett was bieten sollen, dann hätte er sich nicht an seine Tochter vergriffen."
Die Mutter ist nicht Schuld, hat keine Schuld, wenn sie nicht selber die Missbräuche begeht.
In wie weit sie (oder irgendein anderer erwachsene Person) (moralisch) Schuld hat, wenn sie Kenntnis davon hat, dass ein Kind sexuell missbraucht wird, und das Kind nicht dagegen schützt, wenn sie keine Hilfe sucht, ist eine andere Sache.
Gesetzlich würde das wohl unter unterlassene Hilfeleistung gehören, aber zuerst muss man beweisen können, dass eine Person Kenntnis davon hatte, dass ein Kind sexuell missbraucht wurde.
Wenn das Kind nichts sagt...
Wenn das Kind keine Wunden an der Scheide oder am After hat...
Wenn das Kind keine Spermaflecken in die Kleider hat...
Wenn das Kind nur sein Verhalten ändert...
Manche Menschen schreit die Wahrheit ins Gesicht, würde man meinen, und doch handeln sie nicht.
Manche Menschen können die Wahrheit auch nach Jahren nicht akzeptieren, weil ihr ganzes Weltbild dadurch erschüttert wird.
Manche Menschen können sich auch wunderbar selber etwas einreden, sich eine heile Welt zurechtlegen...
Manche Mütter (erwachsenen Personen) sehen aber was passiert, und handeln. Gehen zur Polizei. Reichen die Scheidung ein. Auch wenn sie dabei Schräg angesehen (um über schlimmeres mal zu schweigen) werden.
"Was? Dein Mann soll deine Tochter missbraucht haben? Deshalb reichst du die Scheidung ein? Du willst nur höhere Alimente rausschlagen. Du willst ihm nur noch eins auswischen."
Deine Rede ist eine Verteidigungsrede der Mütter, sonst nichts. Es ist bezeichnend, dass du kein Wort über den sexuellen Missbrauch der Mutter von Klaus Kinski verlierst, von dem er selbst berichtet hatte und in diesem Thread auch thematisiert wurde.
Deine Rede ist eine Verteidigungsrede der Mütter, sonst nichts. Es ist bezeichnend, dass du kein Wort über den sexuellen Missbrauch der Mutter von Klaus Kinski verlierst, von dem er selbst berichtet hatte und in diesem Thread auch thematisiert wurde.
Eben. Deswegen müssten auch Ehrungen, die ihm allein aufgrund seiner Verdienste als Schauspieler verliehen wurden, erhalten bleiben – die Überlegungen, ihm diese wieder abzuerkennen, finde ich schäbig.
Gebessert durch Vereine wie Zartbitter? Das ist schlicht Hohn, weil gerade Zartbitter e.V. zu dieser Hysterie beitrug. Dazu ein Spiegelartikel (DIE Hexenjäger(innen)) aus dem Jahr 1996 – Zitat:
Welche Entwicklung, so fragte ich mich, hatte das Thema "sexueller Mißbrauch an Kindern" genommen, seit ich vor zehn Jahren meine Gerichtsreportagen über "Väter als Täter" geschrieben hatte?
Auf der Suche nach Antworten entdeckte ich einen Aufsatz von Ursula Enders, die 1987 Zartbitter mitbegründet hatte. Mittlerweile war sie der Meinung, daß "ein Vater, der ,nur' seine eigene Tochter mißbraucht", ein "exotischer Ausnahmefall" sei. 40 Opfer im Leben eines Täters, so behauptet Enders, seien "eher niedrig gegriffen". Ich begriff, daß für die selbsternannten "Mißbrauchs-ExpertInnen" mittlerweile jeder Mann ein Kinderschänder geworden ist.
Beweise für ihre Thesen haben sie nicht, wohl aber "Fälle" - zum Beispiel den des ehemaligen Erziehers Rainer Möllers aus dem Münsterland.
Die Hexenjagd hatte längst begonnen.
Diese Ursula Enders war auch bei Beckmann zu Gast – als Expertin. Für mich bedeutet dies: Die Muster gleichen sich.
Und: Zartbitter war nicht der einzige Verein, der Hysterie schürte und Existenzen vernichtete. Es gibt auch einen Verein Wildwasser, der mit falschen, ja fanatischen Beschuldigungen eine ganze Familie vernichtete – siehe Wormser Prozess.
Angesicht der damaligen Hexenjagden zu sagen, damals, nach Klaus Kinskis Tod, hätte niemand auf Nastassja Kinski gehört, weil man da noch nicht so sensibel war für solche Themen, zeugt von Unkenntnis der Geschichte und dem Willen, alles irgendwie Mögliche gegen Klaus Kinski zu verwenden.
Wer an die Aussagen in seinem Buch bzgl. Pola Kinski glaubt, dann muss er auch an alles andere glauben, d.h. auch an den Sex mit seiner Mutter und seinen Geschwistern. Aber die haben damals alles verneint, sagten, er hätte sich das alles nur ausgedacht, um sich wichtig und exzentrisch zu machen. Exzentrisch war er schon, das kann man wohl sagen. Aber ob er auch Sex mit seiner Tochter hatte ist so wahrscheinlich wie dass er es mit seiner Mutter getrieben habe. Dann wäre Klaus Kinski nicht nur ein Täter, sondern auch ein Opfer. Aber das scheint niemand zu interessieren – er war ja ein Mann, und keine Frau wie seine Mutter.
Es scheint, ich habe mich missverständlich ausgedrückt: Für jemand wie Kinski, der offenbar von seiner Mutter missbraucht wurde und auch mit seinen Geschwistern Sex hatte, war es „normal“ auch mit seiner Tochter Sex zu haben – er kannte das nicht anders. Wenn man noch die Zeit dazu rechnet, in der man sagte, auch Kinder seien sexuelle Wesen, was übrigens in unbefangenen Äußerungen (z.B. Cohn-Bendit) und Abbildungen (z.B. Kommune 1) jener Zeit dokumentiert ist, dann ist es ein bisschen unfair dieses Verhalten mit heutigen Maßstäben zu messen und zu verurteilen.
Es ist immer leicht für Nachgeborenen über die früheren Generationen zu urteilen. Dagegen habe ich was, deshalb blase ich nicht in die Hörner, in die alle blasen.
Als Beispiel wie sich die Zeiten ändern mag dieses Foto dienen:
http://www.hdg.de/lemo/objekte/pict/KontinuitaetUndWandel_photoDarstellerHair/index.jpg
Heute könnte das Foto der Musical-Hair-Darsteller wegen der nackten Kinder nicht mehr publiziert werden. Es ist als Dokument nur noch im Deutschen Historischen Museum in Berlin zu besichtigen.
Wie schon andere schrieben: Das Umfeld eines Menschen ist auch für mich keine Entschuldigung für ein Fehlverhalten. Ich hasse es, wenn bei Verbrechern die schwere Kindheit oder das "bildungsferne Umfeld" als Quasi-Entschuldigung für Straftaten hergenommen wird. Selbst wenn Klaus Kinski von seiner Mutter oder seinen Geschwistern missbraucht wurde: Als Erwachsener muss er erkennen, dass Sex mit Kindern nicht richtig ist, genauso wie unfreiwilliger Sex, mit wem auch immer, nicht richtig ist. Und wenn er es selbst nicht erkennt, dann müssen es ihm eben andere vor Augen führen. Für mich bleibt ein Ladendieb ein Ladendieb: Ob er es deswegen tut, weil sein Vater auch Ladendieb war, oder deshalb, weil er als Sohn aus gutem Haus übermütig geworden ist, spielt für mich keine Rolle (für die meisten Gerichte - leider - schon). Dass Cohn-Bendit genauso ein Kinderficker war, ist ebenso keine Entschuldigung, sondern eher ein Beleg dafür, dass auch heutzutage mit zweierlei Maß gemessen wird. Wäre Cohn-Bendit kein Grün-Politiker sondern bspw. katholischer Bischof, hätte das Feuilleton schon jeden greifbaren Schmutzkübel auf ihn geworfen und ihn als untragbar für sein öffentliches Amt bezeichnet.Es scheint, ich habe mich missverständlich ausgedrückt: Für jemand wie Kinski, der offenbar von seiner Mutter missbraucht wurde und auch mit seinen Geschwistern Sex hatte, war es „normal“ auch mit seiner Tochter Sex zu haben – er kannte das nicht anders. Wenn man noch die Zeit dazu rechnet, in der man sagte, auch Kinder seien sexuelle Wesen, was übrigens in unbefangenen Äußerungen (z.B. Cohn-Bendit) und Abbildungen (z.B. Kommune 1) jener Zeit dokumentiert ist, dann ist es ein bisschen unfair dieses Verhalten mit heutigen Maßstäben zu messen und zu verurteilen.
Es ist immer leicht für Nachgeborenen über die früheren Generationen zu urteilen. Dagegen habe ich was, deshalb blase ich nicht in die Hörner, in die alle blasen.
Als Beispiel wie sich die Zeiten ändern mag dieses Foto dienen:
Heute könnte das Foto der Musical-Hair-Darsteller wegen der nackten Kinder nicht mehr publiziert werden. Es ist als Dokument nur noch im Deutschen Historischen Museum in Berlin zu besichtigen.