rosettenfreak
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- Jun 2, 2009
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@kugelfisch
Mein Vertrauen in die deutsche Presse ist auf jeden Fall grösser als ins Internet. Und vor allem grösser als in Internetbloggs.
Das Internet ist genau das Medium, das die letzten Wochen den grössten Müll über Gauck in die Welt gesetzt hat; allen voran private Blogs wie "Das Ostblog" und ähnliche.
Es gibt natürlich auch gute politische Foren im Netz.
"Doppelpod" ist so eines.
In der Darstellung des Kosovo-Krieges irrt "doppelpod" allerdings.
Ich komme gleich darauf zurück.
- Und Was soll: "Wenn du glaubst, "Bild" hätte Wulff im Alleingang demontiert..."
"Bild" hat Wulff nicht demontiert. Wulff hat sich selbst demontiert.
- Verflechtungen zwischen Wirtschaft und Politik gab es immer, genauso, wie Verflechtungen zwischen Medien und Politik, und zwischen Medien und Wirtschaft.
Karrieren und Karrierewechsel wie du sie schilderst, sind nichts Ungewöhnliches und auch nichts Ehrenrühriges, solange es einen Medienpluralismus gibt in einer Gesellschaft.
Und den gibt es in der BRD nach wie vor.
Noch sind wir nicht in Berlusconis Italien, und da kommen wir mit ziemlicher Sicherheit auch nicht hin.
-Deutschland und der Kosovo- Konflikt
Die Bombardierung Serbiens durch die Nato erfolgte ohne UN-Mandat, war aber richtig und notwendig wegen der eklatanten Menschenrechtsverletzungen der jugoslawischen Armee.
Deutschland hat sich am Balkan-Krieg, am Kosovo-Krieg beteiligt, was völlig richtig war.
Die Europäer haben im allzu langen und allzu grossen Vertrauen auf die Diplomatie zu lange einem Völkermord in ihrem Hinterhof (auf dem Balkan) zugesehen.
Bei Leuten wie Tudjman und Milosevic und Mladic, und wie die Balkanverbrecher sonst noch hießen, hilft keine Diplomatie, sondern nur ne klare Ansage.
Da kann man sich nicht ausschließlich auf Verträge berufen.
Zudem wird die völkerechtliche Dimension des Balkankrieges bis heute sehr unterschiedlich und kontrovers gesehen.
Der Tatbestand eines Angriffskrieges seitens der Nato war nicht gegeben, und auch der "2+4-Vertrag" wurde nicht verletzt, da von einem friedlichen Zusammenleben der Völker im damaligen Jugoslawien schon lange nicht mehr die Rede sein konnte.
Es gab also ein notstandsähnliches Recht auf eine humanitäre Intervention um Schlimmeres zu verhindern, und genau das wurde getan.("Nothilferecht", "Genfer Konvention", Bedeutung der Menschenrechte im Völkergewohnheitsrecht)
Und da es kein Angriffskrieg war, war die deutsche Beteiligung auch eindeutig KEIN VERSTOSS gegen die deutsche Verfassung, kein Verstoss gegen Art. 26 GG.
So hat auch der damalige Generalbundesanwalt geurteilt.
Die völkerrechtliche Debatte über den Zerfall Jugoslawiens füllt Bände.
Es gibt gute juristische Gründe, ihn für richtig und rechtens zu halten
Genauso wenig hilft jetzt im Fall Syrien weder ein Kofi Anan, noch sonst irgend ein Schwafelverein.
Und die Uno schaut bisher immer noch zu...
Und macht Palaver, Palaver, Palaver,...
Und derweil kann Assad in aller Ruhe sein eigenes Volk abschlachten.
-Verstaatlichung von Banken:
Ein Lieblingsmantra der Linken, grade nach der jüngsten Finanzkrise.
Dabei waren es grade die staatlichen Landesbanken, die die grössten Verluste eingefahren haben.
Der Staat ist nicht der bessere Unternehmer.
lg
"rosi" (Johannes)
Ps.
avon abgesehen hat das alles- Balkankonflikt, Bankenkrise, etc...- nichts mit der Wahl von Gauck zum nächsten BP zu tun.
Mein Vertrauen in die deutsche Presse ist auf jeden Fall grösser als ins Internet. Und vor allem grösser als in Internetbloggs.
Das Internet ist genau das Medium, das die letzten Wochen den grössten Müll über Gauck in die Welt gesetzt hat; allen voran private Blogs wie "Das Ostblog" und ähnliche.
Es gibt natürlich auch gute politische Foren im Netz.
"Doppelpod" ist so eines.
In der Darstellung des Kosovo-Krieges irrt "doppelpod" allerdings.
Ich komme gleich darauf zurück.
- Und Was soll: "Wenn du glaubst, "Bild" hätte Wulff im Alleingang demontiert..."
"Bild" hat Wulff nicht demontiert. Wulff hat sich selbst demontiert.
- Verflechtungen zwischen Wirtschaft und Politik gab es immer, genauso, wie Verflechtungen zwischen Medien und Politik, und zwischen Medien und Wirtschaft.
Karrieren und Karrierewechsel wie du sie schilderst, sind nichts Ungewöhnliches und auch nichts Ehrenrühriges, solange es einen Medienpluralismus gibt in einer Gesellschaft.
Und den gibt es in der BRD nach wie vor.
Noch sind wir nicht in Berlusconis Italien, und da kommen wir mit ziemlicher Sicherheit auch nicht hin.
-Deutschland und der Kosovo- Konflikt
Die Bombardierung Serbiens durch die Nato erfolgte ohne UN-Mandat, war aber richtig und notwendig wegen der eklatanten Menschenrechtsverletzungen der jugoslawischen Armee.
Deutschland hat sich am Balkan-Krieg, am Kosovo-Krieg beteiligt, was völlig richtig war.
Die Europäer haben im allzu langen und allzu grossen Vertrauen auf die Diplomatie zu lange einem Völkermord in ihrem Hinterhof (auf dem Balkan) zugesehen.
Bei Leuten wie Tudjman und Milosevic und Mladic, und wie die Balkanverbrecher sonst noch hießen, hilft keine Diplomatie, sondern nur ne klare Ansage.
Da kann man sich nicht ausschließlich auf Verträge berufen.
Zudem wird die völkerechtliche Dimension des Balkankrieges bis heute sehr unterschiedlich und kontrovers gesehen.
Der Tatbestand eines Angriffskrieges seitens der Nato war nicht gegeben, und auch der "2+4-Vertrag" wurde nicht verletzt, da von einem friedlichen Zusammenleben der Völker im damaligen Jugoslawien schon lange nicht mehr die Rede sein konnte.
Es gab also ein notstandsähnliches Recht auf eine humanitäre Intervention um Schlimmeres zu verhindern, und genau das wurde getan.("Nothilferecht", "Genfer Konvention", Bedeutung der Menschenrechte im Völkergewohnheitsrecht)
Und da es kein Angriffskrieg war, war die deutsche Beteiligung auch eindeutig KEIN VERSTOSS gegen die deutsche Verfassung, kein Verstoss gegen Art. 26 GG.
So hat auch der damalige Generalbundesanwalt geurteilt.
Die völkerrechtliche Debatte über den Zerfall Jugoslawiens füllt Bände.
Es gibt gute juristische Gründe, ihn für richtig und rechtens zu halten
Genauso wenig hilft jetzt im Fall Syrien weder ein Kofi Anan, noch sonst irgend ein Schwafelverein.
Und die Uno schaut bisher immer noch zu...
Und macht Palaver, Palaver, Palaver,...
Und derweil kann Assad in aller Ruhe sein eigenes Volk abschlachten.
-Verstaatlichung von Banken:
Ein Lieblingsmantra der Linken, grade nach der jüngsten Finanzkrise.
Dabei waren es grade die staatlichen Landesbanken, die die grössten Verluste eingefahren haben.
Der Staat ist nicht der bessere Unternehmer.
lg
"rosi" (Johannes)
Ps.
avon abgesehen hat das alles- Balkankonflikt, Bankenkrise, etc...- nichts mit der Wahl von Gauck zum nächsten BP zu tun.
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