Was der Trump so macht...

@Zenobit



Es ist eigentlich nichts ungewöhnliches passiert.
Die Amis haben in Südamerika halt mal wieder einen bösen Buben abgesetzt.
Das machen sie in dieser Region schon seit Jahrzehnten hin und wieder immer mal wieder.
Gar nichts Ungewöhnliches.... ach ja, nur einen Präzedenzfall geschaffen auf den sich alle großen Mächte beziehen können, wenn sie mal in ein anderes Land einmarschieren wollen. China wird das in Bezug auf Taiwan freuen.

Sehr viele Politologen sehen darin nicht mehr und nicht weniger als eine politische Kehrtwende und einen Rückschritt um Jahrzehnte. Völkerrechte existieren nicht mehr bzw. sind sie völlig egal wenn du militärisch nur stark genug bist. Es gilt wieder alleine das Recht des Stärkeren. Imperialismus in reinster Form.
 
@Zenobit



Jetzt nur soviel: Im Kern sagt die Rede folgendes: Der Nahe Osten interessiert uns nur als Geschäftspartner.
Wir wollen dort nicht die Demokratie einführen (eine Abkehr der Politik von Bush jr und Obama).

Südamerika betrachten wir ab jetzt wieder als unser ureigenstes Interessensgebiet.
Und sollte dort jemand etwas tun, was uns nicht passt, dann greifen wir ein!

Das ist eindeutig eine Wiederbelebung der "Monroe-Doktrin" für das 21. Jahrhundert.

Und Maduro war das erste Opfer von Trumps neuer Ausrichtung der US-Außenpolitik.
Tja, und was soll daran gut sein? Sich auf eine uralte Doktrin zu beziehen, die wahrscheinlich damals schon falsch war. Damit kannst du dich ja auch auf eine Doktrin beziehen die Sklaverei als gut ansieht und diese wieder einführen....
Hey es gibt da diese uralte Doktrin und auf die beziehen wir uns halt. Sklaverei hat damals doch auch funktioniert.
Extrem dumme Argumentation.
 
Na ja in erster Linie interessiert es die Bürger Venezuelas, wenn man ihr Land angreift und den Präsidenten entführt. Dabei ist es egal wie schnell das ging und wie wenig Menschen dabei getötet wurden.

Trump nimmt sich heraus zu entscheiden welche Regierung ein fremdes Land , in dem Fall Venezuela, haben darf und welche nicht. Allein nach den Gesichtspunkten was ihm gefällt und was Amerika am meisten nutzt.
Exakt wie Putin. Eine Regierung in der Ukraine, die nicht der Nato beitreten will und ein Vasall Russlands ist... kein Problem.

Für mich kein Unterschied. Beide wollen ein Land, dem sie ihren Willen aufzwingen können und das sie ausbeuten können.

Sieht man auch daran, dass Trump gar kein Interesse hat die Regierung, abgesehen von Maduro auszutauschen und meinetwegen politische Gefangene freizulassen. War keine seiner Forderungen im Gegensatz zu Forderungen nach Öl. Inwiefern hat es eine Rückkehr der Millionen Geflüchteter nach Venezuela leichter bzw. überhaupt möglich gemacht?
Gar nicht. alles bleibt wie es ist nur die USA bekommen Öl und politischen Einfluss.
@Zenobit

Vielleicht sind viele Bürger Venezuelas aber auch ganz froh, dass sie Maduro endlich los sind.

Es ist eben nicht exakt wie bei Putin!
Die entscheidenden Unterschiede: Putin will eine frei und fair gewählte legitime demokratische ukrainische Regierung stürzen.
Maduro hingegen ist ein Diktator, der seine Wiederwahl gefälscht hat. Seine Wahl wird international nicht anerkannt.
Die Regierung in Venezuela ist noch immer im Amt. Nur die Regierungsgeschäfte werden jetzt von einer anderen Person geführt.

Und von künftigen US-Investments in venezolanisches Öl dürfte auch Venezuela profitieren.
Schlechter als unter der sozialistischen Misswirtschaft unter Chavez und Maduro kann es nicht mehr werden.
Es kann nur besser werden.

Letztlich geht es in der (Geo)Politik um Einflusssphären.
Und da wird die Welt halt gerade neu geordnet.

Trump hat nach dem Sturz Maduros einen eindeutigen Tweet abgesetzt: "This is our hemisphere."

Die USA betrachten Südamerika wieder als ihren Hinterhof, wo sie sich ein Eingreifen vorbehalten, wenn es in ihrem Interesse liegt.

Ist nix neues.
Ist nur ne Neuauflage der US-Südamerika-Politik der 50iger, 60iger, 70iger und 80iger Jahre.
 
Last edited:
Da sind wir einer Meinung. Du hattest aber die beiden Fälle (Ukraine und Venezuela als erster verglichen) Ich stelle bloß in den Raum, dass bei Angriffen Amerikas von den meisten Regierungen deutlich positiver und zurückhaltender reagiert wird als wenn Russland das gleiche machen würde.
Aber wie gesagt in dem Fall sind wir einer Meinung.
@Zenobit
Wenn 2 dasselbe tun ist es noch lange nicht das gleiche.
Marschiert Putin bei dir ein, dann bekommst du ne Diktatur.
Marschiert Trump bei dir ein, dann bekommst du Demokratie.

Ich müsste nicht lange überlegen, wenn ich lieber einmarschieren sehe.

Putin versucht ein souveränes demokratisches Land in sein Reich einzugliedern.
Trump hingegen hat einen Diktator entmachtet. Die venezolanische Regierung ist noch immer im Amt. Nur die Amtsgeschäfte werden jetzt von einer anderen Person geführt.

Das sind wichtige Unterschiede.
 
Last edited:
Tja, und was soll daran gut sein? Sich auf eine uralte Doktrin zu beziehen, die wahrscheinlich damals schon falsch war. Damit kannst du dich ja auch auf eine Doktrin beziehen die Sklaverei als gut ansieht und diese wieder einführen....
Hey es gibt da diese uralte Doktrin und auf die beziehen wir uns halt. Sklaverei hat damals doch auch funktioniert.
Extrem dumme Argumentation.
@Zenobit

Die Monroe-Doktrin (1823) war zu ihrer Zeit nachvollziehbar und politisch sinnvoll.
Warum, das habe ich schon einmal erläutert, wenn ich mich richtig erinnere.
Einfach einige Posts zurückgehen.

Was an der neuen nationalen Sicherheitsstrategie gut ist?
Na, die Amis hören auf, den Nahen Osten aufzumischen. Die Länder dort unten dürften aufatmen.

Stattdessen konzentriert man sich wieder auf eine Region in unmittelbarerer Nachbarschaft: Süd-und Mittelamerika.

Im Grunde genommen war die Monroe-Doktrin nie außer Kraft.
Nach ihr haben die USA von den 40iger bis in die 80iger Jahre des 20. Jahrhunderts in Südamerika Politik gemacht, auch wenn man sich nicht mehr offiziell auf sie berufen hat.
 
Last edited:
Gar nichts Ungewöhnliches.... ach ja, nur einen Präzedenzfall geschaffen auf den sich alle großen Mächte beziehen können, wenn sie mal in ein anderes Land einmarschieren wollen. China wird das in Bezug auf Taiwan freuen.

Sehr viele Politologen sehen darin nicht mehr und nicht weniger als eine politische Kehrtwende und einen Rückschritt um Jahrzehnte. Völkerrechte existieren nicht mehr bzw. sind sie völlig egal wenn du militärisch nur stark genug bist. Es gilt wieder alleine das Recht des Stärkeren. Imperialismus in reinster Form.
@Zenobit

Von wegen Venezuela als Präzedenzfall: Die USA tun da nur etwas, was sie in Südamerika auch in früheren Jahrzehnten immer getan haben.

Der Sturz Maduros ist keine Laune Trumps. sondern Teil einer neuen nationalen Sicherheitsstrategie, die er vor einigen Tagen in einer Rede vorgestellt hat.
Die Kernpunkte: Der Fokus rückt weg vom Nahen Osten-- wo er die letzten 25 Jahre lag--, hin zum US-Hinterhof der USA, zu Südamerika, das die USA wieder als ihre Hemisphäre betrachten und dort eingreifen, wenn es ihnen geboten erscheint.

Auch Bush Junior (Irak und Afghanistan) und Obama (Libyen) haben sich nicht ums Völkerrecht geschert, sondern in den genannten Ländern Regime gestürzt und wollten so in dieser Region die Demokratie förmlich herbeibomben.

Das alles lief unter dem Label "War against terrorism."

Hat in all den genannten Fällen nicht wirklich geklappt.

In den genannten Ländern haben Bush Junior und Obama ein Chaos hinterlassen, das bis heute andauert.
Dagegen ging Trump im Falle Venezuela geradezu dezent und klug vor.

Und von wegen China wird es freuen wegen Taiwan: auch da braucht China nicht den Fall Venezuela/Maduro.

Ich habe bereits ausführlich erläutert, dass der Präzedenzfall bereits vor über einem Vierteljahrhundert geschaffen wurde, und zwar von der NATO unter Mithilfe einer deutschen Regierung, an der die ach so pazifistischen "Grünen" beteiligt waren: das völkerrechtswidrige Bombardement im Kosovo 1999.

(siehe meinen Beitrag #2.859, S. 115).

DAS ist der Präzedenzfall!
Und darauf berufen sich sowohl Putin hinsichtlich seines Krieges in der Ukraine und auch Xi was Taiwan betrifft schon seit Jahren.

Übrigens Taiwan:
Auch Deutschland erkennt Taiwan diplomatisch nicht an, sondern verfolgt schon seit Jahrzehnten die sogenannte "Ein-China-Politik", wonach auch die BRD Taiwan als einen Teil Chinas betrachtet.
("Ein Land, Zwei Systeme").
Weißt du, wie der offizielle Name Taiwans in der internationalen Diplomatie lautet? Nicht Taiwan, sondern "Republik China."
Unter dieser Bezeichnung wird das Land auch bei der UN geführt.
Jeder, der mit der Volksrepublik China diplomatische Beziehungen und Handelsbeziehungen aufnehmen will, muss sich zur "Ein-China-Politik" bekennen und Taiwan als einen Teil der Volksrepublik China betrachten.
Ansonsten gibt es keinen Handel mit den Chinesen.
Taiwan anzuerkennen könnte sich Deutschland aus ökonomischen Gründen gar nicht leisten.
Dasselbe gilt für die gesamte EU.
Es hat schon seinen Grund, dass die deutsche Wirtschaft vor Jahren die Hände über dem Kopf zusammenschlug, als die Angela glaubte, den Dalai Lama empfangen zu müssen.
Das gab wochenlange diplomatische Verstimmungen mit China. Und China griff auch zu wirtschaftlichen Sanktionen gegen die BRD.

So ist das halt mit den Menschenrechten. Die muss man sich leisten können.
Gegenüber China kann man sich das Pochen darauf nicht erlauben. Das wäre ökonomischer Selbstmord.

Aber das nur nebenbei.

Entscheidend ist: Venezuela ist kein Präzedenzfall.
Man sollte den Fall Venezuela/Maduro nicht größer machen als er ist.
Der Sturz Maduros destabilisiert keine ganze Region.
Man sollte jetzt wirklich nicht so tun, als würde wegen Trumps Venezuela-Aktion die Weltordnung aus den Fugen geraten.
Die beiden folgenreichsten Völkerrechtsbrüche des letzten Jahrzehnts hat Putin begangen: die Annexion der Krim 2014 und der Angriffskrieg gegen die Ukraine, der seit Februar 2022 andauert.

Trump hingegen ist nicht in Venezuela einmarschiert, er überzieht das Land nicht mit Krieg, er will es nicht annektieren und nicht von der Landkarte tilgen.
Alles Dinge, die Putin in der Ukraine tut und die er anstrebt.
Trump hingegen hat in Venezuela nur eine kurze und chirurgisch präzise militärische Operation durchgeführt.

Wir Deutsche sollten mit dem moralischen Zeigefinger vorsichtig sein und uns nicht um Dinge kümmern, die sowieso nicht beeinflussen können.
Dazu gehört die Südamerika-Politik der USA.

Wir sollten lieber um Dinge kümmern, die wir beeinflussen können und die für uns viel wichtiger sind als Venezuela.
Das wäre, Europa endlich verteidigungsfähig zu machen.
Das hat jetzt die Kernaufgabe der EU zu sein.
Das ist viel wichtiger als den Krümmungsgrad der Gurke festzulegen.
 
Last edited:
@Trump: Die nächste Doku

Heute Abend auf "Arte" (20:15):
-- "Trumps Amerika - Macht, Wandel, Widerstand." (90 Minuten)
(Auch in der "Arte"-Mediathek).
 
Last edited:
@Zenobit

Vielleicht sind viele Bürger Venezuelas aber auch ganz froh, dass sie Maduro endlich los sind.
So froh dass sie gegen die Militäraktion und die Einmischung in ihre Staatsangelegenheiten protestieren und US-Flaggen verbrennen?
Freuen sie sich so sehr über ihre Wohltäter, dass das US-Außenministerium alle US Bürger aufgefordert hat umgehend Venezuela zu verlassen?

Was hat sich denn angeblich für die Bürger verbessert?
Sind die politischen Gefangenen nicht mehr im Gefängnis? Nö.
Können diejenigen welche Verfolgt wurden und das Land verlassen haben zurückkehren? Nö.
Die Situation ist für sie identisch, da die alte Regierung immer noch an der Macht ist nur eben ohne Maduro.

Gibt es denn demokratische Wahlen um Venezuela zu einer Demokratie zu machen? Nö. Zumindest ist es Trump egal. Er hat kein Wort darüber verloren. Warum auch er hat für seinen Geschmack ja im eigenen Land noch viel zu viel Demokratie. Könnte er die exportieren, wäre sie schon weg....
 
@Zenobit

Die Monroe-Doktrin (1823) war zu ihrer Zeit nachvollziehbar und politisch sinnvoll.
Warum, das habe ich schon einmal erläutert, wenn ich mich richtig erinnere.
Einfach einige Posts zurückgehen.

Was an der neuen nationalen Sicherheitsstrategie gut ist?
Na, die Amis hören auf, den Nahen Osten aufzumischen. Die Länder dort unten dürften aufatmen.

Stattdessen konzentriert man sich wieder auf eine Region in unmittelbarerer Nachbarschaft: Süd-und Mittelamerika.

Im Grunde genommen war die Monroe-Doktrin nie außer Kraft.
Nach ihr haben die USA von den 40iger bis in die 80iger Jahre des 20. Jahrhunderts in Südamerika Politik gemacht, auch wenn man sich nicht mehr offiziell auf sie berufen hat.
Aha. In Geografie war ich immer sehr schlecht, sorry. Ich wusste gar nicht dass der Iran, in dem er letztes Jahr einen Atombunker hat bombardieren lassen und dem er vor zweit Tagen mit Militärschlägern gedroht hat, in Südamerika liegt. Nigeria hatte ich auch in Afrika und nicht dort einsortiert. Dort hat das Militär Weihnachten IS-Stellungen bombardiert.
Und wer kennt sie nicht die schöne südamerikanische Insel Grönland.....

Wirklich toll wie alle aufatmen, weil die USA nur noch in ihrer Einfluss Zone agieren.
 
So froh dass sie gegen die Militäraktion und die Einmischung in ihre Staatsangelegenheiten protestieren und US-Flaggen verbrennen?
Freuen sie sich so sehr über ihre Wohltäter, dass das US-Außenministerium alle US Bürger aufgefordert hat umgehend Venezuela zu verlassen?

Was hat sich denn angeblich für die Bürger verbessert?
Sind die politischen Gefangenen nicht mehr im Gefängnis? Nö.
Können diejenigen welche Verfolgt wurden und das Land verlassen haben zurückkehren? Nö.
Die Situation ist für sie identisch, da die alte Regierung immer noch an der Macht ist nur eben ohne Maduro.

Gibt es denn demokratische Wahlen um Venezuela zu einer Demokratie zu machen? Nö. Zumindest ist es Trump egal. Er hat kein Wort darüber verloren. Warum auch er hat für seinen Geschmack ja im eigenen Land noch viel zu viel Demokratie. Könnte er die exportieren, wäre sie schon weg....
@Zenobit

Können wir überprüfen, ob die Proteste gegen die USA nicht von der Regierung inszeniert wurden?

Und was die Entwicklung Venezuela betrifft: so schnell geht es halt auch wieder nicht.
Die Entmachtung Maduros ist noch nicht einmal eine Woche her.
Und da erwartest du schon die Verbesserung der Lebensverhältnisse der Venezolaner und die Aussicht auf freie demokratische Wahlen?

Warten wir doch einfach ab, was passiert und wie sich die Dinge in Venezuela weiter entwickeln.

Fakt ist: das Land versinkt nicht im Chaos, wird nicht besetzt und nicht mit Krieg überzogen.

Jedenfalls hat der Kongress Trump heute etwas an die Kette gelegt mit einer Präzisierung des "War Powers Act": für künftige militärische Aktionen gegen Venezuela braucht Trump das Okay aus dem Kongress.
Auch 5 Senatoren der Republikanischen Partei haben für diese Gesetzesänderung gestimmt.
 
Aha. In Geografie war ich immer sehr schlecht, sorry. Ich wusste gar nicht dass der Iran, in dem er letztes Jahr einen Atombunker hat bombardieren lassen und dem er vor zweit Tagen mit Militärschlägern gedroht hat, in Südamerika liegt. Nigeria hatte ich auch in Afrika und nicht dort einsortiert. Dort hat das Militär Weihnachten IS-Stellungen bombardiert.
Und wer kennt sie nicht die schöne südamerikanische Insel Grönland.....

Wirklich toll wie alle aufatmen, weil die USA nur noch in ihrer Einfluss Zone agieren.
@Zenobit


Jetzt wird es ein wenig chaotisch und konfus und es werden Äpfel mit Birnen durcheinander geworfen.

Der Raketenschlag gegen die unterirdischen Atomanlagen des Iran ist ein völlig anderes Konfliktfeld und hat nichts mit der Monroe-Doktrin zu tun.
Das fällt unter Nahost-Politik. Unter die Rubrik Reaktion auf den Terror gegen Israel.
Der Iran ist seit Jahrzehnten ein Hauptsponsor des islamistischen Terrors, besonders ein Sponsor der Hamas. Und die hat Israel am 07. Oktober 2023 bekanntlich das größte Massaker seit dem Holocaust beschert.
Und dass der Iran Israel von der Landkarte tilgen will, daraus macht der Iran kein Geheimnis.
Seit Jahrzehnten steht mitten in Teheran eine Uhr, die anzeigt, wann die Auslöschung Israels spätestens erreicht sein soll (ich glaube, es ist 2030).

Also, der US-Angriff auf die unterirdischen Atomanlagen des Iran ist Teil der Reaktion Israels nach dem Anschlag der Hamas vom 07. Oktober 2023.

Und die USA sind seit der Staatsgründung Israels die Schutzmacht dieses Staates.
Insofern war die Aktion Trumps gegen den Iran nur folgerichtig.

Nigeria fällt unter die Rubrik "Kampf gegen den islamistischen Terror", der noch keineswegs beendet und gewonnen ist.
Und der IS ist in Nigeria sehr präsent, weshalb ein militärisches Vorgehen der USA in Nigeria logisch und sinnvoll und auch notwendig ist.
Der IS in Nigeria löst sich nicht auf, wenn man Gummibärchen abwirft.
Da müssen die USA schon härteres Geschütz auffahren.

Und Grönland berührt die Europa-Politik/die NATO-Politik der USA und hat auch nix der Monroe-Doktrin zu tun.

Die Monroe-Doktrin bezieht sich explizit auf die Südamerika-Politik der USA.

Die USA sind nun mal eine globale Macht-- die einzige verbliebene globale Macht-- und handeln eben auch global.
 
Last edited:
@Zenobit

Können wir überprüfen, ob die Proteste gegen die USA nicht von der Regierung inszeniert wurden?

Und was die Entwicklung Venezuela betrifft: so schnell geht es halt auch wieder nicht.
Die Entmachtung Maduros ist noch nicht einmal eine Woche her.
Und da erwartest du schon die Verbesserung der Lebensverhältnisse der Venezolaner und die Aussicht auf freie demokratische Wahlen?

Warten wir doch einfach ab, was passiert und wie sich die Dinge in Venezuela weiter entwickeln.

Fakt ist: das Land versinkt nicht im Chaos, wird nicht besetzt und nicht mit Krieg überzogen.

Jedenfalls hat der Kongress Trump heute etwas an die Kette gelegt mit einer Präzisierung des "War Powers Act": für künftige militärische Aktionen gegen Venezuela braucht Trump das Okay aus dem Kongress.
Auch 5 Senatoren der Republikanischen Partei haben für diese Gesetzesänderung gestimmt.
Nein können wir nicht, da Venezuela derzeit wenige bis gar keine Reporter ins Land lässt. Aber Genauso wenig können wir sicher sein, dass Trump das nur gemacht hat um von den Epstein Akten abzulenken. Geschwurbele hilft aber in keinem der beiden Fälle.

Ich erwarte gar keine Änderungen. Weil Trump nichts gemacht hat was etwas entscheidend ändern könnte. Er war doch am längeren Hebel und wovon hat er geredet? Davon wie viel Geld sie mit dem Öl machen lässt....

Was hätt er machen können? Zum Beispiel die Freilassung politscher Gefangener fordern könne. Er hätte die Einsetzung der Regierung fordern können die bei den letzten Wahlen gewonnen hat. Oder er hätte zumindest Neuwahlen innerhalb von 6-8 Monaten fordern können.

War ihm aber alles anscheinend scheißegal.

 
@Zenobit


Jetzt wird es ein wenig chaotisch und konfus und es werden Äpfel mit Birnen durcheinander geworfen.

Der Raketenschlag gegen die unterirdischen Atomanlagen des Iran ist ein völlig anderes Konfliktfeld und hat nichts mit der Monroe-Doktrin zu tun.
Das fällt unter Nahost-Politik. Unter die Rubrik Reaktion auf den Terror gegen Israel.
Der Iran ist seit Jahrzehnten ein Hauptsponsor des islamistischen Terrors, besonders ein Sponsor der Hamas. Und die hat Israel am 07. Oktober 2023 bekanntlich das größte Massaker seit dem Holocaust beschert.
Und dass der Iran Israel von der Landkarte tilgen will, daraus macht der Iran kein Geheimnis.
Seit Jahrzehnten steht mitten in Teheran eine Uhr, die anzeigt, wann die Auslöschung Israels spätestens erreicht sein soll (ich glaube, es ist 2030).

Also, der US-Angriff auf die unterirdischen Atomanlagen des Iran ist Teil der Reaktion Israels nach dem Anschlag der Hamas vom 07. Oktober 2023.

Und die USA sind seit der Staatsgründung Israels die Schutzmacht dieses Staates.
Insofern war die Aktion Trumps gegen den Iran nur folgerichtig.

Und Grönland berührt die Europa-Politik/die NATO-Politik der USA und hat auch nix der Monroe-Doktrin zu tun.

Die Monroe-Doktrin bezieht sich explizit auf die Südamerika-Politik der USA.
Nicht ich habe geschrieben, dass der nahe Osten aufatmen kann, da sich die USA nur noch um ihren Einflussbereich kümmern wollen, sondern du.

Amerika mischt sich immer noch auf allen Kontinenten ein. Die Monroe-Doktrin hat rein gar nichts damit zu tun.
 
Nein können wir nicht, da Venezuela derzeit wenige bis gar keine Reporter ins Land lässt. Aber Genauso wenig können wir sicher sein, dass Trump das nur gemacht hat um von den Epstein Akten abzulenken. Geschwurbele hilft aber in keinem der beiden Fälle.

Ich erwarte gar keine Änderungen. Weil Trump nichts gemacht hat was etwas entscheidend ändern könnte. Er war doch am längeren Hebel und wovon hat er geredet? Davon wie viel Geld sie mit dem Öl machen lässt....

Was hätt er machen können? Zum Beispiel die Freilassung politscher Gefangener fordern könne. Er hätte die Einsetzung der Regierung fordern können die bei den letzten Wahlen gewonnen hat. Oder er hätte zumindest Neuwahlen innerhalb von 6-8 Monaten fordern können.

War ihm aber alles anscheinend scheißegal.
@Zenobit


Jetzt warten wir mal in Ruhe ab.
Vielleicht macht Trump das ja alles noch, von wegen die Freilassung politischer Gefangener fordern etc.

Was das Öl betrifft: abwarten. So schnell geht der Reibach mit dem venezolanischen Öl nicht.
Und wenn sich US-Investoren dort engagieren, dann wird auch Venezuela was davon haben.
Was natürlich eine andere Regierung voraussetzt.
Nochmal Jahrzehnte sozialistische Misswirtschaft, damit wäre Venezuela nicht gedient.

Wie gesagt: die Aufregung über Trumps Venezuela-Coup sollte man nicht übertreiben.
Das Land versinkt nicht im Chaos. Die Regierung ist noch im Amt. Es herrscht dort kein Krieg. Und das Land ist nicht von US-Truppen besetzt.
 
Wir beide sehen die gleichen Grundlagen. Nur scheint es mir dass wir völlig andere Schlüsse daraus ziehen.
Für dich scheint es okay zu sein, da Amerika das ja auch früher schon gemacht hat und auch schon schlimmere Sachen gemacht hat. Ein Rückschritt in Weltpolitik um 50 Jahre scheint für dich okay zu sein. Dort wo der Stärkere Recht hat und Imperialismus herrscht. Zumindest entnehme ich das deinen Beiträgen.
Ist okay.
Ich bin eher ein Freund der Weltpolitik wie sie etwa vor 10-15 Jahren war, wo man das Völkerrecht etwas mehr geachtet hat. Und sich nicht auf völlig überholte und über 100 Jahre alte Doktrin gestützt hat.
 
Nicht ich habe geschrieben, dass der nahe Osten aufatmen kann, da sich die USA nur noch um ihren Einflussbereich kümmern wollen, sondern du.

Amerika mischt sich immer noch auf allen Kontinenten ein. Die Monroe-Doktrin hat rein gar nichts damit zu tun.
@Zenobit

Ja natürlich mischen sich die USA weiterhin im Nahen Osten ein.
Und Gott sei Dank tun sie es.
Israel braucht gerade jetzt die Unterstützung der USA.

Der Fokus der US-Außenpolitik verändert sich gerade etwas und geht wieder stärker hin zu Südamerika.
Das heißt aber nicht, dass man alle anderen wichtigen Schauplätze der Weltpolitik außer acht lässt.

Es geht nicht um ein Entweder/oder (Südamerika oder der Nahe Osten oder Europa (Grönland) oder Afrika (Nigeria)).
Es gehrt um ein Sowohl-als-auch.
 
@Zenobit


Jetzt warten wir mal in Ruhe ab.
Vielleicht macht Trump das ja alles noch, von wegen die Freilassung politischer Gefangener fordern etc.

Was das Öl betrifft: abwarten. So schnell geht der Reibach mit dem venezolanischen Öl nicht.
Und wenn sich US-Investoren dort engagieren, dann wird auch Venezuela was davon haben.
Was natürlich eine andere Regierung voraussetzt.
Nochmal Jahrzehnte sozialistische Misswirtschaft, damit wäre Venezuela nicht gedient.

Wie gesagt: die Aufregung über Trumps Venezuela-Coup sollte man nicht übertreiben.
Das Land versinkt nicht im Chaos. Die Regierung ist noch im Amt. Es herrscht dort kein Krieg. Und das Land ist nicht von US-Truppen besetzt.
Nur mal so nebenbei... Was hat es eigentlich dem amerikanischen Volk gebracht (Die Öl-Konzerne mal ausgenommen)?
Maduro war ja angeblich der Kopf eines Drogenkartells. Mit seiner Verhaftung haben sich die angeblichen Drogenlieferungen völlig in Luft aufgelöst?
 
@Zenobit

Ja natürlich mischen sich die USA weiterhin im Nahen Osten ein.
Und Gott sei Dank tun sie es.
Israel braucht gerade jetzt die Unterstützung der USA.

Der Fokus der US-Außenpolitik verändert sich gerade etwas und geht wieder stärker hin zu Südamerika.
Das heißt aber nicht, dass man alle anderen wichtigen Schauplätze der Weltpolitik außer acht lässt.

Es geht nicht um ein Entweder/oder (Südamerika oder der Nahe Osten oder Europa (Grönland) oder Afrika (Nigeria)).
Es gehrt um ein Sowohl-als-auch.
Dann streich mal besser den Satz, dass der nahe Osten aufatmen kann, denn der ergibt null Sinn.
 
Kleiner neuer Joke am Rande: Trump hat gerade gepostet, dass er der aktuelle amtierende Präsiden von Venezuela ist....
Die demokratische Senatorin A. Klobuchar konterte: "Trump behauptet der amtierenden Präsident von Venezuela zu sein, dabei verhält der sich noch nicht einmal im eigenen Land wie ein Präsiden!"
 
Nur mal so nebenbei... Was hat es eigentlich dem amerikanischen Volk gebracht (Die Öl-Konzerne mal ausgenommen)?
Maduro war ja angeblich der Kopf eines Drogenkartells. Mit seiner Verhaftung haben sich die angeblichen Drogenlieferungen völlig in Luft aufgelöst?
@Zenobit

Natürlich haben sich mit der Verhaftung Maduros die Drogenprobleme der USA nicht in Luft aufgelöst.

Das gilt aber für jegliche Form der Kriminalität.

Wenn die Polizei hier in Deutschland einen Drogenring aushebt, dann sind damit auch nicht alle Drogenprobleme gelöst-- was aber kein Grund ist, ihn nicht auszuheben.
 
Mit dem Drogenkartell ist es eben wie mit einem Regime. Wenn du nur den Kopf einsperrst bringt es nicht sonderlich viel.
 
Dann streich mal besser den Satz, dass der nahe Osten aufatmen kann, denn der ergibt null Sinn.
@Zenobit

Der Satz, der Nahe Osten könne aufatmen, ergibt sehr wohl Sinn.

Trump hat sich inhaltlich in seiner Rede zur "Neuen Nationalen Sicherheitsstrategie" wie folgt geäußert: Wir akzeptieren die Lebensweise anderer Kulturen und wollen sie nicht ändern. Wir betrachten die Staaten des Nahen Ostens als Geschäftspartner, sofern sie sich an die internationale Ordnung halten.

Der Iran tut das nicht. Er finanziert den Terror gegen Israel.
Weshalb der Iran natürlich damit rechnen muss, dass die USA sich Schritte gegen das Mullah-Regime vorbehalten.

Das ist eine deutliche Abkehr von den Bush-Jahren, wo die Neo-Cons im Nahen Osten möglichst viele Regime Changes anstrebten, um die Region zu demokratisieren durch sogenanntes "State Building" oder "Nation Building" (hat nicht ganz geklappt).

Die USA sind global nicht das Problem. Auch nicht die USA unter Trump.
Wir sollten froh sein, dass es mit den USA wenigstens noch eine globale demokratische Ordnungsmacht gibt, auch wenn Trump schwierig und sprunghaft ist.

Das Problem sind Diktatoren wie Putin, der einem vergangenen Supermacht-Status Russlands nachtrauert und die europäische Ordnung, die seit 1990 akzeptiert wurde, wieder rückgängig machen will.
 
Wir beide sehen die gleichen Grundlagen. Nur scheint es mir dass wir völlig andere Schlüsse daraus ziehen.
Für dich scheint es okay zu sein, da Amerika das ja auch früher schon gemacht hat und auch schon schlimmere Sachen gemacht hat. Ein Rückschritt in Weltpolitik um 50 Jahre scheint für dich okay zu sein. Dort wo der Stärkere Recht hat und Imperialismus herrscht. Zumindest entnehme ich das deinen Beiträgen.
Ist okay.
Ich bin eher ein Freund der Weltpolitik wie sie etwa vor 10-15 Jahren war, wo man das Völkerrecht etwas mehr geachtet hat. Und sich nicht auf völlig überholte und über 100 Jahre alte Doktrin gestützt hat.
@Zenobit

Es geht nicht darum, ob es mir etwas ausmacht oder nicht.
Ich kann es nicht ändern.
Ich nehme es nur zur Kenntnis und ordne es ein.

Für Europa und Deutschland ist wesentlich wichtiger, was in der Ukraine passiert als das, was in Venezuela passiert.

Es ist kein Rückschritt um 50 Jahre.
Die USA haben sich immer Ausnahmen vom Völkerrecht vorbehalten, wenn es ihnen politisch notwendig erschien.

Die schlimmsten Verstöße gegen das Völkerrecht finden aktuell im Iran statt (neben Putins Krieg gegen die Ukraine).
Inzwischen sind bei den iranischen Demonstranten 6000 Tote zu beklagen.
Ab heute gibt es Anklagen. Der Straftatbestand lautet "Krieg gegen Gott", worauf nach Scharia-Recht natürlich die Todesstrafe steht.

Dagegen sollten Völkerrechtsenthusiasten mal aufbegehren. Und nicht gegen den angeblichen "Imperialisten" Trump,
Der hat Maduro nur ne Einzelzelle verpasst, wo er wahrscheinlich auch noch fürstlich verpflegt wird.
 
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