Kojote
dead serious lunatic
- Joined
- Jan 31, 2010
- Posts
- 2,224
Also ich weiß nicht...
Ausdiskutiert ist es für mich nun nicht. Aber zu den inhaltlichen Aspekten mag ich andererseits auch gar nichts sagen, denn zugegebenermaßen sehe ich bei den Israelis zumindest etwas mehr Grund für eine kriegerische Haltung gegenüber den Nachbarn in der Gegend als beispielsweise bei den USA.
Was mich tatsächlich am meisten stört ist eben das, was innerhalb unserer eigenen vier Wände hier bezüglich des Gedichts abgeht. Die Kommentare von Zeit und Spiegel beispielsweise, die irgendwo im Thread zitiert wurden.
Wenn ich etwas kritisch kommentieren will, dann habe ich dazu durchaus ein recht,finde ich. Und mir sträuben sich die Nackenhaare, wenn dieses recht schön und gut ist, solange der Kritisierte kein Jude ist.
Es ist mir nämlich egal, ob es gerade Israel ist. Oder die USA. Oder Russland. Es geht um die Handlungen selbst und nicht um die gemeinsame Vergangenheit der Großeltern des Handelnden und meiner Vorfahren.
Wäre Grass nicht der Deutsche - und auch noch einer mit einem schwarzuniformierten Fleck auf der Weste - dann wäre die Äußerung für Israel sicherlich noch immer ärgerlich, aber sie würden kaum sonderlich Heckmeck darum machen.
Aber in diesem Fall können sie die Person angreifen, die sich da geäußert hat. Und sie können deren Integrität in Frage stellen.
Warum? Weil die Deutschen es mit sich machen lassen. Und davon habe ich ehrlich gesagt den Kanal voll.
Das Ganze hat was von der biblischen Erbsünde. Irgendwann werden wir erleben, dass jemand angegriffen wird, weil sein Vater mal bei der SS war. Spätestens, wenn alle Leute die es selbst noch erlebt haben können, gestorben sind.
Was übrigens sonderlich lange nicht mehr dauern dürfte.
In meinen Augen sollte die einheitliche Reaktion in Deutschland auf die Art und Weise der Israelischen Kritik an Grass in etwa so aussehen: "Und? Was hat die Vergangenheit des Dichters mit dem Inhalt seines Gedichtes zu tun? In welcher Hinsicht ist seine Aussage mehr oder weniger wert, weil er eine SS-Vergangenheit hat? Und in welcher Beziehung steht das dazu?"
Sollen sie den Inhalt dementieren oder dagegen oder dafür argumentieren. Aber diese dämlichen Hexenjagden haben so langsam wirklich was von den wirren Ideen eines Heinrich Kramer (dem Autor des Hexenhammers).
Ausdiskutiert ist es für mich nun nicht. Aber zu den inhaltlichen Aspekten mag ich andererseits auch gar nichts sagen, denn zugegebenermaßen sehe ich bei den Israelis zumindest etwas mehr Grund für eine kriegerische Haltung gegenüber den Nachbarn in der Gegend als beispielsweise bei den USA.
Was mich tatsächlich am meisten stört ist eben das, was innerhalb unserer eigenen vier Wände hier bezüglich des Gedichts abgeht. Die Kommentare von Zeit und Spiegel beispielsweise, die irgendwo im Thread zitiert wurden.
Wenn ich etwas kritisch kommentieren will, dann habe ich dazu durchaus ein recht,finde ich. Und mir sträuben sich die Nackenhaare, wenn dieses recht schön und gut ist, solange der Kritisierte kein Jude ist.
Es ist mir nämlich egal, ob es gerade Israel ist. Oder die USA. Oder Russland. Es geht um die Handlungen selbst und nicht um die gemeinsame Vergangenheit der Großeltern des Handelnden und meiner Vorfahren.
Wäre Grass nicht der Deutsche - und auch noch einer mit einem schwarzuniformierten Fleck auf der Weste - dann wäre die Äußerung für Israel sicherlich noch immer ärgerlich, aber sie würden kaum sonderlich Heckmeck darum machen.
Aber in diesem Fall können sie die Person angreifen, die sich da geäußert hat. Und sie können deren Integrität in Frage stellen.
Warum? Weil die Deutschen es mit sich machen lassen. Und davon habe ich ehrlich gesagt den Kanal voll.
Das Ganze hat was von der biblischen Erbsünde. Irgendwann werden wir erleben, dass jemand angegriffen wird, weil sein Vater mal bei der SS war. Spätestens, wenn alle Leute die es selbst noch erlebt haben können, gestorben sind.
Was übrigens sonderlich lange nicht mehr dauern dürfte.
In meinen Augen sollte die einheitliche Reaktion in Deutschland auf die Art und Weise der Israelischen Kritik an Grass in etwa so aussehen: "Und? Was hat die Vergangenheit des Dichters mit dem Inhalt seines Gedichtes zu tun? In welcher Hinsicht ist seine Aussage mehr oder weniger wert, weil er eine SS-Vergangenheit hat? Und in welcher Beziehung steht das dazu?"
Sollen sie den Inhalt dementieren oder dagegen oder dafür argumentieren. Aber diese dämlichen Hexenjagden haben so langsam wirklich was von den wirren Ideen eines Heinrich Kramer (dem Autor des Hexenhammers).