Organspende

@ Ava39 Post # 20

Das Problem besteht darin, dass der Rettungsdienst vor Ort
nicht an die Patientenverfügung gebunden ist, es sind keine
Ärzte, für die Verfügung verbindlich ist, wenn reanimiert wird,
dann doch zu 90% vom RD Personal.

Ein Problem könnte erst dann entstehen, wenn auf Grund der
neuen Rechtssprechung, die Notfallkompetenz zu Gunsten
der Regelkompetenz abgeschafft wird, dann erfüllen die
Rettungsassistenten vor Ort alle ärztlichen Aufgaben, für
mich war schon die Notfallkompetenz eine Gratwanderung,
wie haben wir immer gesagt:

"STAATSANWALT FÄHRT MIT."
 
Das Problem besteht darin, dass der Rettungsdienst vor Ort
nicht an die Patientenverfügung gebunden ist, es sind keine
Ärzte, für die Verfügung verbindlich ist, wenn reanimiert wird,
dann doch zu 90% vom RD Personal.

Ein Problem könnte erst dann entstehen, wenn auf Grund der
neuen Rechtssprechung, die Notfallkompetenz zu Gunsten
der Regelkompetenz abgeschafft wird, dann erfüllen die
Rettungsassistenten vor Ort alle ärztlichen Aufgaben, für
mich war schon die Notfallkompetenz eine Gratwanderung,
wie haben wir immer gesagt:

"STAATSANWALT FÄHRT MIT."


Ich weiß, fällt einer vor der Kasse vor mir um muss ich auch reanimieren. Das habe ich mal unterschreiben bei der Vereidigung.
Alle die mit Menschen arbeiten ( Pflege/Medizin/Rettung) sitzen eh mit einem Bein immer im Gefängnis.
 
Ich weiß wo und ich wie ich das machen muss. Nur WILL ich, dass vorher meine Organe überprüft werden. Auch wenn sie es hinterher untersuchen finde ich es sinnvoll sich VORHER auch untersuchen zu lassen.
Außerdem habe ich keine Handtasche;)

Ich muss jetzt mal ganz doof fragen:
Wenn du dich heute untersuchen lässt, morgen den Ausweis ausfüllst und in 15 Jahren einen Unfall hast, dann sind doch die Untersuchungsergebnisse nicht mehr ganz so... anwendbar, oder?
Also... Welche Bedeutung haben sie für dich? Und wieso nicht die Augen, wenn ich fragen darf.

Was mich angeht: Ich habe einen Ausweis in meinem Geldbeutel. Aber ich sollte mal nachsehen, ob die ein Ablaufdatum haben, wenn ich so darüber nachdenke, weil der schon an die zehn Jahre alt ist... :rolleyes:
 
Mache ich auch, aber ich denke die Gesellschaft sollte sich damit auch auseinandersetzen.

Ich glaube, dieses Thema wird nur allzugern verdrängt. Niemand beschäftigt sich gerne mit dem Gedanken an sein Ableben.​
 
Ich muss jetzt mal ganz doof fragen:
Wenn du dich heute untersuchen lässt, morgen den Ausweis ausfüllst und in 15 Jahren einen Unfall hast, dann sind doch die Untersuchungsergebnisse nicht mehr ganz so... anwendbar, oder?
Also... Welche Bedeutung haben sie für dich? Und wieso nicht die Augen, wenn ich fragen darf.

Was mich angeht: Ich habe einen Ausweis in meinem Geldbeutel. Aber ich sollte mal nachsehen, ob die ein Ablaufdatum haben, wenn ich so darüber nachdenke, weil der schon an die zehn Jahre alt ist... :rolleyes:

Darum geht es mir nicht.
Mir geht es darum, ob ich überhaupt einen Ausweis haben sollte. Wenn jetzt festgestellt wird, hey ihr Lunge ist durch das Asthma nicht spendbar oder sowas, dann braucht sich doch hinterher keiner mehr Mühe machen sie zu untersuchen. Und ich würde ,wenn ich dann den Ausweis habe immer zur Kontrolle gehen, ob die Organe noch fit sein.


Ich finde Augen sind was so persönliches, da ist die Seele drin. Daran sieht man alles. Und der Gedanke jemand läuft mit meinen Augen herum ist für mich sehr befremdlich.
 
Was mich angeht: Ich habe einen Ausweis in meinem Geldbeutel. Aber ich sollte mal nachsehen, ob die ein Ablaufdatum haben, wenn ich so darüber nachdenke, weil der schon an die zehn Jahre alt ist... :rolleyes:

Er hat kein Ablaufdatum. Würde auch keinen Sinn machen. Ob deine Organe noch verwertbar sind, wird ohnehin erst nach deinem Ableben geprüft.​
 
Ich glaube, dieses Thema wird nur allzugern verdrängt. Niemand beschäftigt sich gerne mit dem Gedanken an sein Ableben.​

Finde viel schlimmer, daß um jeden Preis am Leben festgehalten wird.
 
Darum geht es mir nicht.
Mir geht es darum, ob ich überhaupt einen Ausweis haben sollte. Wenn jetzt festgestellt wird, hey ihr Lunge ist durch das Asthma nicht spendbar oder sowas, dann braucht sich doch hinterher keiner mehr Mühe machen sie zu untersuchen. Und ich würde ,wenn ich dann den Ausweis habe immer zur Kontrolle gehen, ob die Organe noch fit sein.
Verstehe. Da bin ich dann wohl eher einer dieser Fälle, wo am Ende erst einmal ausgemistet wird.
Lunge? Müll....
Und so weiter...

Ich finde Augen sind was so persönliches, da ist die Seele drin. Daran sieht man alles. Und der Gedanke jemand läuft mit meinen Augen herum ist für mich sehr befremdlich.
Ich dachte mir sowas, wollte aber lieber nachfragen.
Verstehe ich. Auch wenn ich selbst für mich den Standpunkt vertrete: Wenn ich tot bin, was kratzt es mich dann?

Er hat kein Ablaufdatum. Würde auch keinen Sinn machen. Ob deine Organe noch verwertbar sind, wird ohnehin erst nach deinem Ableben geprüft.​
Ja... ne... Ich meinte den Ausweis im Sinne der Absichtserklärung selbst. Wäre ja möglich, dass man diese Erklärung ab und zu erneuern muss.
Aber in meinem Fall muss sowieso ein neuer her. Man kann so gut wie gar nichts mehr erkennen...
 
Finde viel schlimmer, daß um jeden Preis am Leben festgehalten wird.
Interessante Sichtweise.
Ich glaube schon, dass ich sie verstehe, aber ich stelle trotzdem die Gegenfrage: Warum nicht?

Wenn der Lebenswille da ist, sollte alles getan werden, was möglich ist.
Allerdings sollte mMn auch jedem gestattet sein, sich für sich selbst dagegen auszusprechen oder unter kontrollierten Bedingungen ein Ende zu setzen.
Wer nicht will, der hat schon...
 
Verstehe. Da bin ich dann wohl eher einer dieser Fälle, wo am Ende erst einmal ausgemistet wird.
Lunge? Müll....
Und so weiter...


Ich dachte mir sowas, wollte aber lieber nachfragen.
Verstehe ich. Auch wenn ich selbst für mich den Standpunkt vertrete: Wenn ich tot bin, was kratzt es mich dann?


...

Denke da eher an meine Familie, stell dir vor deine Frau geht durch die Stadt und sieht an einem Fremden die Augen ihres toten Mannes?Ich glaube das ist schrecklich.
 
Interessante Sichtweise.
Ich glaube schon, dass ich sie verstehe, aber ich stelle trotzdem die Gegenfrage: Warum nicht?

Wenn der Lebenswille da ist, sollte alles getan werden, was möglich ist.
Allerdings sollte mMn auch jedem gestattet sein, sich für sich selbst dagegen auszusprechen oder unter kontrollierten Bedingungen ein Ende zu setzen.
Wer nicht will, der hat schon...

Und wer bestimmt das bei Frühchen? Bei Erwachsenen ok, aber selbst da darf ein dement Erkrankter nicht entscheiden ob er sterben will.
Die Grammzahlen bei Frühchen gehen immer weiter runter. 700 g ist heute "normal", 500 auch.
 
Denke da eher an meine Familie, stell dir vor deine Frau geht durch die Stadt und sieht an einem Fremden die Augen ihres toten Mannes?Ich glaube das ist schrecklich.
Das ist jetzt nur eine Hypothese, weil es hier einen Grenzbereich berührt, in dem ich mich etwas schwertue, aber ich denke, dass die Augen sich in dem Fall unterscheiden würden, weil dahinter ein anderer Geist - eine andere Seele - sitzt und sich darin spiegelt.
Die Frau würde sich aber dennoch vielleicht einbilden, etwas darin zu sehen. Und da eine Retina außerdem wie ein Fingerabdruck ist...

Und wer bestimmt das bei Frühchen? Bei Erwachsenen ok, aber selbst da darf ein dement Erkrankter nicht entscheiden ob er sterben will.
Die Grammzahlen bei Frühchen gehen immer weiter runter. 700 g ist heute "normal", 500 auch.
Da sollten wir am besten mal die Leute fragem die früher mal Frühchen waren. IOch habe keine Ahnung, wie sich das auf die gesamte Lebensqualität auswirkt, weil ich ein ziemlicher Wonneproppen war und über eine Woche später kam, als geplant.

Aber generell denke ich: Wenns rausgeholt werden kann, isses ein Mensch. Vorher ein Teil des Körpers der Mutter.
Weswegen das Leben dann vorher auch in ihren Händen liegen sollte.

Meine Meinung...
 
Das ist jetzt nur eine Hypothese, weil es hier einen Grenzbereich berührt, in dem ich mich etwas schwertue, aber ich denke, dass die Augen sich in dem Fall unterscheiden würden, weil dahinter ein anderer Geist - eine andere Seele - sitzt und sich darin spiegelt.
Die Frau würde sich aber dennoch vielleicht einbilden, etwas darin zu sehen. Und da eine Retina außerdem wie ein Fingerabdruck ist...


Da sollten wir am besten mal die Leute fragem die früher mal Frühchen waren. IOch habe keine Ahnung, wie sich das auf die gesamte Lebensqualität auswirkt, weil ich ein ziemlicher Wonneproppen war und über eine Woche später kam, als geplant.

Aber generell denke ich: Wenns rausgeholt werden kann, isses ein Mensch. Vorher ein Teil des Körpers der Mutter.
Weswegen das Leben dann vorher auch in ihren Händen liegen sollte.

Meine Meinung...

Nur, warum will es nach 5 Monaten nicht mehr im Körper bleiben?So blöde es klingt Fehlgeburten haben ja ihren Sinn, weil mit der Mutter oder dem Fötus was nicht stimmt.
 
Das ist jetzt nur eine Hypothese, weil es hier einen Grenzbereich berührt, in dem ich mich etwas schwertue, aber ich denke, dass die Augen sich in dem Fall unterscheiden würden, weil dahinter ein anderer Geist - eine andere Seele - sitzt und sich darin spiegelt.
Die Frau würde sich aber dennoch vielleicht einbilden, etwas darin zu sehen. Und da eine Retina außerdem wie ein Fingerabdruck ist...


QUOTE]

Frauen bilden sich nie was ein:D
Also Augen wären tabu-aber auch hier wieder: Das muss jeder für sich entscheiden.:)
 
Finde viel schlimmer, daß um jeden Preis am Leben festgehalten wird.

Das ist wirklich heftig. Ich würde es nicht wollen, das mein Körper nur noch durch Maschinen am Leben gehalten wird.​
 

Nur, warum will es nach 5 Monaten nicht mehr im Körper bleiben?So blöde es klingt Fehlgeburten haben ja ihren Sinn, weil mit der Mutter oder dem Fötus was nicht stimmt.
Aber was kann der Fötus dafür, wenn mit der Mutter was nicht stimmt?

Versteh mich nicht falsch: Ich bin kein Vertreter der Lebenserhaltung um jeden Preis.
Ich habe mal gelesen, dass erstaunlich viele Menschen als Zwillinge oder Drillinge anfangen und am Ende doch Einzelkinder werden. Weil die anderen es nicht schaffen.
Das ist der Lauf der Dinge Ebenso wie Fehlgeburten, plötzlicher Kindstod oder tödliche Unfälle. Gehört alles zum Risiko.
Aber oftmals wird es vom Zufall bestimmt. Und unter anderen Umständen - bei nur einer winzigen Veränderung der hinführenden Ereignisse - wäre es anders gekommen.
Da ich nicht an Schicksal glaube, ist bei mir mit 'dessen Zeit war gekommen' nichts zu holen. Das halte ich für gefährlichen Unsinn.

Wenn die Medizin es bringt, einen Fötus nach 5 Monaten durchzubringen und wenn der daraus entstehende Mensch ein gutes Leben haben kann, dann bittesehr. Lasst ihn leben!


Frauen bilden sich nie was ein:D
Also Augen wären tabu-aber auch hier wieder: Das muss jeder für sich entscheiden.:)

:D
 
Denke da eher an meine Familie, stell dir vor deine Frau geht durch die Stadt und sieht an einem Fremden die Augen ihres toten Mannes?Ich glaube das ist schrecklich.

Oh Gott. Wie muss es erst dann den Angehörigen jener verstorbenen Frau in Frankreich gehen, deren komplettes Gesicht verpflanzt wurde. Nicht auszudenken.​
 
Oh Gott. Wie muss es erst dann den Angehörigen jener verstorbenen Frau in Frankreich gehen, deren komplettes Gesicht verpflanzt wurde. Nicht auszudenken.​

Den Wiederkennungswert stelle ich auch in Frage.
Echt jetzt.
Es ist ja nicht so, als wäre da nicht eine andere Knochenstruktur drunter und so...

Ich würde sagen, dass sich die meisten leute da eher in etwas reinsteigern. Passiert ja auch gerne mal bei Herztransplantationen.

Aber käme jemand auf die Idee, sich über eine verpflanzte Niere aufzuregen?

Einen klaren Unterschied würde ich eigentlich nur bei der fiktiven Vorstellung einer Hirntransplantation machen.
 
Finde viel schlimmer, daß um jeden Preis am Leben festgehalten wird.

Das ist eine typisch deutsche Sichtweise,
angesichts der Erfahrungen im III. Reich,
wird alles, was auch nur annähernd in den
Bereich Euthanasie kommt, als Teufelswerk
verbannt.

Die Schweizer gehen mit der Sterbehilfe
wesentlich liberaler um.
 
Das ist eine typisch deutsche Sichtweise,
angesichts der Erfahrungen im III. Reich,
wird alles, was auch nur annähernd in den
Bereich Euthanasie kommt, als Teufelswerk
verbannt.

Die Schweizer gehen mit der Sterbehilfe
wesentlich liberaler um.

Ja und in den Niederlanden auch. Ich bin gespannt wie sich die Königsfamlie da entscheidet
 
interessanter thread. habe ihn aufgrund der fortgeschrittenen zeit jetzt nur überflogen, sppäter lese ich genauer... ich selbst habe bisher keinen organspenderausweis. manchmal denke ich, ich sollte mir einen zulegen. und dann wieder fühlt sich der gedanke komisch an, wohl wegen all der verdrängungsmechanismen die so typisch menschlich sind.
 
Was - wieder einmal eine meiner gewagten Thesen - vielleicht der wahre Grund für viele sein könnte, sich keinen zuzulegen?
Ein wenig Aberglaube ala 'wenn ich so ein Ding habe, konnte mir ja deswegen ein Klavier auf den Kopf fallen'...?
 
@Abtreibung/@Sterbehilfe

Schwierige Themen.

Abtreibung lass ich jetzt mal aussen vor, aber "Kojotes" Sicht in P 42 hat was für sich.
Solche Dinge passieren eben.
Albert Einstein hat mal gesagt: "Was haben die Schwerkraft und das Schicksal gemeinsam? Mit Beiden lässt sich nicht verhandeln."

- Sterbehilfe.
Kruzitürken! Überall halten wir das Selbstbestimmungsrecht hoch- Nur beim letzten Gang machen wir so nen Affenzirkus.
Jeder Mensch hat das Recht zu bestimmen, wie er leben möchte und wie er nicht mehr leben möchte, und da hat ihm kein Moralapostel etwas reinzureden.
Ich finde die liberale Praxis der Schweizer und Niederländer wesentlich humaner als die bisherigen deutschen Regelungen.

lg
"rosi" (Johannes)
 
Was - wieder einmal eine meiner gewagten Thesen - vielleicht der wahre Grund für viele sein könnte, sich keinen zuzulegen?
Ein wenig Aberglaube ala 'wenn ich so ein Ding habe, konnte mir ja deswegen ein Klavier auf den Kopf fallen'...?

Das ist bestimmt mit ein Grund.
So wie viele denken, wenn sie die monatliche Rente bei der Glücksspirale gewinnen, werden sie irgendwann vom Auto überfahren.
Aberglaube kann ziemlich stark sein.
 
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