Organspende

Die anonyme Geburt mal ausgeklammert, welche Gesetzeslage gilt eigentlich für Babyklappen, bzw. was weiß die breite Öffentlichkeit darüber. Das einzige, was bekannt ist, dass zwischen der Ablage des Kindes und dem Klingelsignal für die Schwestern einige Minuten vergehen müssen, damit die ablegende Person nicht erfasst wird, deswegen ist ja auch der Einsatz von Überwachungskameras unzulässig.

ES BLEIBEN FRAGEN ???

Es gibt keine gesetzlichen Regelungen bis jetzt. Nicht einmal die, dass das Jugendamt informiert wird.
Da ist dringend Nachholbedarf.
 
Es gibt keine gesetzlichen Regelungen bis jetzt. Nicht einmal die, dass das Jugendamt informiert wird.
Da ist dringend Nachholbedarf.

In diesem Staat ist alles geregelt, von der Reißfestigkeit
des Toilettenpapieres, bis zur Krümmung von Gurken und
bei so etwas Elementaren wie Babys versagen wir derart.

*Kopfschüttel*:confused::confused::confused:
 
Bei mind. 100 Babys die in die Babyklappe gelegt wurden kann nicht nachvollzogen werden wo sie sind. Ob Pflegefamilie, die leibliche Mutter oder sonstwo.

Die Kehrseite der Medallie, dieses Land braucht
eine DNA Zentralkartei, Orwell lässt grüßen.
 
Bei mind. 100 Babys die in die Babyklappe gelegt wurden kann nicht nachvollzogen werden wo sie sind. Ob Pflegefamilie, die leibliche Mutter oder sonstwo.

AVA. Mindestens 100 Babys? Ist das auf die gesamte Republik bezogen? In Braunschweigs einziger Klappe waren es 3 Babys im ganzen letzten Jahr.
Allerdings weis auch niemand, was aus ihnen geworden ist. Wäre vielleich tmal ein Thema für unsere Zeitung? Die sind ja immer sehr eifrig, wenn es um die Beantwortung von Bürgerfragen geht.​
 
Bei mind. 100 Babys die in die Babyklappe gelegt wurden kann nicht nachvollzogen werden wo sie sind. Ob Pflegefamilie, die leibliche Mutter oder sonstwo.

hm ja das ist allerdings beängstigend... wird das nicht irgendwie sofort auch papierkram-technisch aufgenommen, wenn dort ein baby ist? und was mit dem kind passiert? und wenn dem nicht so ist, müssten dann nicht irgendwo kinder sein, von denen man nicht mehr weiß, woher sie kommen?
 
hm ja das ist allerdings beängstigend... wird das nicht irgendwie sofort auch papierkram-technisch aufgenommen, wenn dort ein baby ist? und was mit dem kind passiert? und wenn dem nicht so ist, müssten dann nicht irgendwo kinder sein, von denen man nicht mehr weiß, woher sie kommen?

Ich denke es gibt viele Paare die für viel Geld solche Babys "kaufen". Und dann fragt keiner mehr nach Papieren.
 
AVA. Mindestens 100 Babys? Ist das auf die gesamte Republik bezogen? In Braunschweigs einziger Klappe waren es 3 Babys im ganzen letzten Jahr.
Allerdings weis auch niemand, was aus ihnen geworden ist. Wäre vielleich tmal ein Thema für unsere Zeitung? Die sind ja immer sehr eifrig, wenn es um die Beantwortung von Bürgerfragen geht.​

Ja deutschlandweit. Wäre sicher mal ein Thema für die Presse.
 
Bei mind. 100 Babys die in die Babyklappe gelegt wurden kann nicht nachvollzogen werden wo sie sind. Ob Pflegefamilie, die leibliche Mutter oder sonstwo.

Das Problem dürfte an dieser Stelle auch die rechtliche Grauzone sein, in der sich das Angebot befindet.
Vermutlich wissen es die beteiligten. Aber sie legen keine Dokumente an, bzw. legen sie nicht an die Stelle offen, die da nachgefragt hat.
Denn Formaljuristisch macht sich eine Mutter die ihr Kind in eine Babyklappe wirft strafbar.
Wenn sie es wieder zurückholt, dann würde, sofern es "Dokumente" gibt, immer dieses Damoklesschwert über ihr baumeln. Vermutlich werden dort eben von den Betroffenen vor Ort, eben bewusst diese Dinge unter der Hand geregelt.
Hier den betreffenden sozialen Einrichtungen etwas böses vorzuwerfen, finde ich nicht gut.

Und was diesen Rechtsanspruch auf das Wissen der eigenen Abstammung angeht. Nun, ernsthaft. Das ist mehr als lecherlich. Wieviel Mütter verschweigen ihren Kinden den wahren Vater. Das geht allein in Deutschland sicher in die 100 000 oder vermutlich eher in die Millionen.
 
Das Problem dürfte an dieser Stelle auch die rechtliche Grauzone sein, in der sich das Angebot befindet.
Vermutlich wissen es die beteiligten. Aber sie legen keine Dokumente an, bzw. legen sie nicht an die Stelle offen, die da nachgefragt hat.
Denn Formaljuristisch macht sich eine Mutter die ihr Kind in eine Babyklappe wirft strafbar.
Wenn sie es wieder zurückholt, dann würde, sofern es "Dokumente" gibt, immer dieses Damoklesschwert über ihr baumeln. Vermutlich werden dort eben von den Betroffenen vor Ort, eben bewusst diese Dinge unter der Hand geregelt.
Hier den betreffenden sozialen Einrichtungen etwas böses vorzuwerfen, finde ich nicht gut.

Und was diesen Rechtsanspruch auf das Wissen der eigenen Abstammung angeht. Nun, ernsthaft. Das ist mehr als lecherlich. Wieviel Mütter verschweigen ihren Kinden den wahren Vater. Das geht allein in Deutschland sicher in die 100 000 oder vermutlich eher in die Millionen.

Es geht ja nicht um die Mutter oder die Personalien, das ist ja ok, dass sie das nicht sagt.
Die Kliniken oder Stellen die das anbieten führen keine Dokumente. Und jedes Kind in D hat das Recht darauf zu erfahren wo es herkommt, gesetzlich geregelt. So bald das Baby da in der Klappe liegt müsste das Jugendamt einegschaltet werden und das passiert nicht.
 
Achja, und die Mutter macht sich nicht strafbar, das passiert nur, wenn sie in einem gewissen Zeitraum das Kind nicht abholt.
 

Und jedes Kind in D hat das Recht darauf zu erfahren wo es herkommt, gesetzlich geregelt.
Und wie wollen die Millionen Kukukskinder dieses Recht durchsetzen? Meines wissens nach gibt es keine "Beugehaft" für Mütter, die den wahren Vater nicht nennen, oder? ;)

Und was das Jugendamt angeht. Klar, müsste man es eigentlich informieren. Aber gerade die Jugendämter haben sich ja in den vergangenen Jahren bei vielen Fällen von Kindstötung durch Imkompentz hervorgetan.
 
Und wie wollen die Millionen Kukukskinder dieses Recht durchsetzen? Meines wissens nach gibt es keine "Beugehaft" für Mütter, die den wahren Vater nicht nennen, oder? ;)

Und was das Jugendamt angeht. Klar, müsste man es eigentlich informieren. Aber gerade die Jugendämter haben sich ja in den vergangenen Jahren bei vielen Fällen von Kindstötung durch Imkompentz hervorgetan.

Da ist es ja so, dass das Kind denkt der Vater wäre der Echte. Also andere Situation.
Und mit das Recht drauf haben zu Wissen wo man her stammt heisst im Babyklappenfall: in welcher Babyklappe lag ich, wann etc. Beinhaltet nicht wer ist der Vater oder die Mutter.
 

Da ist es ja so, dass das Kind denkt der Vater wäre der Echte. Also andere Situation.
Und mit das Recht drauf haben zu Wissen wo man her stammt heisst im Babyklappenfall: in welcher Babyklappe lag ich, wann etc. Beinhaltet nicht wer ist der Vater oder die Mutter.

Hm ... ich weiß ja nicht. Bei der Sensibilität der Jugendämter würde es vermutlich so laufen. Mädchen ist 14 und bekommt auf einmal Post vom Jugendamt mit einem Foto: "In diesem Mülleimer hat dich deine leibliche Mutter damals ausgesetzt, weil sie dich nicht wollte. Geht es dir jetzt besser?"

Und was macht ein Kind, wenn es sich sicher ist, dass (z.B. aufgrund inkompatibler Blutgruppe) es irgendwann herausfindet, dass der Vater nicht der echte ist. Kann es die Mutter verklagen? Und wenn ja, kommt sie dann in den Knast, wenn sie nicht sagt, mit wem sie damals gefickt hat?
Entschuldige, wenn ich da jetzt etwas ironie rein lege, aber mir gibt es einfach in dieser Welt zu viele Sinnfreie und Wirklichkeitsverneinende Gesetze.
 
Last edited:
Heute war ich hoffnungslos überfordert.
Eine Schülerin (17) brach plötzlich weinend am Tisch zusammen. Sie hat jegliche Kontrolle über sich verloren und weinte bitterlich. Unser Sozialpädagoge hat sich sofort ihrer angenommen.
Das traurige Resultat : Die noch recht junge Mutter (42) des Mädchens wurde aufgrund eines unheilbaren Krebsleidens im Endstadium in ein Hospizhaus überwiesen.
Jeder von euch weis, dass das die Endstation ist.
Das Entsetzen und die Sprachlosigkeit war allgegenwärtig. Doch niemand wusste damit umzugehen. Selbst die geschulten Pädagogen nicht.
Es blieben offene Fragen.
Wie nimmt ein Mensch Abschied, bevor er ins Hospiz geht? Was empfindet er nach dieser Überweisung? Wie verabschieden sich die Angehörigen? Hat die Zeit noch einen Wert? Zählt jede Sekunde? Fragen über Fragen. Auf die ich keine Antwort weis.
Oh Gott, lass diesen Kelch an uns allen vorübergehen.
 
Heute war ich hoffnungslos überfordert.
Eine Schülerin (17) brach plötzlich weinend am Tisch zusammen. Sie hat jegliche Kontrolle über sich verloren und weinte bitterlich. Unser Sozialpädagoge hat sich sofort ihrer angenommen.
Das traurige Resultat : Die noch recht junge Mutter (42) des Mädchens wurde aufgrund eines unheilbaren Krebsleidens im Endstadium in ein Hospizhaus überwiesen.
Jeder von euch weis, dass das die Endstation ist.
Das Entsetzen und die Sprachlosigkeit war allgegenwärtig. Doch niemand wusste damit umzugehen. Selbst die geschulten Pädagogen nicht.
Es blieben offene Fragen.
Wie nimmt ein Mensch Abschied, bevor er ins Hospiz geht? Was empfindet er nach dieser Überweisung? Wie verabschieden sich die Angehörigen? Hat die Zeit noch einen Wert? Zählt jede Sekunde? Fragen über Fragen. Auf die ich keine Antwort weis.
Oh Gott, lass diesen Kelch an uns allen vorübergehen.

Ich denke wenn man den Schritt macht in ein Hospiz zu gehen hat man das gut durchdacht und man weiß es gibt kein zurück. Meistens ist es für die Angehörigen viel schlimer als für den Betroffenen. Offen miteinander reden über die Ängste hilft da.
 
@Leonie12: Du bist und bleibst eine Sülzbacke.

Heute war ich hoffnungslos überfordert.
Eine Schülerin (17) brach plötzlich weinend am Tisch zusammen. Sie hat jegliche Kontrolle über sich verloren und weinte bitterlich. Unser Sozialpädagoge hat sich sofort ihrer angenommen.
Das traurige Resultat : Die noch recht junge Mutter (42) des Mädchens wurde aufgrund eines unheilbaren Krebsleidens im Endstadium in ein Hospizhaus überwiesen.
Jeder von euch weis, dass das die Endstation ist.
Das Entsetzen und die Sprachlosigkeit war allgegenwärtig. Doch niemand wusste damit umzugehen. Selbst die geschulten Pädagogen nicht.
Es blieben offene Fragen.
Wie nimmt ein Mensch Abschied, bevor er ins Hospiz geht? Was empfindet er nach dieser Überweisung? Wie verabschieden sich die Angehörigen? Hat die Zeit noch einen Wert? Zählt jede Sekunde? Fragen über Fragen. Auf die ich keine Antwort weis.
Oh Gott, lass diesen Kelch an uns allen vorübergehen.

"Oh Gott, lass dich diesen Kelch an uns allen vorübergehen" ("Leonie 12")

Das ist ein unerfüllbarer Wunsch.
"Jeder stirbt für sich allein", wusste schon HANS FALLADA.

lg
"rosi" (Johannes)
 
Heute war ich hoffnungslos überfordert.
Eine Schülerin (17) brach plötzlich weinend am Tisch zusammen. Sie hat jegliche Kontrolle über sich verloren und weinte bitterlich. Unser Sozialpädagoge hat sich sofort ihrer angenommen.
Das traurige Resultat : Die noch recht junge Mutter (42) des Mädchens wurde aufgrund eines unheilbaren Krebsleidens im Endstadium in ein Hospizhaus überwiesen.
Jeder von euch weis, dass das die Endstation ist.
Das Entsetzen und die Sprachlosigkeit war allgegenwärtig. Doch niemand wusste damit umzugehen. Selbst die geschulten Pädagogen nicht.
Es blieben offene Fragen.
Wie nimmt ein Mensch Abschied, bevor er ins Hospiz geht? Was empfindet er nach dieser Überweisung? Wie verabschieden sich die Angehörigen? Hat die Zeit noch einen Wert? Zählt jede Sekunde? Fragen über Fragen. Auf die ich keine Antwort weis.
Oh Gott, lass diesen Kelch an uns allen vorübergehen.

Dafür gibt es kein Partentrezept. Als der Vater einer guten Freundin starb, als sie 18 war, meinte, sie, als ich ihr sagte: "Mein Beileid", "So ein quatsch". Sie war froh, dass er nach Jahren, in denen er langsam "gestorben" ist, endlich tod war. Während ihr Zwillingsbruder tief verletzt war und von dem Tod seines Vaters schwer mitgenommen wurde.

Wie man den baldigen Tod eines geliebten Menschen annimmt, ist etwas, was jeder mit sich ausmachen muss. Es jeder Mensch ist da anders.
 
@KrystanX

Dafür gibt es kein Partentrezept. Als der Vater einer guten Freundin starb, als sie 18 war, meinte, sie, als ich ihr sagte: "Mein Beileid", "So ein quatsch". Sie war froh, dass er nach Jahren, in denen er langsam "gestorben" ist, endlich tod war. Während ihr Zwillingsbruder tief verletzt war und von dem Tod seines Vaters schwer mitgenommen wurde.

Wie man den baldigen Tod eines geliebten Menschen annimmt, ist etwas, was jeder mit sich ausmachen muss. Es jeder Mensch ist da anders.

Richtig, der Umgang mit diesen Dingen ist sehr individuell, und das muss jeder für sich selbst herausfinden und beantworten.

Unsere Gesellschaft hat Sterben und Tod tabuisiert und anonymisiert und an den Rand gedrängt.
Gelingt aber nicht wirklich.

Ich wurde schon sehr früh in meinem Leben mit diesen Dingen konfrontiert.

Eine zeitlang hab ich ehrenamtlich Sterbebegleitung in einem Hospitz gemacht, und tue es gelegentlich immer noch, wenn auch seltener.
Da relativiert sich vieles.
Die eigenen Problemchen, die man zu haben glaubt.
Und vor allem relativieren sich die "LIT-Probleme", wie lächerliche Moraldiskussionen oder wieviel jemand postet, und anderer LIT-Schwachsinn.

lg
"rosi" (Johannes)
 
Last edited:
Heute war ich hoffnungslos überfordert.
Eine Schülerin (17) brach plötzlich weinend am Tisch zusammen. Sie hat jegliche Kontrolle über sich verloren und weinte bitterlich. Unser Sozialpädagoge hat sich sofort ihrer angenommen.
Das traurige Resultat : Die noch recht junge Mutter (42) des Mädchens wurde aufgrund eines unheilbaren Krebsleidens im Endstadium in ein Hospizhaus überwiesen.
Jeder von euch weis, dass das die Endstation ist.
Das Entsetzen und die Sprachlosigkeit war allgegenwärtig. Doch niemand wusste damit umzugehen. Selbst die geschulten Pädagogen nicht.
Es blieben offene Fragen.
Wie nimmt ein Mensch Abschied, bevor er ins Hospiz geht? Was empfindet er nach dieser Überweisung? Wie verabschieden sich die Angehörigen? Hat die Zeit noch einen Wert? Zählt jede Sekunde? Fragen über Fragen. Auf die ich keine Antwort weis.
Oh Gott, lass diesen Kelch an uns allen vorübergehen.
Man sagt nicht ohne Grund, dass die Hinterbliebenen
im wahrsten Sinne des Wortes "UNTRÖSTLICH" sind.
 
Man sagt nicht ohne Grund, dass die Hinterbliebenen
im wahrsten Sinne des Wortes "UNTRÖSTLICH" sind.

Aber genau das ist manchmal das Problem. Es gibt Angehörige die den Sterbenden einfach nicht gehen lassen wollen. Und diejenigen haben dann wirklich ein Problem zu sterben. Auch wenn es den Angehörigen schwer fällt, man muss irgendwann los lassen.
 
Aber genau das ist manchmal das Problem. Es gibt Angehörige die den Sterbenden einfach nicht gehen lassen wollen. Und diejenigen haben dann wirklich ein Problem zu sterben. Auch wenn es den Angehörigen schwer fällt, man muss irgendwann los lassen.

AVa, ich denke, in deinem Job wird dir zu diesem Thema absolut NICHTS fremd sein.​
 
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