Bundestagswahlen im Herbst ?

sperling said:
Ich schlendere lieber durch die Markthalle, schaue, was die Fischer so gefangen haben, prüfe das Angebot der Bauern und Händler und mache dann im Kopf den Speiseplan.
Dann hast Du leider keine Chance mit auf meine Südsee-Insel zu kommen. Die Idee ist schließlich, dass (ursprünglich) ich alleine da über mich selbst herrsche, was ich dann aus ernährungstechnischen Gesichtspunkten etwas erweitert habe, so dass ich jetzt die absolute Herrschaft über mich und eine Handvoll anderer anstrebe, die mich mit leckerem Essen versorgen sollen. Markthallen sind nicht geplant :rolleyes: Sonst wird mir das Regieren zu anstrengend :cool:
 
Oh Schreck ?

chris9 said:
Markthallen sind nicht geplant :rolleyes: Sonst wird mir das Regieren zu anstrengend :cool:
Das wird jeder vestehen Chris ... das war ja nicht Sinn der Sache. :)

Jedesmal wenn ich (hier) einen Beitrag zu "Bundestagswahlen im Herbst" sehe, erschrecke ich schon fast ... Will sich etwa jemand politisch äußern ?
...



Am SONNTAG SIND WAHLEN !!!




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Gewinner / Verlierer

Gero38 said:
Am SONNTAG SIND WAHLEN !!!

Ja, schon klar,
und noch ist offen, wer gewinnen wird.
Könnte es sein, dass die Verlierer dennoch schon feststehen? :rolleyes:
 
chris9 said:
Markthallen sind nicht geplant :rolleyes: Sonst wird mir das Regieren zu anstrengend :cool:
Du brauchst einfach einen ergebenen Minister für Ernährung und andere körperliche Wohltaten.
Ich hätte da eine Idee... :D
 
Gero38 said:
Das wird jeder vestehen Chris ... das war ja nicht Sinn der Sache. :)

Jedesmal wenn ich (hier) einen Beitrag zu "Bundestagswahlen im Herbst" sehe, erschrecke ich schon fast ... Will sich etwa jemand politisch äußern ?
...



Am SONNTAG SIND WAHLEN !!!




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Oh Schreck in der Tat. Ich muss wahrscheinlich noch losen, wen ich wählen will :(
Aber ist ja nicht mehr lange, bis mein kleiner aber feiner Inselstaat entsteht, dann habe ich (und meine ergebenen Untertanen auch nicht) keine Probleme mehr, weil Wahlen gibt's dann nicht :D
 
Keine große Erkenntnis: Keiner will Schröder und keiner will die Frau aus MV.

Ehrlich gesagt, wäre zwar mal an der Zeit eine Frau als BK, aber so leid es mir tut: Diese bitte nicht.
 
Weenieschnitzel said:
Keine große Erkenntnis: Keiner will Schröder und keiner will die Frau aus MV.

Ehrlich gesagt, wäre zwar mal an der Zeit eine Frau als BK, aber so leid es mir tut: Diese bitte nicht.
Ist mir ehrlich gesagt ziemlich schnuppe, wer in Berliner Top-Lage wohnen darf, solange was passiert. Was mit den möglichen Regierungskoalitionen eher nicht so ganz möglich wird.
 
Die Headline des Spiegel (oder war es Stern?)

"Der kränkelnde Mann Europas bleibt bettlägerig."

Wirtschaftlich gesehen ein Desaster.
 
kommt doch drauf an, wie man es "wirtschaftlich" sieht. ich bin ganz froh drum, dass merkel, wild-westerwelle & co. nicht so dürfen wie sie gerne möchten.

und schröder's auftritt gestern fand ich einfach suuuuper!!!

seien wir doch froh, dass die steuerfreiheit der feiertags- und nachtzuschläge erhalten bleiben und dass wir jedes jahr unsere pendlerpauschale absetzen können. und dass wir wohl doch nicht den ausstieg aus dem ausstieg bekommen.

und allein stoiber's gesicht gestern war doch einfach vom feinsten ... :)

boletus
 
boletus said:
kommt doch drauf an, wie man es "wirtschaftlich" sieht. ich bin ganz froh drum, dass merkel, wild-westerwelle & co. nicht so dürfen wie sie gerne möchten.

und schröder's auftritt gestern fand ich einfach suuuuper!!!

seien wir doch froh, dass die steuerfreiheit der feiertags- und nachtzuschläge erhalten bleiben und dass wir jedes jahr unsere pendlerpauschale absetzen können. und dass wir wohl doch nicht den ausstieg aus dem ausstieg bekommen.

und allein stoiber's gesicht gestern war doch einfach vom feinsten ... :)

boletus
Bei Gesichtern kann ich nicht mitreden, meine Info stammt aus der Zeitung (habe keinen Fernseher).
Ich finde nicht, dass die Beispiele, die Du genannt hast, die wirklichen Probleme sind.
Ich habe Angst, dass wenn nicht bald eine große Rentenreform PLUS Wirtschaftsanstieg passieren, ich mein Leben lang die größten Teile meines Verdienstes dafür ausgeben werde, für meine Eltern Rente zu zahlen und für meine eigene Rente zu sparen. Dann bliebe mir kein Geld mehr zum Leben. Oder um Kinder so großzuziehen, wie ich das gerne möchte. Da kommen dann noch hohe Steuern zu, um die Staatsverschuldung zu finanzieren.

Und was wir bekommen, steht noch in den Sternen. Immerhin ist von großer Koalition über Jamaika und Ampel bis zu einer Minderheitsregierung alles möglich. Leider haben sich alle Parteien vor der Wahl festgelegt, dass für sie außer Rot/Grün bzw. Schwarz/Gelb nichts in Frage kommt. Und bei sehr kontroversen Positionen wären alle Möglichkeiten nicht so besonders stabil und könnten sich vermutlich nicht auf die großen Reformen einigen, die unser Land braucht. Deshalb glaube ich, dass wir bald wieder wählen dürfen.

Und solange wir keine große Koalition bekommen, die sich vermutlich einzig auf die Einschränkung von Bürgerrechten (Privatsphäre, Freiheit von Wohnung und Post, Meinungs- und Versammlungsfreiheit) einigen kann, damit wir 'sicher' sind, kann ich mit allem leben.
Auch wenn mir Herr Schröder immer unsympathischer wird...
 
boletus said:
...und dass wir wohl doch nicht den ausstieg aus dem ausstieg bekommen.

und allein stoiber's gesicht gestern war doch einfach vom feinsten ... :)

boletus

Bei diesen beiden Punkten stimme ich Dir zu. ABER: Es kann nicht so weitergehen wie bisher! Der Staat kann nicht ständig Geld ausgeben, das er nicht hat. Unser Steuersystem muß so dringend reformiert werden, dass mir schon gar keine Prioritätensteigerungen mehr einfallen. Im Beamtenwesen ist auch schnellstens Tabula Rasa angesagt. Viele "Ausnahmen" dürfen einfach nicht mehr gemacht werden. Und von der Welt in der viele Gewerkschaftler leben, möchte ich gar nicht erst reden. Die Wirtschaft blutet aus. Nein, ich rede nicht von den Großkopferten - die haben schon längst ihre Schäfchen im Trockenen, sprich in Asien oder in Ex-Ostblock-Ländern. Der Mittelstand und die Kleinunternehmen gehen an der momentanen Lage kaputt.
Was nützt Dir zum Beispiel die Pendler-Pauschale wenn Du arbeitslos wirst, weil Dein Arbeitgeber pleite geht?
 
LakotaMoon said:
Im Beamtenwesen ist auch schnellstens Tabula Rasa angesagt.


Jo, genau - immer auf die Beamten draufhauen. Ich bin zufällig einer und muß jede Woche 40 Stunden arbeiten. Demnächst noch wieder 2 Stunden mehr. Wer in der freien Wirtschaft muß das tarifmäßig noch? Außerdem verzichten wir seit Jahren auf 0,2 % der ausgehandelten Gehaltserhöhungen, um unsere Pensionen zu finanzieren. Urlaubsgeld bekommen nur noch die unteren Tarifgruppen. Die Aufzählung könnte ich beliebig weiterführen, aber es ist ja einfacher auf die Beamten draufzuhauen, als das endlich einmal zu würdigen.

Die Kürzungen der Sonntags- und Nachtzuschläge sowie den Wegfall der Pendlerpauschale würden auch die Beamten treffen. Ebenso die Erhöhung der Mehrwertsteuer. Im Gegensatz zum "Normalbürger" profitieren Beamte aber nicht von der Senkung der Arbeitslosenversicherung. Sie würden also wieder einmal einseitig belastet. Das trifft genauso zu, wenn eine "Bürgerversicherung" eingeführt wird. Für viele Arbeitnehmer würde das sicherlich eine Entlastung bringen. Für mich wieder eine Belastung, da ich zur Zeit gar keine Krankenversicherungsbeiträge zahle.

Meine Lebensgefährtin (Hartz IV bekommt sie nicht, da sie ja mit einem gut verdienenden Beamten zusammenlebt, auch andere Einkünfte hat sie z. Zt. nicht) und mich würde das Ganze sicherlich 400 Euro im Monat kosten. Nach Abzug aller sonstigen Verpflichtung blieben uns dann ca. 200 Euro zum Leben übrig.

Aber immer druff auf die Beamten. Die sind eh alle nur faul und sitzen sich den Arsch platt.
 
Last edited:
Dirty Talk said:
Jo, genau - immer auf die Beamten draufhauen. Ich bin zufällig einer und muß jede Woche 40 Stunden arbeiten. Demnächst noch wieder 2 Stunden mehr. Wer in der freien Wirtschaft muß das tarifmäßig noch?

Aber immer druff auf die Beamten. Die sind eh alle nur faul und sitzen sich den Arsch platt.

Da kann ich einfach nur dagegenhalten: Ich. Denn ich habe noch nie in meiner beruflichen Laufbahn weniger als 40 Stunden/Woche gearbeitet. Never. Jetzt bin ich selbständig. Dass da 40 Stunden o.ä. reines Wunschdenken sind, ist wohl mein eigenes Problem, nicht wahr?

Aus beruflichen und privaten Gründen habe ich einen sehr guten Einblick in verschiedenste Behörden - vom Bauamt über das Jugendamt bis zum Standesamt und wieder zurück. Und ich kann Dir sagen: Es gibt noch sehr (!) viele von der Sorte, die es sich richtig gemütlich machen! Ich will Dir aber garantiert nicht unterstellen, dass Du zu dieser Fraktion gehörst. Mein Schwiegervater ist auch Beamter. Und auch jemand, der sich den A**** nicht plattsitzt, sondern ihn sich aufreißt. Leider ist das aber einfach die Ausnahme.

Unser Beamtenapparat ist - für unseren Staat - schlichtweg viel zu groß geworden. Es existieren Unmengen an überflüssigen (oder zu korrigierenden) Reglements, Vorgaben, Bestimmungen und Gesetzen, die von Unmengen von Beamten bearbeitet werden. Es müssen Einsparungen her! Von wo sollen denn die Steuergelder kommen, die diesen (ständig wachsenden!) Apparat bezahlen? Die Wirtschaft blutet aus, bald ist da nichts mehr zu holen. Auch keine Arbeitsplätze mehr. Und erst recht keine Steuern.
 
LakotaMoon said:
Da kann ich einfach nur dagegenhalten: Ich. Denn ich habe noch nie in meiner beruflichen Laufbahn weniger als 40 Stunden/Woche gearbeitet. Never. Jetzt bin ich selbständig. Dass da 40 Stunden o.ä. reines Wunschdenken sind, ist wohl mein eigenes Problem, nicht wahr?

Ich habe weiß Gott nicht von denjenigen gesprochen die sich selbständig gemacht haben. Aber dann schau dich mal in der Metall- und Elektroindustrie usw. um. Da ist 38 Stunden schon zuviel. Die arbeiten teilweise nur 35 Stunden. Tariflich abgesichert natürlich.

LakotaMoon said:
Und ich kann Dir sagen: Es gibt noch sehr (!) viele von der Sorte, die es sich richtig gemütlich machen!

Das bestreite ich absolut nicht. Ich kann nur ein wenig schlecht damit um, wenn es dann immer pauschal heißt "die Beamten". Denn dazu gehören u.a, um nur einige zu nennen, auch Polizisten und Feuerwehrleute. Möchte jemand deren Job machen? Tag und Nacht, ob Sonn- oder Feiertags? Auch die sind von der Arbeitszeitverlängerung, wie z.B. in Bayern bereits vollzogen auf 42 Std., betroffen.

LakotaMoon said:
Unser Beamtenapparat ist - für unseren Staat - schlichtweg viel zu groß geworden.

Auch in diesem Fall gebe ich dir absolut recht. Nur ist das nicht ganz so einfach, da etwas zu ändern. In Schleswig-Holstein z.B. hat man Lehrer plötzlich nicht mehr verbeamtet und mußte plötzlich einsehen, daß das wesentlich teurer wird für den Staat.

Grundsätzlich kann ich aber auch nicht verstehen, warum beim "kleinen Mann" immer gespart wird, die Großkonzerne jedes Jahr mehr Gewinn einfahren und dann trotzdem Arbeitsplätze abbauen oder ihre Arbeitsplätze ins Ausland verlegen. Die Vorstandsvorsitzenden bekommen dafür dann auch noch Gehaltserhöhungen von weiß der Teufel wie viel Prozent.

Ich denke wir müssen einfach mal aufhören, den Betrieben alles in den "Arsch zu blasen" (weniger Steuern zahlen, Abschreibungsobjekte anerkennen, Subventionen ohne Ende zahlen).

Das Geld, was man durch Abbau dieser ganzen Subventionen und Steuersparmodelle einnimmt könnte man in die Entlastung der Sozialabgaben (sowohl auf Arbeitnehmer als auch auf Arbeitgeberseite) stecken. Die Arbeitgeber würden so einen Teil an Belastung auch wieder zurückbekommen.
 
Dirty Talk said:
Ich habe weiß Gott nicht von denjenigen gesprochen die sich selbständig gemacht haben. Aber dann schau dich mal in der Metall- und Elektroindustrie usw. um. Da ist 38 Stunden schon zuviel. Die arbeiten teilweise nur 35 Stunden. Tariflich abgesichert natürlich.
Da kann man in der Tat die Krise kriegen!

Dirty Talk said:
Das bestreite ich absolut nicht. Ich kann nur ein wenig schlecht damit um, wenn es dann immer pauschal heißt "die Beamten". Denn dazu gehören u.a, um nur einige zu nennen, auch Polizisten und Feuerwehrleute. Möchte jemand deren Job machen? Tag und Nacht, ob Sonn- oder Feiertags? Auch die sind von der Arbeitszeitverlängerung, wie z.B. in Bayern bereits vollzogen auf 42 Std., betroffen.

Ich muß Dir ehrlich sagen – Polizisten und Feuerwehr habe ich wieder einmal nicht zu den Beamten im klassischen Sinn gezählt! ;) Bin also nur eingeschränkt pauschal unterwegs. Zum Beispiel bei denjenigen, die in Kreis- und Verbandsgemeindeverwaltungen morgens zur Arbeit erscheinen und sich zuerst mal für eine dreiviertel Stunde mit der Bild-Zeitung auf’s Klo verziehen. Dann einen Zug durchs Gebäude starten und auf jeder Etage Schwätzchen halten....Um ca. 10.30 Uhr mit leichter produktiver Arbeit beginnen. Aber natürlich pünktlichst den Hammer fallen lassen.


Dirty Talk said:
Grundsätzlich kann ich aber auch nicht verstehen, warum beim "kleinen Mann" immer gespart wird, die Großkonzerne jedes Jahr mehr Gewinn einfahren und dann trotzdem Arbeitsplätze abbauen oder ihre Arbeitsplätze ins Ausland verlegen. Die Vorstandsvorsitzenden bekommen dafür dann auch noch Gehaltserhöhungen von weiß der Teufel wie viel Prozent.
Ich denke wir müssen einfach mal aufhören, den Betrieben alles in den "Arsch zu blasen" (weniger Steuern zahlen, Abschreibungsobjekte anerkennen, Subventionen ohne Ende zahlen).

Das Geld, was man durch Abbau dieser ganzen Subventionen und Steuersparmodelle einnimmt könnte man in die Entlastung der Sozialabgaben (sowohl auf Arbeitnehmer als auch auf Arbeitgeberseite) stecken. Die Arbeitgeber würden so einen Teil an Belastung auch wieder zurückbekommen.

Das Problem ist die Gewichtung. Uns bricht der Mittelstand weg. Kleine und mittlere Betriebe gehen den Bach runter. Familienbetriebe, die 80 Mitarbeiter haben, verhungern an langer Hand, weil genau hier keine Unterstützung kommt. Die haben sich die großen Konzerne gesichert. Und ziehen sie ab in private Kanäle (siehe VW, Deutsche Bank, etc.).
Unsere Wirtschaft braucht Unterstützung. Definitiv. Aber sie muss auch richtig platziert werden. Subventionen sind da ein ganz wundes Thema. Es nutzt niemandem – wenn dann höchstens kurzfristig – halbtote Industriezweige mit Subventionen künstlich am Leben zu halten. Der Knall am Ende ist nur umso größer.
 
LakotaMoon said:
Das Problem ist die Gewichtung. Uns bricht der Mittelstand weg. Kleine und mittlere Betriebe gehen den Bach runter. Familienbetriebe, die 80 Mitarbeiter haben, verhungern an langer Hand, weil genau hier keine Unterstützung kommt. Die haben sich die großen Konzerne gesichert. Und ziehen sie ab in private Kanäle (siehe VW, Deutsche Bank, etc.).
Unsere Wirtschaft braucht Unterstützung. Definitiv. Aber sie muss auch richtig platziert werden. Subventionen sind da ein ganz wundes Thema. Es nutzt niemandem – wenn dann höchstens kurzfristig – halbtote Industriezweige mit Subventionen künstlich am Leben zu halten. Der Knall am Ende ist nur umso größer.

Absolut richtig. Eine Förderung des Mittelstandes ist wirklich absolut notwendig. Hier muß eine Entlastung her. Aber wenn man dann wieder von der "christlichen" Seite her hört, daß man das durch Lockerung des Kündigungschutzes erreicht, frage ich mich, wo die leben.

Klar müssen Subventionen auch weiterhin sein. Nur einige sind in meinen Augen völlig sinnlos. Man beachte nur, daß wir Bauern subventionieren, damit sie ihr Land brach liegen lassen oder unterstützen schon seit Jahren den Kohleabbau. In meinen Augen rausgeschmissenes Geld.

Auf der anderen Seite will die CDU den Ausstieg aus dem Ausstieg bei den Atomkraftwerken und übersieht dabei völlig, daß das zu Lasten z.B. der Windenergie geht, die in den letzten Jahren tausende von Arbeitsplätze geschaffen hat.
 
Dirty Talk said:
Absolut richtig. Eine Förderung des Mittelstandes ist wirklich absolut notwendig. Hier muß eine Entlastung her. Aber wenn man dann wieder von der "christlichen" Seite her hört, daß man das durch Lockerung des Kündigungschutzes erreicht, frage ich mich, wo die leben.

Der Kündigungsschutz an sich muß aber leider auch diskutiert werden. Natürlich ist er allein nicht ausreichend! Aber ich kann Dir aus Erfahrung sagen, dass viele Unternehmer - gerade im Mittelstand und in kleineren Unternehmen - im Bedarfsfall viel eher neue Mitarbeiter einstellen würden, anstatt bestehende Teams bis zum Get No zu überlasten. Das aber nur, wenn sie die Möglichkeit sehen, durch flexiblere Vorgaben im Kündigungsverfahren ihre Mitarbeiterzahl auch wieder zu senken, wenn es nicht anders geht.

Dirty Talk said:
Klar müssen Subventionen auch weiterhin sein. Nur einige sind in meinen Augen völlig sinnlos. Man beachte nur, daß wir Bauern subventionieren, damit sie ihr Land brach liegen lassen oder unterstützen schon seit Jahren den Kohleabbau. In meinen Augen rausgeschmissenes Geld.

Auf der anderen Seite will die CDU den Ausstieg aus dem Ausstieg bei den Atomkraftwerken und übersieht dabei völlig, daß das zu Lasten z.B. der Windenergie geht, die in den letzten Jahren tausende von Arbeitsplätze geschaffen hat.

Leider reicht die Windenergie alleine nicht aus. Versteh' mich richtig - ich stell mir lieber fünf Windräder in den Garten, als dass ich ein Atomkraftwerk (in welcher Entfernung auch immer) akzeptiere. Es müssen weitere, alternative Möglichkeiten zur Energiegewinnung aufgetan und genutzt werden. Was man allein alles mit Erdwärme im Siedlungsbau anstellen könnte... Oder Photovoltaik. Aber unser System ist eben sehr träge.
 
Dirty Talk said:
Absolut richtig. Eine Förderung des Mittelstandes ist wirklich absolut notwendig. Hier muß eine Entlastung her. Aber wenn man dann wieder von der "christlichen" Seite her hört, daß man das durch Lockerung des Kündigungschutzes erreicht, frage ich mich, wo die leben.

Klar müssen Subventionen auch weiterhin sein. Nur einige sind in meinen Augen völlig sinnlos. Man beachte nur, daß wir Bauern subventionieren, damit sie ihr Land brach liegen lassen oder unterstützen schon seit Jahren den Kohleabbau. In meinen Augen rausgeschmissenes Geld.

Auf der anderen Seite will die CDU den Ausstieg aus dem Ausstieg bei den Atomkraftwerken und übersieht dabei völlig, daß das zu Lasten z.B. der Windenergie geht, die in den letzten Jahren tausende von Arbeitsplätze geschaffen hat.
Außerdem müssen Wenig- bis Normalverdiener entlastet werden oder höhere Löhne bekommen. In den letzten Jahren ist nämlich vieles teurer geworden, das zum täglichen Bedarf gehört (schon alleine Heizungskosten). Dabei sind die Löhne kaum gestiegen, und Sozialabgaben erhöhen sich tendenziell eher. Deshalb haben selbst die Normalverdiener nicht das Geld, um irgendetwas zu konsumieren. Häufig können sie halt leben, und das war's dann. Dabei würde ein höherer Konsum den Mittelstand besser sichern als der Tropf vom Staat.

Und wenn wir schon dabei sind, nein, wir Deutsche sparen nicht immer mehr. In absolutem Geld stimmt das zwar, aber nur die Reichen wissen nicht mehr, wohin mit der Kohle, während Otto Normalverdiener überhaupt kein Geld hat zum Sparen.
Es darf nicht sein, dass sich die Zahl der Menschen mit einem Barvermögen von 1 Mio. € von 500 000 auf 700 000 (gerundet) erhöht.
 
LakotaMoon said:
Der Kündigungsschutz an sich muß aber leider auch diskutiert werden. Natürlich ist er allein nicht ausreichend! Aber ich kann Dir aus Erfahrung sagen, dass viele Unternehmer - gerade im Mittelstand und in kleineren Unternehmen - im Bedarfsfall viel eher neue Mitarbeiter einstellen würden, anstatt bestehende Teams bis zum Get No zu überlasten. Das aber nur, wenn sie die Möglichkeit sehen, durch flexiblere Vorgaben im Kündigungsverfahren ihre Mitarbeiterzahl auch wieder zu senken, wenn es nicht anders geht.

Dieses Argument wird ja auch öfters ins Feld geführt. Darauf erwidere ich dann, daß es schon viele Möglichkeiten gibt, Arbeitnehmer (z.B. durch Zeitverträge) befristet einzustellen. Ich denke davon sollte nur genug Gebrauch gemacht werden. Der Kündigungsschutz allein bringt keine neuen Arbeitsplätze. Vielmehr ist es dringend erforderlich, die Lohnnebenkosten zu senken. Das darf aber nicht dadurch passieren, daß man die Arbeitnehmer auf der anderen Seite aber wieder neu belastet, wie es z.B. bei der "tollen" Gesundheitsreform gemacht wurde. Auf die versprochenen Beitragssenkungen warten die Arbeitnehmer noch heute.



LakotaMoon said:
Leider reicht die Windenergie alleine nicht aus. Versteh' mich richtig - ich stell mir lieber fünf Windräder in den Garten, als dass ich ein Atomkraftwerk (in welcher Entfernung auch immer) akzeptiere. Es müssen weitere, alternative Möglichkeiten zur Energiegewinnung aufgetan und genutzt werden. Was man allein alles mit Erdwärme im Siedlungsbau anstellen könnte... Oder Photovoltaik. Aber unser System ist eben sehr träge.

Natürlich reicht Windenergie allein nicht aus. Das hatte ich auch nur als Beispiel angeführt. Ich denke die richtige Mischung macht es. Das Problem bei den Atomkraftwerken ist nicht der Betrieb, sondern die Entlagerung. Nicht umsonst will die niemand in seiner Nähe haben (auch die schwarzen Befürworter nicht).
 
Jetzt haben wir den Salat und können nur hoffen, daß die da oben sich bald einig werden, wer mit wem unter welchen Umständen eine Koalition eingehen wird. Und eins dürfte doch wohl ganz klar sein, so wie bisher geht es auf gar keinen Fall weiter.
Das Problem Deutschland kann nach meiner Meinung sowieso nur mit einer großen Koalition gelöst werden, sonst geht am Ende alles nur über den kleinsten gemeinsamen Nenner. Jede Regierung ohne die Schwarzen wird doch spätestens im Bundesrat ausgebremst, oder etwa nicht ?

Ich habe sicher nicht viel Ahnung von Wirtschaft und Finanzen und so, aber eins weiß ich ganz genau: Am Ende des Geldes ist noch viel zu viel Monat übrig.
 
LakotaMoon said:
Da kann man in der Tat die Krise kriegen!

Ich muß Dir ehrlich sagen – Polizisten und Feuerwehr habe ich wieder einmal nicht zu den Beamten im klassischen Sinn gezählt! ;) Bin also nur eingeschränkt pauschal unterwegs. Zum Beispiel bei denjenigen, die in Kreis- und Verbandsgemeindeverwaltungen morgens zur Arbeit erscheinen und sich zuerst mal für eine dreiviertel Stunde mit der Bild-Zeitung auf’s Klo verziehen. Dann einen Zug durchs Gebäude starten und auf jeder Etage Schwätzchen halten....Um ca. 10.30 Uhr mit leichter produktiver Arbeit beginnen. Aber natürlich pünktlichst den Hammer fallen lassen.

Bei den meisten Sachen, die hier so diskutiert werden, kann ich echt nicht mitreden. Ich halte auch ehrlich gesagt nicht viel von diesen sogenannten Stammtisch Parolen. Der faule Beamte ist doch nur so ein Klischee. Es gibt genauso viele faule Schreibtischtäter in irgendwelchen Grossunternehmen. Ruf doch mal bei Deiner Versicherung oder Bank an, das ist doch da auch nicht viel anders.
Wie auch immer. Irgendetwas stimmt doch an unserem System nicht. Ein Kumpel von mir ist bei der Stadt. Als Lkw Fahrer bei der Müllentsorgung. Der verdient 25% mehr als vergleichbare Leute in der "freien" Wirtschaft. Natürlich von unsern Steuergeldern bezahlt.
 
Theoderich said:
Jetzt haben wir den Salat und können nur hoffen, daß die da oben sich bald einig werden, wer mit wem unter welchen Umständen eine Koalition eingehen wird. Und eins dürfte doch wohl ganz klar sein, so wie bisher geht es auf gar keinen Fall weiter.
Das Problem Deutschland kann nach meiner Meinung sowieso nur mit einer großen Koalition gelöst werden, sonst geht am Ende alles nur über den kleinsten gemeinsamen Nenner. Jede Regierung ohne die Schwarzen wird doch spätestens im Bundesrat ausgebremst, oder etwa nicht ?

Ich habe sicher nicht viel Ahnung von Wirtschaft und Finanzen und so, aber eins weiß ich ganz genau: Am Ende des Geldes ist noch viel zu viel Monat übrig.
Ich muss Dir widersprechen. Ich glaube nicht, dass eine große Koalition mehr gebacken bekäme als der Polizei, Staatsanwaltschaft und den Geheimdiensten mehr Rechte zu geben (die ja irgendwoher kommen müssen, also werden wir dann weniger Rechte haben). Alles unter dem Namen der Terrorbekämpfung und der Sicherheit. Wo das endet kann man in den USA sehr schön studieren.

Ich glaube eher, dass mit kleinen Koalitionspartnern mehr Reform machbar ist. In einer großen Koalition, mit zwei quasi gleichstarken Parteien, würden sich beide gemeinsam ausbremsen.
Und eine Regierung ohne die Union erscheint mir (eben wegen des Bundesrates) auch nicht sinnvoll. Erinnert sich eigentlich noch irgendjemand an die Begründung für die Parlamentsauflösung? Herr Schröder war der Meinung, dass eine komfortablere Mehrheit im Bundestag nötig sei, um weiter zu regieren. Dass außerdem durch die Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat er nicht mehr viel tun könne. Da fragt man sich doch, wie er jetzt weitermachen will, wo seine rot-grüne Präferenz sogar weniger Stimmen hat, eine Koalition mit der FDP recht instabil wäre, eine große Koalition nur unter ihm geht, der Bundesrat aber nach wie vor schwarz ist.
 
Ich habe heute in der Zeitung gelesen, dass die neue Regierung sparen will. Sie haben nämlich bei einem Kassensturz festgestellt, dass sie weniger Geld haben als eigentlich gedacht, weil die Konjunktur schwächelt und so viele Arbeitslose da sind.
Und weil sie nicht genug bei ihren Ausgaben sparen können, brauchen sie mehr Einnahmen. Jetzt steigen entweder die Sozialabgaben (damit es noch ein paar mehr Arbeitslose gibt) oder die Mehrwertsteuer (damit die Konjunktur nur ja schwach bleibt).
Wiese merken Politiker eigentlich nicht, wie unlogisch sie denken? :(
 
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